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 Chronik

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Janine
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BeitragThema: Re: Chronik   So Dez 23, 2012 1:09 am

Das Turnier der vier Himmel (Teil I) – Die Eröffnung



Am Tage der Eröffnung waren unsere Helden mehr als nervös. Eingesperrt im goldenen Käfig in Form des Warteraumes konnten sie an nichts anderes denken, als daran, dass sie gleich in die Arena marschieren mussten, wo sie von abertausenden von Leuten beobachtet werden würden.
Doch nun gab es kein Zurück mehr: Sie mussten sich den kritischen Augen des überwiegend asiatischen Publikums stellen und somit auch ihren Gegnern…

Abgeholt wurden sie von einem Bediensteten, der sie aus dem Warteraum heraus und in die Arena führte. Alphabetisch aufgereiht betraten die Helden in einem angemessenen Abstand zueinander die Arena und hatten die erste Chance, sich beim Publikum beliebt zu machen und sich zu präsentieren.
Während die publikumserfahrenen Halbgötter unter ihnen eine fantastische Show boten und alle Aufmerksamkeit auf sich zogen, versuchten die scheuen, zurückhaltenden Kameraden die Strecke bis hin zur Loge nur schnellstmöglich hinter sich zu bringen.
Obwohl die bisher unbekannten Halbgötter vorerst nur wenig Beachtung genossen, stieg ihre Beliebtheit beim Volk ab diesem Zeitpunkt exponentiell.
Begrüßt wurden sie vom Moderator des Turniers, Abraxus, der sie in die Loge geleitete.
Dann betraten die anderen Teams die Arena.
Zuerst durften unsere Helden einen Blick auf das griechische Team Olympos werfen.
Der Anführer Iason stellte sich als muskelbepackter Kraftprotz heraus, der zudem von Zeus abzustammen schien, was insbesondere unserem Lieblings-Zeus-Sohn ein Dorn im Auge war.
Ferner wurde er begleitet von einer von Artemis abstammenden, aber durchaus arroganten Schönheit, die auf den Namen Tzatziki hörte und ihrem Gatten Gyros. Myra, eine vom Leben gezeichnete, junge Frau mit furchtbar tragischer Vergangenheit, Xiares, ein kampflüsterner Sohn des Ares, Myrmion, ein recht korpulentes Kerlchen, was stets „Heraklops“ gerufen wird und Makrus, ein Meister der Elixiere, waren ebenfalls mit von der Partie. Ferner gehörten Kolaxes, Rustam und Surtaki zum Team, wobei Letzterer in erster Linie als Heiler fungierte.
Es folgte das Team Iterulez aus Ägypten.
Angeführt von Ite, einem schmächtigen Jüngling, dem die Arroganz und Selbstverliebtheit ins Gesicht geschrieben stand, betrat das ägyptische Team die Arena. Zu diesem zählten unter anderem Suchos, ein grandioser Athlet und zudem ein Sohn des Sobek, Djitu, ein Geparden ähnlicher Sohn der Bastet, Nerfertina, die schöne Tochter der Isis und Ragnos, der von allen nur die „Pyramide“ genannt wird.
Ferner konnten unsere Halbgötter einen Blick auf folgende Team-Mitglieder werfen:
Den ihnen bereits bekannten Magier Akra, die Priesterin Raina, den hitzköpfigen Sohn des Horus, Ostris, den brillanten Strategen Kemhat und schlussendlich der einflussreiche Sohn des Anubis, Tjati.
Zu guter Letzt betrat das Team Ryodan aus Asien die Arena, die ihren Namen jedoch aufgrund ihres letzten Sieges im Turnier auf Die Erhabenen des Himmels geändert hatten.
Angeführt wurde das Team von Sagarmatha, einer geheimnisvollen, weißhaarigen Schönheit, die sowohl unnahbar als auch erhaben auf das Publikum wirkte. Begleitet wurden sie von Kanchenjunga, der unseren Halbgöttern bereits als „Venator“ bekannt war und Lhotse, ein ruhiger, schmächtiger Mann, der auf eine merkwürdige Art völlig ausgeglichen wirkt. Ferner folgten Annapurna, eine wunderschöne Dame, die in ihrem kunstvollen Gewand etwas von Show und Zauber zu verstehen schien und Manaslu, die neben ihrem bezaubernden Antlitz auch noch akrobatisches Können aufwies (Sie war im Übrigen diejenige, die den Halbgott Sascha mit nur drei Schlägen zu Boden zwang).
Ein wahres Erdbeben erzitterte in der Arena, als sich ein dunkelhäutiger Muskelberg namens Makalu den Weg zur Loge bahnte und mit seinem schallenden Lachen ganze Wände erschütterte. Lieblicher ging es vonstatten, als die Wasserkünstlerin Cho Oyu in die Arena tänzelte und mit Grazie ihre Hingabe zu ihrem Element bewies. Der geheimnisvolle Nanga Parbat, der berüchtigte Lambha Pahar, den man hinter vorgehaltener Hand nur die „Ein-Mann-Armee“ nannte und schlussendlich der animalische Krieger Dhaulagiri waren ebenfalls Teil des Siegerteams des vergangenen Turniers.
Die Asiaten schienen beim Publikum große Begeisterung zu ernten und sich selbst ihrer Sache sehr sicher zu sein.
Nach dem Einmarsch der Teams wurden die Anführer der einzelnen Mannschaften zu einem Interview gebeten, bei dem sie sich ein wenig mehr in die Herzen des Publikums schleichen konnten.
Sagarmatha ließ sich von Lhotse begleiten und sprach großspurig davon, dass ein jeder von ihrem Team die anderen Teams im Alleingang in die Knie zwingen konnte.
Ite machte mehr Werbung für sich selbst und sein Liebeskönnen als für sein Team, weshalb seine Begleitung Nefertina ihn oft aus dem Schlamassel retten musste.
Iason ließ sich von Myra begleiten, die eigentlich nichts anderes tat als zu weinen und Iason von seiner geplanten, stolzen Ansprache abzuhalten. Man erfuhr im Übrigen, dass man sie nur aus Mitleid ins Team gelassen hatte…
Zahra wurde von Janine begleitet, ließ sie jedoch kaum zu Wort kommen, was einen erbitterten Zwist innerhalb des Teams mit sich führte, der sich lange nicht klären ließ.
Im Anschluss an die Interviews fand eine Ansprache von Großwesir Sinder statt, worüber sich gerade die Halbgötter freuten, die mit ihm hergereist waren und ihn bereits vermisst hatten.
Er legte den Turnierteilnehmern ans Herz, fair zueinander zu sein und das Turnier wieder einmal unvergesslich zu gestalten.
Der Höhepunkt der Turniereröffnung war jedoch die Wahl der Vorrundengegner.
Sulin übernahm die Aufgabe, aus einer Urne, die mit Zetteln der Namen der anderen Teams gefüllt war, einen Zettel zu ziehen und somit den Gegner ihres Teams zu bestimmen:
Olympos!
Und mit dieser Wahl standen auch gleichzeitig alle Gegner fest. In der aus zwei Prüfungen bestehenden Vorrunde des Turniers würden gegeneinander antreten:
MYSTICA SEMIDEUS gegen OLYMPOS
und
ITERULEZ gegen DIE ERHABENEN DES HIMMELS

Nun konnte es endlich heißen: Lasset die Spiele beginnen!
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Janine
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BeitragThema: Re: Chronik   So Dez 23, 2012 1:11 am

Das Turnier der vier Himmel (Teil II) - Das Halbfinale



Wendigkeit, Geschwindigkeit und Ausdauer.
Dies waren die Schlagworte der ersten Prüfung des Halbfinales, nach denen die Teilnehmer des Turniers urteilen sollten, welche 5 Vertreter sie an jener Prüfung teilnehmen lassen.
Während das Team Mystica Semideus Zahra, Sulin, Zeilon, Kamui und Janine ins Rennen schickte, wählte das Team Olympos Iason, Tzatziki, Gyros, Xiares, Kolaxes und Myra.
Die Prüfung fand im Kolosseum statt und entpuppte sich als ein Völkerballspiel.
Nach den altbekannten Regeln mussten die zwei Teams versuchen, das jeweils andere Team ausscheiden zu lassen, indem die Teilnehmer versuchten, ihre Konkurrenten mit einem Ball abzuwerfen.
Regeln: _______________________________
Nach einer spannenden Runde Völkerball, Demütigungen, gerissenen Taktiken und spannenden Auseinandersetzungen konnte das Team Mystica Semideus den Sieg für sich erringen!
Aufgrund dessen durften sie sich entscheiden, ob sie bei der nächsten Aufgabe im Namen des Tigers oder des Drachen kämpfen wollten. Mehr wurde hinsichtlich der Folgeprüfung nicht verraten.
Mit Anspielung auf Chochokpi entschieden sie sich für den Drachen.
Es wurde gefeiert, gelacht und gejubelt, doch noch hatten unsere Halbgötter den endgültigen Halbfinal-Sieg nicht in der Tasche.
Die zweite Prüfung folgte sogleich.

Diese fand auf einem Gelände, fernab der Stadt Sabaylon statt.

Vor Beginn der Aufgabe erhielt jeder Teilnehmer (dieses Mal durften alle Zehn mitmachen) eine Plakette mit dem Abbild eines Tieres aus dem asiatischen Tierkreis.
Es galt, bei dieser Aufgabe seine eigene Plakette zu schützen und soviele Plaketten wie möglich aus dem gegnerischen Team zu rauben.
Die Aufgabe fand auf einem großen Gelände statt (siehe Karte), welches von einer massiven Steinmauer abgegrenzt wurde. Das Eingangstor stellte einen massiven, asiatischen Drachenkopf dar und überall auf der Mauer befanden sich Bildnisse der anderen Tierkreiszeichen, abgesehen des Tigers. Dieser bildete, ähnlich imposant wie der Drachenkopf, das gegenüberliegende Eingangstor und den Startpunkt des griechischen Teams. Am Eingangspunkt des Geländes befand sich ein großer Schrein mit einer kreisrunden Tafel darauf. Am oberen Ende befand sich ein großer, eingravierter Drache, während am unteren Ende ein Tiger eingearbeitet wurde. Bei den Griechen waren diese Begebenheiten genau andersherum. Rings um die beiden Zeichen befanden sich jeweils fünf Paare von kreisrunden Öffnungen (insgesamt also zwanzig). Am Ende der Aufgabe wurden alle Plaketten im Besitz der Teams in den jeweiligen Schrein gelegt und ausgezählt. Welche Seite am Ende mehr als die Hälfte aller noch wertbaren Plaketten in ihrem Besitz hatte, hatte die Aufgabe gewonnen.
Es wurden zur endgültigen Entscheidung über den Einzug ins Finale die Punkten aus beiden Vorrunden zusammen gerechnet.
Während sich die Zeus-Söhne in einem blutigen Kampf auf der Insel im See bekriegten, agierten Antares und Janine im Team. Antares war in der Lage, Xiares zu zeigen, wo der Hammer hing und Janine gelang es, Kolaxes willenlos zu machen und ihm die Plakette auf diese Weise zu entwenden. Sulin und Chochopki haben einen Sieg über Ttzatziki erlangt, während Mara und Zeilon sichum weitere Konkurrenten kümmerten. Zahra und Ilya waren indessen dem wandelnden Unfall Myra über den Weg gelaufen und konnten auch sie bezwingen. Octavian kümmerte sich indessen allein um Makrus.
Am Ende stand der Sieger fest: Mystica Semideus zog ins Finale ein!
Doch wer sollte der finale Gegner unserer Halbgötter sein?

Tatsächlich erfuhren sie sofort wie die Prüfungen von Iterulez gegen die Erhabenen des Himmels ausgingen und waren zutiefst schockiert!
Angeblich habe ein einziger Teilnehmer der Erhabenen des Himmels an der Völkerball-Prüfung teilgenommen und das gegnerische Team ohne Verlust im Alleingang geschlagen.
Die zweite Prüfung wurde so schnell entschieden, dass Iterulez nicht den Hauch einer Chance hatte. Der Anführer Ite landete zudem auf unerklärliche Weise auf dem Gebiet, in dem sich Olympos und Mystica Semideus gerade aufhielten. Wie er wohl dahin gekommen war ... ?

Auf die Prüfungen folgte die Siegerehrung und der Einzug ins Finale.
Die beiden Teams saßen sich bei einem Festmahl gegenüber und spürten die Rivalität geradezu lodern.

Das sollte zweifellos die bisher härteste Auseinandersetzung werden, die unsere Halbgötter jemals bestreiten mussten.


Zuletzt von Janine am So Dez 23, 2012 1:20 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Chronik   So Dez 23, 2012 1:12 am

Der Kult der Gestirne



Während unsere Champions fleißig für das Finale des Turniers der vier Himmel trainierten, stand die Zeit außerhalb den Palasts des goldenen Drachen auch nicht still.
Drei verliebte Männer kamen auf die Idee, ihren Schatz bzw. ihre Angebetete einmal romantisch zu überraschen. Dabei stießen sie rein zufällig auf kleine Stände, die in ganz Sabaylon ihre Pforten geöffnet hatten und seltsam farblose Blumen anboten.
Wunderblumen nannten die Verkäufer ihre Ware, die mit wenig Pflege alsbald wunderschöne, rote Blüten ausbilden sollten.
Surtur erhielt eine Blume als Werbegeschenk und überreichte sie Shira, die ihm als Dank ein Huhn anbot.
Seyao erstand eine dieser Blumen für seine liebste Ehefrau Chloe.
Und Juan ergaunerte sich eine Blume, um Aurora zu zeigen, dass sie doch mehr für ihn war als eine simple Affäre.
Anfangs schienen sich die Frauen über ihre Geschenke zu freuen, doch mit der Zeit litten alle drei Betroffenen unter schwerwiegenden, gesundheitlichen Schäden.
Sie fühlten sich matt, ausgelaugt, launisch. Und je schwächer sie wurden, desto roter und kraftvoller blühte die "Wunderblume".
Doch bis unsere Herren hinter das Geheimnis der Blumen kamen, sollte noch viel Zeit vergehen.
Es stand bereits schlecht um die Frauen, als Baghira davon Wind bekam wie schlecht es den Halbgöttinnen erging.
Tatsache war, dass der Maharadscha sie als seine treue Beraterin darum bat, den mysteriösen Todesfällen, die in letzter Zeit Überhand genommen hatten, nachzugehen.
Viele Menschen, überwiegend Frauen, die von irgendwem geliebt wurden, wurden erst unheilbar krank und starben dann.
Baghira sah in Aurora, Chloe und Shira genau solche Fälle. Deshalb erkundigte sie sich bei den Männern nach Symptomen und Auffälligkeiten.
Nach langem Grübeln fiel ihnen schließlich auf, dass alle drei Frauen ungefähr zur gleichen Zeit eine der Wunderblumen geschenkt bekamen. Von ihnen.
Tatsache war, dass auch alle anderen verstorbenen Frauen eine solche Blume besaßen.
Die Männer reagierten sofort und zerstörten die Unheil bringenden Blumen, woraufhin die Blüte sich in Blut auflöste und zu Boden floss.
Aurora, Shira und Chloe wurden wieder gesund, doch das war Juan und Surtur nicht genug. Sie wollten Vergeltung für das, was diese mysteriösen Verkäufer ihren Frauen beinahe angetan hätten!

So begaben sich Surtur, Shira, Aurora, Juan und Baghira mit der Unterstützung von Silentia, Nayla und Sebastian auf die Suche nach eben diesen Ständen.
Doch in der gesamten Stadt war kein Stand mehr aufzuspüren.
Silentias Visionen mussten ans Werk und tatsächlich sah sie einen Verkäufer, der eine Holzkiste trug, drei Straßen von ihnen entfernt. Sofort eilte unsere Gruppe zu ihm und beschlossen, ihm unauffällig zu folgen. Der Weg des Verkäufers führte sie in ein ärmliches, verlassenes Viertel voller Elend. In diesem Viertel verschwand der Verkäufer in einem verfallenen, alten Haus. Die Freunde beschlossen, bewaffnet und gestärkt wiederzukommen und die Missetaten ein für alle Mal zu beenden.

Am folgenden Tage trafen sie sich vor dem Haus und betraten es. Eine Luke samt Treppe führte in ein unterirdisches Tunnelsystem.
Dort begegnete ihnen abermals das seltsame Zeichen, bestehend aus einem Viereck, einem Kreis und einem Dreieck. Was sie nicht wussten, war, dass dieses auf den Boden gemaltes Zeichen ein Auslöser für eine Falle war. Plötzlich erschien an einer Wand der Kopf einer Frau, die wiederrum zwei weniger nette Gesellen 'ausspuckte':
Oowok und und Hexo, zwei missgestaltete Menschen, die optisch und physisch stark aufgewertet zu sein schienen und sich von nun an "Schlächter" nannten.
Ein Kampf in den engen Tunnelsystemen entbrannte, denn der Rückweg war durch die riesigen Feinde versperrt. Unseren Helden gelang es jedoch, die Ungetüme zu erledigen und zu dem Raum vorzudringen, in dem die Zeremonienmeister des Kultes warteten, in deren Falle sie getappt waren. Wohl oder übel machte die Gruppe Bekanntschaft mit einem Geschwisterpaar namens Malandra und Kraixos, wobei es sich bei der Ersten um eine geistesgestörte Sadomasochistin und bei dem Zweiten um einen eher zurückhaltenden, jedoch kompromisslosen Sadisten handelte.
Diese beiden schienen für das ganze Spektakel verantwortlich zu sein. Doch ehe sich unsere Helden an ihnen rächen konnten, warteten zwei weitere Schlächter auf sie.
Bei dem einen handelte es sich um eine arg dehumanisierte Person, deren Körper von einem riesigen Mund dominiert wurde und den Malandra ganz liebevoll "Hunger" taufte.
Der andere war einigen Halbgöttern und auch Juan noch wohlbekannt. Es war Rotauge, Juans ehemaliger Kumpane, der jedoch nicht mehr der Alte zu sein schien. Er war größer, deutlich muskulöser und anscheinend interessierte es ihn herzlich wenig, dass sie einmal so etwas Ähnliches wie Freunde waren. Auf Auroras Wunsch hin, verdrückte Juan sich, für den es hier eindeutig zu gefährlich wurde.
Ein wilder Kampf entbrannte, wobei sich Aurora und Sebastian vorzugsweise um Rotauge kümmerten und Nayla, Silentia und Surtur sich mit dem Hunger herumplagten, der zunehmend versuchte, das Katzenmädchen zu verspeisen. Baghira wurde zu ihrem Leidwesen nach einigen Minuten von Rotauge vorerst Schach-Matt gesetzt. Shira kümmerte sich in der Zeit vorzugsweise um die Krankenpflege ihrer Kollegen. Natürlich waren da auch noch die anderen, niederen Kultisten, die ebenfalls besiegt werden mussten und sich mit Elixieren wehrten.
Nach einiger Zeit war der Sieg jedoch wieder auf der Seite unserer Gruppe.
Dabei entfuhr Malandra etwas, was unsere Helden bisher nicht wussten: Die Blut-Opfer in Ägypten, Helia und schlussendlich Asien waren auf dem Mist einer Organisation gewachsen, die sich der "Kult der Gestirne" nannte.
Doch niemand wollte sich einschüchtern lassen. Sie begannen gegen das Geschwisterpaar zu kämpfen, was anfangs ziemlich aussichtslos erschien. Während sich Kraixos als ein brillianter Stratege herausstellte, schien Malandra gegen jede Art von Schmerz gefeit, indem sie ... nun ... Sie verspürte des Öfteren den Hauch eines Orgasmus.
Als unsere Helden dann jedoch das Blatt wendeten und tatsächlich kurz die Oberhand gewannen, fusionierten die Geschwister urplötzlich zu einem zweiköpfigen Drachen. Dieser suchte das Weite und verließ die Höhle durch die Decke. Unsere Helden nahmen natürlich die Verfolgung auf und fanden sich plötzlich auf den Dächern Sabaylon wieder, wo der Endkampf begann.
Mit der Macht des Feuers bekämpfte der Drache unsere Gruppe und fügten insbesondere Sebastian und Baghira schwere Branntwunden zu. Seit diesem Tage war die schöne Asiatin im Gesicht mit einer Brandnarbe geziert.
Doch schließlich gelang es Aurora, während ihre Freunde die Köpfe des Drachen ablenkten, ihren Säbel in das gemeinsame Herz des Drachen zu bohren, woraufhin er nach einer vernichtenden Schluss-Attacke endlich verstarb. Neben wertvollen Alchemie-Rohstoffen erhielten unsere Halbgötter einen Schub göttlicher Macht und konnten dem Kult der Gestirne ein weiteres Mal Einhalt gebieten.
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Janine
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BeitragThema: Re: Chronik   So Dez 23, 2012 1:14 am

Die Söhne des Nordens



Mysteriöse Gerüchte verbreiteten sich in Sabaylon. Angeblich hatten mehrere Personen unabhängig voneinander ein drachenartiges Wesen beobachten können, was an der nebligen Gespensterküste sein Unwesen trieb. Diese seltsamen Sichtungen, so vermutete zumindest die asiatische Regierung, hätten ganz gewiss etwas mit der unerwarteten Ausrottung und Verwüstung eines kleinen Fischerdorfes zu tun.
Nun fürchtete man sich um das Wohlergehen einer der wichtigsten und größten Hafenstädte Asiens: Funabashy. Denn anscheinend kehrten einige ausfahrende Fischerboote plötzlich nicht mehr zurück...

Aurora bekam von diesen Gerüchten Wind und sah nur eine Erklärung darin: Piraten wussten genau, dass man auf Ost-Gumega lieber nicht segeln sollte, da es immer wieder Schiffe gab, die ausfuhren und nie wieder heim kehrten. Und nun wurde ein drachenähnliches Geschöpf entdeckt, was angeblich daran Schuld sein sollte. Für die Blondine war klar, dass dies endlich die Chance sein könnte, Ost-Gumega von Gefahren zu säubern, sodass die Piraten auch diesen Teil des Meeres endlich erobern konnten.
Sie setzte ihre Hoffnungen in Juan, Sebastian, Kallos, Shira, Surtur und Sethos, die sie nach Funabashy begleiteten, um dort möglicherweise schlauer zu werden.
Ein alter Mann saß einsam auf einer Bank am Hafen, während die übrige Stadt im Nebel versank und wie ausgestorben wirkte. Er sagte, er sei sich ziemlich sicher, dass Funabashy noch heute fallen würde und erwartete mit Seelenruhe sein eigenes Ende.
Die Halbgötter versprachen, sich zum das Problem zu kümmern und brachen zum Strand auf. Bereits nach wenigen Minuten - die Sonne war mittlerweile hinter dem Horizont verschwunden - tauchte der Kopf eines Drachen aus dem Nebel auf.
Doch es sollte anders kommen als erwartet.
Dieser Drache entpuppte sich als der Bug eines Schiffes, eines, was selbst Aurora in ihrem ganzen Leben noch nie gesehen hatte.
Aus diesem Schiff strömten in Scharen kampfeslustige Männer in fremden Trachten und mit Helmen, die mit Hörnern versehen waren.
Mit verwirrenden Schlachtrufen wie "Für Odin!" überraschten sie unsere Halbgötter und ein harter Kampf entbrannte.
Es stand fest, dass diese seltsamen Männer nicht die Ursache für die Gefahren sein konnten, die Ost-Gumega verbreitete. Genau betrachtet wussten die Piraten bereits seit Urzeiten, dass es töricht sei, im Osten zu segeln und wenn diese seltsamen Männer daran Schuld wären, warum griffen sie erst jetzt Hafenstädte an?
Nein, sie konnten für diese uralte Gefahr nicht verantwortlich sein. Und dennoch waren sie es, die die Städte überfallen und geplündert hatten. Aus diesem Grund machten die Halbgötter sie dem Erdboden gleich.
Ihr Anführer blies hin und wieder in ein magisches Horn und verlieh seinen Männern dadurch Kampfeskraft, doch am Ende unterlagen sie der Macht unserer Halbgötter.
Doch die offenen Fragen blieben.
Wer waren diese mysteriösen Männer, die optisch in keine bekannte Kultur passten und die unbekannte Namen anbeteten?
Warum segelten sie über Ost-Gumega, wo es doch so gefährlich war?
Wo kamen sie her? Warum waren sie hier?
Und wieso nannten sie sich die "Söhne des Nordens", wo Asien doch der nördlichste Punkt des Kontinents war?
Eine Vermutung hatten die klugen Köpfe unter ihnen doch geäußert: Wenn es niemand wagte, Ost-Gumega zu erforschen, wer sagte, dass es dann nicht irgendwo hoch im östlichen Norden nicht noch unentdecktes Land gäbe?
Das sollten sie noch früh genug erfahren.
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BeitragThema: Re: Chronik   So Dez 23, 2012 1:15 am

Ein kleines Wunder



Im Palast des Goldenen Drachen stand die Zeit während der vielen Abenteuer ihrer Freunde natürlich auch nicht still.
Chochokpi bereitete sich gerade fleißig auf seine Prüfung vor, Ilya sonnte sich friedlich unter einem Baum und Antares kam gerade vom Training, als es plötzlich passierte.
Der ein wenig angetrunkene Kamui traf neben Zahra und Ilya auf die im achten Monat schwangere Janine, die striktes Aufregeverbot bekommen hatte.
Das lag nicht zuletzt daran, dass während ihrer Schwangerschaft nicht alles mit rechten Dingen zuging: Sie litt zunehmend unter Bauchschmerzen aufgrund des Stresses und gelegentlicher Fehler zu Beginn ihrer Schwangerschaft (Sie kämpfte gegen Vadenta *räusper* Sehr unvernünftig!). Sie schwebte in akuter Gefahr, zu früh zu gebären.
Aus diesem Grunde zog sie sich oft in die Natur zurück, um zu entspannen. Dies war auch heute ihr Plan, doch hätte sie geahnt, was passieren würde, hätte sie sich in ihrem Zimmer eingeschlossen.
Als Kamui ihr begegnete, merkte man ihm an, dass er auf Streit aus war, da er sich prompt mit Ilya anlegte.
Als dann noch Antares zu ihnen stieß, eskalierte die Situation. Kamui machte Antares plötzliche Vorwürfe, er würde sich nicht genügend um Janine sorgen. Dies wollte der Sohn der Sachmet natürlich nicht auf sich sitzen lassen und griff den Zeus-Sprössling Hals über Kopf an. Ein heftiger Kampf entbrannte, der laut Antares Worten nur mit dem Tod Kamuis enden konnte.
Janine war außer sich und bat die beiden flehend, aufzuhören, doch man schenkte ihr keine Aufmerksamkeit. Zahra und Ilya wollten die aufgelöste Tochter der Aphrodite zu ihrer eigenen Sicherheit und auch der Sicherheit ihres ungeborenen Babys vom Kampfplatz entfernen, doch diese weigerte sich aus Angst, Antares oder Kamui verlieren zu können.
Ihre Aufregung steigerte sich bis sie plötzlich vor Schmerzen zusammenbrach. Die Wehen setzten ein. Mehr als einen ganzen Monat zu früh.
Dieses Geschehen veranlasste Antares und Kamui endlich dazu, aufzuhören und Janine ins Krankenzimmer zu bringen.
Sofort schafften einige Pflegerinnen und ein Heiler die Tänzerin in ihr Zimmer und bereiteten alles für die Geburt zu.
Antares, Kamui und Zahra warteten währenddessen die ganze Nacht auf heißen Kohlen vor Janines Zimmer, die aus Scham dringlichst darauf bestanden hat, niemanden hineinzulassen.
Die Geburt kostete der Brünette jegliche Kräfte. Ihre göttlichen Mächte gingen unkontrolliert mit ihr durch und kosteten dem Heiler aufgrund des plötzlichen Austretens ihrer Aura sein Gemächt, was jedoch schnell wieder hergestellt werden konnten. Von nun an kümmerten sich allerdings nur noch Frauen um die Gebärende.
Die Geburt verlief reibungslos und nach wenigen weiteren Stunden erblickte die kleine Kiara das Licht der Welt.
Mit zarten 28cm war das Frühchen viel zu klein für ein normales Baby, doch es zeigte bereits den mächtigen Willen, zu leben.
Von nun an stand es fest, dass Kiara besonders viel Fürsorge und Wärme brauchen würde, um gesund und munter zu werden wie es sich für ein Kind der Liebe und des Krieges gehörte.
Janine konnte ihr Glück kaum fassen, dass alles gut gegangen war und dieser kleine Käfer nun ihr Ein und Alles sein würde.
Jeder, allen voran Antares, der stolze Papa, schloss das kleine, rothaarige Wunder in sein Herz.
Wir sind gespannt wie sich Kiara entwickeln wird.
Ob sie eine liebenswerte, quirlige Prinzessin wie ihre Mutter wird? Oder eher eine raue, mutige Kämpferin wie ihr Vater? Oder doch ganz anders?
Die Zeit wird es zeigen.
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Janine
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BeitragThema: Re: Chronik   So Dez 23, 2012 1:16 am

Das Turnier der vier Himmel (Teil III) - Das Finale



Nach einem spannenden Halbfinale, welches das Team Mystica Semideus und das Team Die Erhabenen des Himmels für sich entscheiden konnte, folgte das Ereignis, auf was nicht nur die asiatische Nation gespannt war: Das große Turnier-Finale mit anschließender Sieger-Ehrung und der Krönung der neuen Himmelskönige und -königinnen.
Doch bis dahin würde es noch ein hartes Stück Arbeit werden und eines stand fest: Die Erhabenen des Himmels waren mit allen Wassern gewaschen. Als überlegene Halbgötter mit unfassbaren Fähigkeiten hielten sie jeden einzelnen unseres Teams gnadenlos auf Trab.
Die Prüfungen wurden von den nicht antretenden Kameraden und Kontrahenten der Teilnehmer von einer Loge im Stadion aus beobachtet. Das Geschehen konnte über große, magische Bildschirme stets live und in Farbe verfolgt werden.

Erste Prüfung: Pfad der Kraft
Zur ersten Prüfung trat das ägyptische Kraftpaket Antares gegen den asiatischen Schwergewichtsmeister Makalu an. Ziel der Prüfung war es, sich durch eine Pyramide nach oben zu ihrer Spitze zu kämpfen, wo ein Finaler Faustkampf der Kontrahenten stattfinden sollte. Der rothaarige Kriegsgott schlug sich alles andere als schlecht. Der Rakshasa im ersten Raum wusste vermutlich gar nicht, wie ihm geschah, als Antares ihn gnadenlos zerschmetterte und auch dem Minotauren in Raum 2 ging es da nicht anders. Die drei Anubiter im letzten Raum machten Antares schon mehr zu schaffen, doch auch diese ließ er mit etwas Zeitaufwand hinter sich zurück. An der Pyramidenspitze angekommen, traf er auf Makalu höchstpersönlich, der Antares beeindruckende Leistung sogar noch überboten hatte und bereits eine Weile wartete. Das Duell der Giganten konnte beginnen und auch hierbei blieb kein Auge trocken. Monströse Kräfte wurden von beiden Seiten entfesselt und die Kontrahenten überraschten einander mit schier grenzenloser Power. Doch schließlich gelang es Makalu, Antares in die Knie zu zwingen und schmetterte ihn einmal quer durch das Pyramidengebilde.
Damit stand es eins zu null für die Erhabenen des Himmels dank Makalus felsenharten Argumenten.

Zweite Prüfung: Rennen ohne Grenzen
Die zweite Prüfung sollte die Wende versprechen, denn das asiatische Finanzgenie Sulin trat gegen die ungeschlagene Wasserkünstlerin Cho-Oyu in einem Wettrennen an. Während Cho in einer schier endlosen Sandwüste startete, musste sich Sulin durch einen Urwald kämpfen. Ziel war es, möglichst schnell das magische Portal in der jeweils gegenüberliegenden Welt zu erreichen. Die gelenkige Körperkünstlerin schlug sich wacker durch die immergrüne Ebene und widerstand sogar der Versuchung, auf einen Crocotta hereinzufallen. Das Gebirge machte ihr da schon deutlich mehr zu schaffen, zumal sie von einer Bande gieriger Raisabasilisken verfolgt wurde. Währenddessen quälte sich Cho-Oyu mehr schlecht als recht durch die Wüste, die ihrem wässrigen Gemüt gar nicht behagte, doch begeisterte sie das Publikum im Dschungel wiederum mit einer grandiosen Wasser- und Eis-Show, indem sie sich den Fluss und die Luftfeuchtigkeit zu Nutzen machte. Cho-Oyu lag ganz klar in Führung, da sie im Gegensatz zu Sulin auf den Umweg über das Gebirge verzichtet hatte, doch ließ sie sich schlussendlich vom Crocotta ablenken, wodurch Sulin im wahrsten Sinne des Wortes um Haaresbreite gewann.
Damit stand es eins zu eins dank Sulins vorbildlichem Ehrgeiz.

Dritte Prüfung: Irrweg ans Licht
In der dritten Prüfung trat der griechische Wunderschmied Zeilon gegen den wahnsinnigen Giftmischer Lambha Pahar an. Ziel der Prüfung war es, aus einem unterirdischen Labyrinth den Weg zurück ans Licht zu finden und dabei schwierige Rätsel und knifflige Aufgaben zu lösen. Während Zeilon gewissenhaft startete und seinen Vorsprung nutzte, um sich ein Bild von seiner Umgebung zu machen, döste der länger schlaflose Konkurrenz-Alchemist lieber noch eine Weile vor sich hin. Mit einem kühlen Kopf kämpfte sich Zeilon durch das Labyrinth und wurde zur Freude seiner Kameraden und sicher auch zu seiner Freude von etwaigen Monster-Begegnungen verschont. Doch schon bald sollte der sanftmütige Riese viel größere Probleme bekommen, denn Lambha Pahar war erwacht und wie Zeilon felsenfest entschlossen, zu gewinnen. Zudem wurde er seinem Namen als 'Ein-Mann-Armee', die bereits die Völkerball-Vorprüfung im Alleingang gewonnen hatte, mehr als gerecht. Unser Schmied wurde von diversen, mit Seuchenwaffen ausgestatteten Doppelgängern Lambha Pahars und dazugehörigen Kyonshis geradezu belagert und unterlag schlussendlich dem Gift und ihrer Überzahl.
Während Zeilon von mächtigen Gegnern eingekreist war, war Lambha Pahar in der Lage, das Rätsel des Labyrinths zu lösen und erreichte noch vor Zeilon den Ausgang.
Damit stand es zwei zu eins dank Lambha Pahars ganz spezieller Schizophrenie.

Vierte Prüfung: Ein schreiniger Weg
In der vierten Prüfung trat der gutmütige Haustierdrache Chochokpi gegen den geschickten Meisterjäger Nanga Parbat an. Aufgabe der beiden war es, in einem felsigen Hochlandgelände mit teilweise dichtem Baumwuchs einen versteckten Tempel zu finden und die darin befindliche Glocke zu läuten. Die Kontrahenten bedienten sich an ihrer Levitation und machten sich sogleich auf die Suche. Von einem gemeinen Dschinn in die Irre geführt, verlor Chochopki wertvolle Zeit, doch auch Nanga Parbat wurde von einem Monster, einem sechsbeinigen Jaguar aufgehalten, den er jedoch meisterlich zu erlegen wusste. Nach einer Weile durchschaute auch Chochokpi den Trick des Dschinns, der ihn in einen falschen Tempel geschickt hatte und konnte dem Trug entkommen. Leider fiel er ebenfalls sechsbeinigen Tezcatlipoca-Söhnen zum Opfer und musste sich kämpferisch gegen diese durchsetzen.
Zum Ende jedoch gelang es Chochokpi, die Glocke im Tempel, der sich in einem spitzfelsigen Bergmaul befand, mit einer Nasenspitze voraus zu läuten, ehe Nanga Parbats Pfeil sie erreichen konnte und somit gewann Chochopsi mit einem glorreichen RABABADUSCH!
Damit stand es zwei zu zwei Dank Chochokpis geflügeltem Eifer.

Fünfte Prüfung: Tanz der Sinne
Zur fünften Prüfung trat die akrobatische Schöne Janine gegen das wilde Biest Dhaulagiri an und musste sich durch einen mit Fallen und Rätseln gestückten Tempel bis hin zum Ausgang kämpfen. Während die erste Aufgabe ein gutes Gehör verlangte und darauf abzielte, dass die Halbgötter durch den Klang eines bestimmten Windspiels den rechten Weg finden würden, prüfte die zweite Prüfung ihre Kombinationsfähigkeit. Über in einer bestimmten Reihenfolge fallende Steinwürfel mussten die Kontrahenten zu einer Tür an der Raumdecke gelangen. Als nächstes mussten hölzerne Balken durchquert werden, die Janine sanft hinter sich ließ, während Dhaulagiri sie gnadenlos mit einem Krokodilskiefer zerbiss. Nach einem Wirrwarr von zu durchquerenden Laserstrahlen folgte ein Raum mit nummerierten Bodenplatten und unsichtbaren Wänden, die besonders der Tänzerin schwer zu schaffen machten. Betrat man ein falsches Feld, so wurde man Opfer einer speziellen Falle. Obwohl sich Dhaulagiri deutlich geschickter anstellte als Janine und äußerst verbissen an die Sache heranging, war das Glück diesmal tatsächlich mit den Dummen und die quirlige Tänzerin erreichte den Ausgang knapp vor dem asiatischen Monstrum.
Damit stand es zwei zu drei dank Janines akrobatischen Meisterleistungen.

Sechste Prüfung: Ei Opfer für ei nen Gott
In der sechsten Prüfung trat das Zweier-Team, bestehend aus Octavian und Ilya, gegen das dynamische Duo aus Kanchenjunga und Annapurna an. Ziel dieser Prüfung war es, ein Ei dem Gott Vasuki in einem Tempel zu opfern. Schnell trafen beide Teams auf eine Herde Sirrushs. Während sich Octavian das Ei schnappte und zu seinem Leidwesen dabei von einem Sirrush erwischt wurde, legte sich Ilya todesmutig mit Kanchenjunga an und bekam dabei so gnadenlos auf die Fresse, dass es schon beinahe traurig war, zuzuschauen. Somit stand Octavian ganz allein der geballten Elementpower des Gegner-Teams gegenüber, der er schließlich auch unterlag. Annapurna schnappte sich sein Ei und die Asiaten verschwanden in Richtung Tempel. Doch noch war nichts verloren, denn Janine griff als Joker in die Prüfung ein und rettete Octavian für kurze Zeit aus seiner Misslage. Doch auch sie konnte gegen Annapurna und Kanchenjunga nicht viel ausrichten, woraufhin die beiden schließlich gänzlich geschlagen wurden, während gerade Kanchenjunga mit fantastischen Feuer- und Eisüberraschungen überzeugte und gemeinsam mit Annapurna das Ei zum Schrein brachte.
Damit stand es vier zu drei dank Annapurnas und Kanchenjungas elementarer Zusammenarbeit.

Siebte Prüfung: Spiegel der Seele
Die siebte Prüfung sollte schließlich über Sieg und Niederlage entscheiden und das Trio Infernale, bestehend aus Kamui, Zahra und Mara traten gegen die asiatische Union aus Sagarmatha, Lhotse und Manaslu an. Jeder Teilnehmer bekam einen Halbgott zur Unterstützung mit, wobei Janine mit Kamui, Antares mit Zahra, Octavian mit Mara, Kanchenjunga mit Sagarmatha, Makalu mit Manaslu und Nanga Parbat mit Lhotse kämpfte. Ziel der Prüfung war ein Satz: Die anderen zu töten ist der Schlüssel. Da es eigentlich verboten war, die Gegner zu töten, mussten unsere Halbgötter rätseln. Doch allmählich stellte sich heraus, dass die unterstützenden Halbgötter weniger Unterstützung waren als viel mehr Verderben. Als Freunde getarnte Spiegelgolems provozierten die Teilnehmer und stellten sie auf eine harte Probe: Die Freunde mussten getötet werden. Sobald ein Spiegelgolem starb, gab er einen Schlüssel frei, von dem jeweils drei Stück in ein Tor passten, welches mitten in einer hohen Graslandschaft stand. Die Spiegelgolems wurden allesamt bis auf Nanga Parbat getötet und hinterließen mehr oder weniger große, seelische Wunden bei den Teilnehmern. Doch am Ende war es das Team Mystica Semideus, was den Sieg errungen hatte, da sich der friedliebende Lhotse schlichtweg weigerte, zu töten.
Damit stand es vier zu sechs dank Zahras, Kamuis und Maras zwar nicht ganz kameradschaftlicher, jedoch kämpferisch vorbildlicher Darbietung.

Somit stand es fest:
Das Team Mystica Semideus gewann das große
Turnier der vier Himmel!!!

Antares, Janine, Kamui, Octavian, Zahra, Sulin, Mara, Zeilon und Chochokpi wurden unter tosendem Applaus zu Himmelskönigen und -königinnen gekrönt und genossen von nun an alle Vorzüge, die dieser Titel zu bieten hatte: Vergünstigungen, Ansehen und natürlich die Macht, die Höhle des Geistes zu betreten.
Zudem erhielten alle das Emblem der vier Himmel, welches sie ewig an ihre grandiose Leistung erinnern sollte.

Herzlichen Glückwunsch, Team Mystica Semideus!

Und zum Anschluss an das Turnier wurde der große "Festball der vier Himmel" veranstaltet, um die aufregende Zeit ausklingen zu lassen.
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BeitragThema: Re: Chronik   So Dez 23, 2012 1:21 am

Der Festball der vier Himmel



Der Festball der vier Himmel war wie jedes Mal absolut einzigartig und sollte unvergessen bleiben. Die schönsten Frauen in den elegantesten Kleidern und die edelsten Männer in den fantastischsten Anzügen befanden sich im großen Ballsaal und tanzten zur erstklassiger Musik miteinander. Alle Finalisten, sowie das Herrscherpaar inklusive des Großwesirs, Teile des Hochadels und andere wichtige Persönlichkeiten waren selbstverständlich eingeladen worden. Außenstehende hatten während dieses Abends wie gewöhnlich keinen Zutritt zum größten Festsaal Asiens. Ausgewählte Musiker und Tänzerinnen sorgten für das Unterhaltungsprogramm auf der große Bühne im Saal und erfreuten die Gäste mit grandiosen Darbietungen. Erlesene Speisen und Getränke waren im abgetrennten Essbereich vorzufinden, welchen die Leckermäuler Dhaulagiri und Mara immerzu beansprucht hatten.
Es gab genügend Sitzgelegenheiten, zu denen ebenfalls eine Bank mit gemütlichen Sitzkissen zählte, die den großen Brunnen im Saal umrahmte. Ein kleiner Garten grenzte an den Saal und bot den Paaren einen angenehmen Rückzugsort. Während der Ball mit professionellen Tänzen eher romantisch startete, ging es im Laufe des Abends immer ungezähmter vor, bis Annapurna die Finalisten schließlich zu einem vielversprechenden Spiel Wahrheit oder Pflicht einlud.
Wahrlich war dieser Ball für viele Gäste einer der vielen Höhepunkte des Turniers und es stand unmittelbar ab diesem Zeitpunkt fest, dass sich einige doch sehr innige Freundschaften und Verbindungen gebildet hatten.







Das Panoptikum



Als wäre eine Festlichkeit nicht genug für die feierwütigen Halbgötter, fand kurz nach dem Abschluss des Turniers ein Jahrmarkt statt, auf dem sich Janine, Silentia, Zeilon, Baghira, Octavian, Zahra, Antares und Leatrice zusammengefunden hatten, um zwischen den Ständen durch die Straßen hindurch zu schlendern und sich einen gemütlichen Abend zu machen. Die Gemütlichkeit war allerdings schnell vorbei, als die Gruppe auf ein ulkiges Kuriositätenkabinett aufmerksam wurde, welches unbedingt erkundet werden musste.
Auf den ersten Blick schien das außer ihnen menschenleere Kabinett einerseits wie eine "normale" Jahrmarktsattraktion, doch bei genauerer Betrachtung waren die Ausstellungsstücke wie Augen, Hirne oder andere eklige Dinge neben ganz alltäglich lustigen Dingen doch etwas skurril.
Als die Halbgötter den Laden durch die Hintertür verlassen wollten, gelangten sie statt nach draußen in einen Hinterraum, der wie eine schaurige Puppenstube eingerichtet war. Zwei Puppen saßen als Clowns verkleidet an einem Tisch und sollten wohl den Anschein erwecken, als hielten sie gerade eine Teeparty ab, als sie plötzlich wie von Geisterhand zu schweben begannen und die Halbgötter mit versteckten Klingen angriffen. Diese versuchten sich zu wehren, doch durch irgendeinen Spuk wirkten ihre Fähigkeiten genau umgekehrt, sodass Antares plötzlich so schwach wie ein Mädchen war und Janine im Schneckentempo durch den Raum schlich. Auch Leatrice hatte mit der seltsamen Magie zu kämpfen, als plötzlich ihre kindliche Persönlichkeit Lulani aus ihr hervorkroch.
Schlussendlich zeigte sich der Urheber dieser Aktion - ein Mann in einem Harlekinkostüm und gleichzeitig ein magischer Puppenspieler. Aufgrund seiner Schminke war er für die Halbgötter nicht sofort zu erkennen, jedoch entpuppte er sich schließlich als Uruk, dem die Halbgötter schon mehrmals begegnet waren und der sich nun als Mitglied des Kults der Gestirne offenbarte. Bereits in früheren Begegnungen hatte er ihnen oft Ärger gemacht und nun war er stärker als je zuvor zurückgekehrt. Er nutzte seine magischen Puppenspielerfähigkeiten, um die beiden fliegenden Clowns, bei denen es sich in Wirklichkeit um die toten, echten Besitzer des Kabinetts handelte, zu kontrollieren. Allerdings übte er auch mit Hilfe seiner Puppenspielertricks Kontrolle über die Halbgötter aus und entpuppte sich als bedrohlicher Gegner, der jedoch schlussendlich dadurch gestoppt werden konnte, als jemand erkannte, dass der ganze Raum magisch aufgeladen war und dass die Magie des Raumes die Quelle von Uruks Kraft war. Aus diesem Grund rissen die Halbgötter mit vereinten Kräften die Wand ein, woraufhin der magische Raum an Substanz verlor und kollabierte. Uruk konnte daraufhin vernichtet werden, womit die Halbgötter wieder einen Feind weniger hatten. Erleichtert und erst einmal bedient, was Kuriositäten betraf, gelangten die Halbgötter zum Ausgang und verließen das Panoptikum auf schnellstem Wege.


Zuletzt von Janine am Do Nov 27, 2014 11:03 pm bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Chronik   So Dez 23, 2012 1:23 am

Die Kriegserklärung der Nordsöhne



Eines recht ruhigen Tages, das Turnier der vier Himmel war längst vorbei, geschah es plötzlich, dass der vermeintliche Frieden in Asiens Hauptstadt Sabaylon vom Eintreffen mächtiger Feuerbälle gestört wurde. Die Menschen gerieten in Panik, einige wurden sogar von den Flammen verletzt, ein paar Häuser wurden stark demoliert. Einige Halbgötter, darunter Janine, Antares, Chloe und Aurora wollten nach dem Verursacher des Übels suchen und liefen in die Richtung, aus der die Feuerbälle gekommen waren. Noch auf dem Weg dorthin erhielt Visionärin Chloe eine Vision: Funabashy steht in Flammen!
Sofort eilten die mutigen Helden dorthin und trafen auf einige Bewohner der noch intakten Stadt, die erschrocken aufs Meer starrten und felsenfest behaupteten, die Feuerbälle seien vom Meer gekommen. Auch Cho Oyu, die ebenfalls in Funabashy aufgewachsen war, befand sich samt Familie unter den Menschen und war bereits von der Meister-Visionärin Sagarmatha vorgewarnt worden.
Die Halbgötter mussten nicht lange warten und ein Boot, ein Boot der Nordsöhne, legte am Hafen an. Ein Botschafter der Söhne und Töchter Midgards, wie jener bildschöner Arik sein Volk bezeichnete, machte den Anwesenden ein Friedensangebot. Da sein Volk seit Jahrhunderten in südöstlicher Richtung ihres Landes, welches den Namen Eisland trägt, nach neuem Land suchten, doch die Schiffe stets aufgrund des "Ost-Gumega-Fluches" nicht mehr wiederkehrten, richteten sie sich allmählich mehr nach Richtung Westen und stießen vor einiger Zeit auf die Küste Asiens. Der König ihres Volkes besteht jedoch nun auf den Besitzanspruch, was das Eiland betrifft. Somit stellte Arik die Bewohner Asiens samt unserer Halbgötter vor die Wahl:
Entweder sie würden sich ihnen unterwerfen und Odin als obersten Gott anerkennen oder es würde Krieg geben.

Die Halbgötter ließen sich diese Frechheit natürlich nicht gefallen, weshalb Arik im Namen des Midgard-Königs Asien den Krieg erklärte.
Auf seine Worte hin lichtete sich der die Geisterküste umgebende Nebel und gab die Sicht auf unzählige Schiffe frei, die die gesamte Ostküste Asiens zu belagern schienen, besetzt mit kampflustigen Männern, die zwar menschlich waren, aber doch viel kräftiger.
Ein heftiger Kampf um Funabashy entbrannte, den unsere Halbgötter aufgrund der gegnerischen Überzahl jedoch nicht gewinnen konnten. Somit suchten sie ihr Heil in der Flucht und gaben die wichtigste Fischereistadt des asiatischen Reiches auf, die ohne Zögern von den Midgardsöhnen überrannt wurde.

Dank Sagarmatha wurde der Maharadscha früh informiert und sandte Postfalken nach Ägypten und Griechenland, um um militärische Unterstützung zu beten, doch diese Bitte wurde nur von Ägypten Folge geleistet.
Sabaylon befand sich nun in einer sehr ernsten Lage.
Die Stadtmauern waren hoch und stabil, doch wie lange sollten sie dieser vielen Belagerern standhalten können?
Und vor allem: Wieso war Griechenland dem Hilferuf des Maharadschas nicht nachgekommen?

Viele Fragen standen offen, doch für das Erste beschlossen unsere Halbgötter, sich einem Heer anzuschließen und mit ihnen für Asien zu kämpfen!
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BeitragThema: Re: Chronik   Mo Mai 27, 2013 9:37 pm

Der Sturm




Die Angriffe der Nordsöhne auf die asiatische Hauptstadt verebbten in den nächsten Tagen keineswegs. Im Gegenteil: Sabaylon geriet durch die zahlenmäßige Übermacht des Feindes zunehmend in eine prekäre Situation. Das asiatische Heer hatte sich nunmehr ausschließlich in der Stadt verschanzt und konzentrierte sich darauf, die Stadt von innen gegen den äußeren Angriff zu verteidigen. Besonders das Osttor wurde zum Ziel der kriegerischen Nachbarn im Norden, sodass unsere Halbgötter beschlossen, in erster Linie jene Seite der Stadt mit aller Macht zu beschützen. Doch nicht nur der Feind machte der Gruppe zu schaffen.
Zu allem Übel wurde die Törtchenliebhaberin Chloe von einer Vision heimgesucht, die Kanchenjunga zeigte, wie er im Kampf gegen einen unbekannten Feind, der schier gänzlich in einem seltsamen Rauch eingehüllt war, sein Leben ließ. Besonders Janine, die eine für viele nicht nachvollziehbare Schwäche für den grünhaarigen Attentäter hatte, litt unter dieser Vision und setzte sich von diesem Tag energisch dafür ein, den „Rauchmann“ zu finden und zu vernichten, ehe er Kanchenjunga etwas anhaben konnte. Doch bisher gab es weder Hinweise auf seinen Verleib noch auf seine tatsächliche Existenz. Zudem beanspruchte der derzeit herrschende Krieg jegliche Aufmerksamkeit unserer Kampftruppe.
Nach wenigen Tagen erreichte schließlich die ägyptische Armee das asiatische Reich, fest entschlossen, Sabaylon in Zeiten der Not beizustehen. In Folge dessen wurde Antares, ehemaliger Hauptmann der Armee, der momentan als freiberuflicher Söldner tätig war, gebeten, sein ehemaliges Amt wieder aufzunehmen. Doch dieser gab sich mit dem Dasein als Hauptmann nicht mehr zufrieden und nutzte die heikle Kriegslage zu seinen Gunsten. Zusatzklauseln, die er selbst formulierte, erlaubten ihm schließlich, in seinem militärischen Rang bis hin zum General aufzusteigen. Selbstverständlich erhielt er eine eigene Abteilung des ägyptischen Heers, welches nunmehr seiner Führung unterlag.
Die Konzentration der Halbgottgruppe verlagerte sich seit diesem Tage vom Osttor auf das Südtor, welches es nun unter Antares Kommando zu verteidigen galt. Bereits in den ersten Tagen der Zusammenarbeit mit dem ägyptischen Heer entstand eine Antipathie zwischen der Ordonanzoffizierin Adeela Donna, die Antares als Untergeordnete selbstverständlich sehr nahe stand, und der Tänzerin Janine, der diese Tatsache gegen den Strich ging. So wurde die ohnehin angespannte Stimmung im Kriegslager zusätzlich durch leichte Anflüge von Zickenkrieg getrübt.
Doch dieses zum Scheitern verurteilte Verhältnis beider Frauen sollte bereits nach kürzester Zeit beendet werden. Antares sandte einen Speertrupp unter Adeela Donnas Führung in Richtung Osten aus, um die sichere Zone um das Südtor herum zu erweitern. Allerdings wurde das Heer auf seiner Mission in einen ungleichen Kampf gegen die Nordsöhne verwickelt, in dem einige ägyptische Soldaten ihr Leben ließen. Ein Feind jedoch stach besonders aus der Masse heraus. Als Berg von einem Mann legte sich der Flottenkommandant der Nordsöhne, Uwogin, mit der Ordonanoffizierin an und bereitete ihrem Dasein ein Ende, indem er sie gnadenlos mit einem einzigen Schlag pulverisierte. Sofort beschloss Antares den Rückzug und hielt den überlebenden Soldaten gemeinsam mit dem multiplen Talent Leatrice den Rücken frei.
Dieses Erlebnis lastete schwer auf dem neuaufgestiegenen General, der es nicht verkraften konnte, dass wegen seines Fehlers, so viele Soldaten ihr Leben lassen mussten. Nach einer Zeit des seelischen Rückzugs entbrannte der unterdrückte Zorn in ihm, der dazu führte, dass ihm in einer Halluzination sein Vater begegnete. Dieser kritisierte das angeblich zu nachsichtige Benehmen seines Sohnes und klassifizierte ihn als nicht würdigen Nachfolger seiner selbst. Diese Halluzination, von der Antares zu diesem Zeitpunkt noch niemandem etwas erzählte, sollte seine Entwicklung in jener Schlacht noch maßgeblich beeinflussen.
Bereits in den nächsten Tagen zeigte Antares, dass er seinen bisherigen Herrschaftskurs nicht beibehalten würde. Er begann, unter seinen Untergebenen und dem dazugehörigen Tross Angst und Schrecken zu sähen, indem er die Anführerin der ansässigen Huren gnadenlos erschlug. Seine Strategie sollte Wirkung zeigen, da sich die Soldaten ab diesem Zeitpunkt weitaus weniger Ausschweifungen erlaubten, was dazu führte, dass die Huren von dannen zogen, als sie merkten, dass sie hier nicht mehr über die Runden kommen würden.
Einige Zeit später trug es sich zu, dass einige Späher vereinzelte feindliche Gruppen in der Nähe des Waldes, in dem Antares Heeresabteilung ihr Lager aufgeschlagen hatte, wahrnahmen. Der General befahl den Angriff, woraufhin seine Halbgottfreunde und einige Soldaten das Lager der ansässigen Nordsöhne stürmten und bis auf drei Gefangene sämtliche Feinde vernichteten. Jene Gefangenen wurden im heimischen Lager auf Informationen über den Feind hin verhört. Dabei erfuhren die Halbgötter, dass die Nordsöhne planen, Sabaylon als militärischen Stützpunkt zu gewinnen. Dies veranlasste der kriegerische König Hargon, der jedoch nicht vor Ort war. Ebenfalls stand fest, dass noch mehr feindliche Boote ankommen würden und das Heeresangebot der Nordsöhne demnach noch lange nicht erschöpft war. Auf Janines Frage hin, ob sich unter den Nordsöhnen der „Rauchmann“ befand, antworteten die Gefangenen, dass ihnen eine solche Person nicht bekannt war.
Um kein Risiko einzugehen, nahmen sie den Gefangenen doch noch ihr Leben und gaben sich für einige weitere Tage dem beinahe schon alltäglichen Kriegsgeschehen hin.
Während die starken Halbgottkrieger Tag für Tag an der Front kämpften, sorgten die weniger geübten Halbgötter dafür, dass sämtliches Hab und Gut, sowie die Schwächeren unter ihnen den nötigen Schutz erfuhren. Baghira, die ihre neue Verwandlung in einen Gerfalken perfektionieren wollte, machte sich als Späher nützlich und zog ihre Kreise am Himmel, um eventuell auf Neuigkeiten zu stoßen. Nachdem es mehrere Tage lang verhältnismäßig ruhig war, überbrachte die schöne Asiatin ihren Kameraden plötzlich eine schockierende Nachricht: Die Belagerung Sabaylons und speziell die des zu verteidigenden Osttores war enorm angestiegen! Antares reagierte sofort und mobilisierte sein Heer, um anzugreifen. Janine jedoch geriet zunehmend in Panik und brachte sich zusammen mit ihrer Tochter und einigen Halbgott-Begleitern in Sicherheit bis das Schlimmste vorbei war. Antares Heer wurde von seinen Kameraden im Kampf gegen die neue Belagerung unterstützt, doch selbst mit geballter Halbgott-Kraft war der Fall Sabaylons nicht mehr zu vermeiden. Der mächtige Krieger Uwogin, der bereits Adeela Donna auf dem Gewissen hatte, zerstörte schlussendlich einen Teil der als unbezwingbar geltenden Stadtmauer Sabaylons und ermöglichte seinen Nordsöhnen dadurch, in die Stadt einzudringen. Frustriert von der Niederlage zogen sich die Halbgötter zurück, woraufhin auch wieder Janine mit Kiara zu ihnen stieß.
Langsam schwanden die Hoffnungen der Verteidiger hinsichtlich der Standhaftigkeit Sabaylons und auch die anfänglichen Schlachtpläne und Erfolgsstrategien schienen sich in Luft aufzulösen. So kam es dazu, dass sich vorerst ernst gemeinte Strategien in Wunschdenken verwandelten. Man bräuchte, so Kamui, eine ultimative Waffe, die alle Nordsöhne auf einmal vernichtet. Im Kontext dieser Worte fiel Antares die Legende ein, die sich um den sogenannten Herrscherstab ringt. Man erzählte sich, dass die Götter den Menschen einst den Herrscherstab vermachten, eine ultimative Waffe mit übernatürlichen Kräften, die in Zeiten großer Not Frieden stiften sollte. Viele hielten diese Legende für einen Mythos, doch einige wiederum glaubten an den Wahrheitsgehalt jener Geschichte. Man konnte nicht sagen, wieso Antares schließlich das Lager räumte und mit dem Heer über das intakte Westtor nach Sabaylon zurückkehrte. Glaubte er wirklich an die Existenz dieser Waffe oder fraß auch der Teufel in Zeiten der Not Fliegen? Jedenfalls reichte dieser Wunschtraum dazu aus, dass sich der ägyptische General gemeinsam mit Kamui, Leatrice und Mimy zum Palast des Maharadschas durchkämpfte, um ihm vorzuschlagen, nach dem Herrscherstab zu suchen. Das Oberhaupt Asiens stimmte dem Vorschlag der Halbgötter zu und bekräftigte den Wahrheitsgehalt der Legende, indem er der Gruppe erzählte, dass es fünf Schlüssel bedarf, um den Herrscherstab aus seiner Verwahrung zu befreien und dass jedes Landesoberhaupt einen der Schlüssel besaß. Er vertraute den Halbgöttern den Schwarzen Schlüssel an, der als Auftakt zur Suche nach den anderen Schlüsseln dienen sollte.
Die Gruppe beschloss, dass es das Beste sei, sich aufzuteilen und in Kleingruppen in die übrigen Länder zu reisen, um möglichst schnell alle Schlüssel zusammenzutragen. Während Baghira und Antares gen Ägypten zogen, blieb Janine mit Mimy und Kiara in Asien und verschanzte sich im Lager der Erhabenen des Himmels, die den Mädchen Schutz darboten. Kamui, Leatrice, Aurora, Zeilon und Enjia wiederum reisten zur Aztuura-Insel, während Zahra, Octavian, Nayla, Mara und Jokka Griechenland übernahmen.
Während ihre Freunde sich auf den Weg machten, teleportierte sich Janine mit Nanga Parbat nach Helia, um den dort vorhandenen Schlüssel ausfindig zu machen. Allerdings standen sie vor dem Problem, dass sie nicht zum Stadtrat vorgelassen und von den Palastwachen auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet wurden. Als diese jedoch das Emblem der vier Himmel in ihren Händen aufblitzen sahen, ließ man die beiden Halbgötter gewähren, die nur wenige Minuten später von den drei Ratsmitgliedern Dusan, Rynalkis und Gregorius empfangen wurden. Nach einer langen Diskussion erlagen die drei Männer dem diplomatischen Charme der schönen Brünette und beschlossen, ihr den Schlüssel auszuhändigen. Allerdings sollte Janine Gregorius im Gegenzug ebenfalls einen Gefallen tun. Er erzählte ihr von seinem Sohn, der nach dem Ableben seiner Mutter nicht ein einziges Mal mehr gelacht hat und den er gerne einmal wieder lachen sehen würde. Selbstsicher nahm Janine die Herausforderung an und wurde prompt mit dem dicklichen, miesgelaunten Rotzlöffel bekannt gemacht, an dem sie sich noch die Zähne ausbeißen sollte. Egal was sie auch tat, sei es Herumalbern, flirten, Witze erzählen oder Kunststücke vorführen, Gregorius Sohn schien nichts von dem auch nur ansatzweise zu gefallen. Anfangs gab sich der verwöhnte Knabe stets gelangweilt, doch als er unverschämt wurde, platzte auch Janine die Hutschnur und sie konnte einen Gefühlsausbruch nicht verhindern. Als sie ihn anschrie, ihm mit Schlägen drohte und ausrastete, freute sich der Junge plötzlich wie ein Schneekönig, angeblich aus dem Grund, dass seine geliebte Mutter ihn auch (aus verständlichen Gründen) stets nur angeschrien und geschlagen hatte. Die sichtlich fassungslosen Halbgötter erhielten schließlich den goldenen Schlüssel Helias und teleportierten sich nach Asien zurück. Da Janine nun auf den goldenen Schlüssel Acht gab, überreichte sie Sulin, die mit Eifer ihr Schachtelgeschäft gegen die Nordsöhne verteidigte, den schwarzen Schlüssel aus Asien, damit sie nicht beide beschützen musste. Dies tat sie, als sie ihre Freundin in Begleitung von Kanchenjunga, Manaslu und Nanga Parbat in ihrem Laden besuchte. Gerade als Janine mit den Erhabenen des Himmels wieder aufbrechen wollten, wurden sie von Nanga Parbat darüber informiert, dass sich einige Nordsöhne unmittelbar vor dem Geschäft herumtrieben und dabei fremdartige, haarige Ungeheuer zur Unterstützung mitgebracht hatten, die sich alsbald als Frostriesen herausstellen sollten und vor Ort aus ihren Käfigen herausgelassen wurden. Diese richteten sogleich schwere Verwüstungen in der Stadt an, was Sulin natürlich beunruhigte, zumal ihr geliebtes ‚Baby‘ Gefahr lief, ebenfalls ein Opfer dieser Bestien zu werden. Also machten sich die Halbgötter auf den Weg, um den Frostriesen den Garaus zu machen. Während Sulin und Manaslu als eingespieltes Team einen Frostriesen zur Strecke brachten, kamen sich auch Janine und Kanchenjunga näher, die im Kampf zusammenarbeiteten. Nanga Parbat erledigte derweil im Alleingang ein solches Ungeheuer. Als die Gefahr gebannt war, gingen alle wieder ihrer Wege, was die Erhabenen des Himmels und Janine zurück ins Lager und Sulin zurück ins Schachtelgeschäft lockte.
Ungefähr zur selben Zeit erreichten Baghira und Antares Ägypten. Selbstverständlich überließ die Asiatin dem General die Verhandlung mit dem Pharao, die dieser mit Bravour meisterte. Er erhielt von Kamothep den roten Schlüssel aus Vairia. Es schien alles ohne Probleme zu verlaufen und die beiden wollten sich gerade auf den Rückweg machen, als Antares nach einer erneuten Erscheinung von seinem Vater einen Wutausbruch erlitt. Er war wie von Sinnen und schien mit etwas nicht Existierendem zu streiten. Baghira, die im Begriff war, Antares zu beruhigen, wurde das erste Opfer von Antares Wahnsinn. In seiner Wut griff er sie an und begann aus seinem Mund einen seltsamen, rötlichen Rauch auszustoßen. Baghira war klar, dass er der ‚Rauchmann‘ war, den Janine so krampfhaft suchte, doch Antares drohte, sie zu vernichten, sollte sie es wagen, ihre Erkenntnis mit den anderen zu teilen. Der restliche Rückweg wurde für Baghira zu einem Horrortrip, da die immer wiederkehrenden Wutausbrüche ihres Mitreisenden sie immer weiter in die Opferrolle drängte und ihr Leben ernsthaft bedrohte.
Von der ganzen Misere ahnten die Halbgötter, die nach Persopolis gereist waren, nichts, da diese ihre ganz eigenen Probleme hatten. Kaum in der griechischen Hauptstadt angekommen, musste die Kleingruppe feststellen, dass die sonst so offene und empfangsbereite Stadt nunmehr einer Festung glich, die die Wachen im Namen des Königs streng bewachten. Die gebürtigen Griechen Zahra und Octavian verstanden die Welt nicht mehr. Was sollten die plötzlichen strengen Befehle von Daidalos, der sich über Touristen so sehr freute wie niemand sonst? Das wollten sie sogleich herausfinden, woraufhin Zahra mit Hypnose dafür sorgte, dass die Wachen sie passieren ließen.
Im Palast selbst wurden die Halbgötter bereits erwartet – allerdings nicht von Daidalos. Der zwielichtige Minister Perikles, auf den sie im Palast als Erstes trafen, stellte sich vor und führte sie als Gäste etwas herum.
Als die Halbgötter schließlich darauf bestanden, zu Daidalos geführt zu werden, brachte Perikles sie wider Erwarten nicht in den Thronsaal, sondern in den Kerker, wo sie dem abgemagerten EX-König des griechischen Reiches begegnen, der nicht einmal fähig war, mit ihnen zu kommunizieren.
Somit stand fest, dass sich in Griechenland einige Dinge geändert hatten. Es gab also einen neuen König. Natürlich wollten die Halbgötter diesen sogleich kennenlernen und bestanden darauf, zu ihm geführt zu werden. Perikles führte die Gruppe daraufhin in den Wartesaal, wo diese auf das Abendessen und die Audienz beim König warten sollte.
Während die Griechenland-Truppe auf den neuen König wartete, waren Baghira und Antares bereits nach Sabaylon zurückgekehrt. Als sie von den Nordsöhnen in die Mangel genommen wurden, richtete Antares mit seiner neuen Kraft ein großes Massaker an, welches nicht nur Baghira zutiefst beunruhigte. Ihr Weg führte die beiden Halbgötter schließlich zum Maharadscha, um ihm Bericht zu erstatten. Dieser erläuterte, dass auch Janine bereits einen Schlüssel erbeutet hatte. Antares traf es schwer, dass seine Liebste sich nicht bei ihm gemeldet und auf keine seiner Kontaktanfragen reagiert hatte. Diese Enttäuschung nährte seine ohnehin steigende Wut, weshalb er sich meldete, um wieder an der Front mitzukämpfen. Baghira nahm er dabei mit sich und verbat ihr, irgendwem von seinem Vorhaben zu erzählen.
Doch nicht nur Baghira litt unter einer unerfreulichen Überraschung. Der Gruppe in Griechenland sollte es nicht besser ergehen, denn als der König den Wartesaal betrat, um seine Gäste zu empfangen, sorgte er mit seinem Auftreten für lange Gesichter und herunterklackende Kinnladen. Es handelte sich bei dem neuen König um niemand Geringeren als den totgeglaubten Ex-General der dritten Armee: Vadenta. Bei angespannter Stimmung und üppigem Abendessen besprachen die Halbgötter mit ihrem alten Feind ihr Anliegen, wobei Jokkas vorlaute Art sich nicht unbedingt positiv auswirkte. Als die Gruppe auf den Schlüssel zu sprechen kam, war Vadenta gewillt, sich auf den Handel einzulassen und sogar sein Heer zur Unterstützung nach Asien zu schicken, sofern die Halbgötter ihm die Krone Superbas, die er einst aus dem königlichen Schatz gestohlen hatte, und die Klinge Rabenfeuer auszuhändigen. Nach einigem Hin und Her stimmten beide Gruppen dem Handel zu, doch da beide gesuchten Gegenstände in unterschiedlichen Ländern waren, kam dieser nicht unmittelbar sofort zum Tragen. Die Halbgötter wussten, dass Kamui einst die Klinge Rabenfeuer in seinen Besitz genommen hatte, als dieser aus Melayne geflohen war. Was die Krone der Superba anging, vermuteten die Halbgötter, dass Janine sie besaß. Sie kontaktierten die Tänzerin, die überrascht feststellen musste, dass sie die Krone die ganze Zeit in ihrem Schmuckkästchen aufbewahrt hatte ohne sich daran zu erinnern. Mit Hilfe ihrer neuen Fähigkeit, des Flitzens, reiste sie in wenigen Minuten mit Kanchenjunga an ihrer Seite nach Persopolis, um die Krone abzuliefern. Trotz eines Schwächeanfalls aufgrund der hohen Anstrengung, gelang es ihr, Vadenta widerwillig die Krone zu überreichen. Im Austausch gegen die Krone entsandt der König seine Truppen nach Sabaylon. Um an das Schwert in Kamuis besitz zu kommen und es gegen den Schlüssel zu tauschen, entschloss sich die Gruppe, zur Aztuura-Insel zu reisen, wobei Vadenta ihnen ein Schiff zur Verfügung stellt, um den Ablauf des Handels zu beschleunigen. Janine und Kanchenjunga kehrten indessen zurück nach Asien, wobei Janine sich langsam wieder erholte und dabei erkannte, dass Vadentas Aura sich seit dem letzten Treffen vervielfacht haben musste.
Nach weiteren zwei Tagen erreichte die ursprüngliche Aztuura-Gruppe um Kamui, Enjia und Leatrice den Hafen von Lacaenea und wurden sogleich zum Oberpriester Gwydion vorgeladen, der sich als komischer, aber sympathischer Kauz entpuppte. Er machte die Gruppe mit seiner blinden und stummen Tochter Mimiteh Nituna bekannt. Laut Gwydion habe seine Tochter eine Vision empfangen, in der sie die Gruppe nahen sah und war bereits darüber informiert, was ihr Begehr war: Der Schlüssel der Aztuura-Insel. Er bat die Halbgötter noch einen Moment mit der Beschaffung des Schlüssels zu warten, da das Dorf der Voodoo-Priester vor einem großen Problem stand. Xynian, Auroras Bruder, erzählte auf Geheiß Gwydions von Moipa Meenuk, einem dunklen Priester, der die Essenz des ewigen Lebens, die von Mimiteh eigentlich zur Bekämpfung der Pest hergestellt wurde, entwendet hatte und nun dazu benutzen wollte, einen ultimativen Zombie zu kreieren. Die Halbgötter erklären sich (aufgrund eines leichten Drucks von Kamui hin, der sich anscheinend in die schöne Mimiteh verguckt hatte) dazu bereit, die Essenz wieder zu beschaffen und Moipa aufzuhalten.
Bereits am nächsten Tag begab sich die Gruppe in den Dschungel, wo man Moipa vermutete. Nachdem sie einige Zeitlang ziemlich planlos herumirrten, schafften es Kamui und Enjia schließlich, dank ihrer guten Nase bzw. Blumenflüsterei, die ersten Hinweise auf den Verbleib des Diebes auszumachen. Im Inneren eines toten Baumes trafen die Halbgötter schließlich auf Moipa, bei dem ihnen gleich auffiel, dass er der menschlichen Sprache wohl (nicht mehr) mächtig zu sein schien, da er von Anfang an nur unverständliches Gebrabbel von sich gab, und seinen verstärkten Zombiekoloss, das Experiment Exodus, an dem vor allem Leatrice romantisches Interesse fand. Während der Zombiekoloss bis zum Kampfbeginn stets gelassen blieb, stand Moipa den Fremden eher skeptisch gegenüber. Aufgrund seiner anfänglichen Passivität, versuchten die Halbgötter es mit Diplomatie. Doch sobald er den Namen ‚Mimiteh‘ aus Kamuis Mund hörte, schien der stark verwirrte Moipa völlig auszurasten und rief den Koloss zum Angriff. Nach einem harten Kampf mit zahlreichen Zombies, verfaulter Haut und fleischfressenden Würmern, die aus den Zombies herauskrochen, konnten die Feinde nicht nur besiegt, sondern sogar die Essenz geborgen werden. Moipa verstarb ebenso wie sein Experiment und die Halbgötter glaubten, aus seinen letzten Worten (während alle vorigen Worte aus nichts als seltsamen Kauderwelsch bestanden) die Begriffe ‚Nagi Tanka‘ in Verbindung mit dem Wort ‚Weltuntergang‘ verstanden zu haben, doch dieses Gerede taten sie ebenfalls als Gebrabbel eines Wahnsinnigen ab. Sie ließen die Leichen an Ort und Stelle und brachten die Essenz zu Mimiteh zurück. Natürlich erhielten sie tausend Dank und sogar eine Belohnung. Kaum war dies geschehen, wurde die Gruppe über die Geschehnisse in Griechenland informiert und auch darüber, dass sie aufbrechen würden, um zu ihnen zu stoßen. Sie beschlossen, in Lacaenea zu warten, bis die Gruppe aus Griechenland ebenfalls eingetroffen war.
Währenddessen erfuhr Janine in Asien von einigen Soldaten von einem Monster, welches gegen eine ganze Übermacht problemlos bestand und diese restlos auslöschte. Es stellte sich bald heraus, dass es sich bei diesem „Monster“ um den Rauchmann handelte und reagierte augenblicklich alarmiert.
Als sie Kanchenjunga von den jüngsten Erkenntnissen berichtete, erklärte dieser sich bereit, ihr bei der Suche nach dem Rauchmann zu helfen, obwohl sie gerade dieses Engagement vermeiden wollte.
Als die beiden gerade aufbrachen, traf die Griechenlandgruppe gerade in Lacaenea ein, wobei sie sich mit der Aztuura-Gruppe zusammenschlossen und gemeinsam nach Teno Picchu aufbrachen.
Was keiner von den Reisenden ahnte, war, dass Antares mittlerweile in Asien sein Heer gnadenlos tyrannisierte und sogar einen jungen Soldaten, den Baghira vorher in Schutz genommen hatte, sogar ermordete. Seine Grausamkeit erreichte seine Spitze, als er seiner Truppe befahl, die Feinde anzugreifen, als diese gerade ihre Toten beerdigten. Nach einigen Unruhen in der Truppe und dem Vorschlag, bei moralischen Einwänden das Feld räumen zu dürfen, ließ Antares die Deserteure von ihren eigenen Kameraden blutig nieder metzeln.
Baghira, die mehr als entsetzt über dieses Verhalten war, versuchte Janine zu erreichen, wird aber von Antares aufgehalten und brutal verletzt, wobei er ihr sowohl einen Arm als auch ein Bein brach. Janine selbst hatte ebenso wenig Erfolg mit ihrem Vorhaben, den Rauchmann zu finden. Stattdessen trafen sie und Kanchenjunga auf die umherziehenden Kallos, Sebastian und Silentia, wobei Janine von diesem Treffen stark erschüttert wird, hatte sie sich doch eine eigene kleine Welt mit dem Attentäter aufgebaut und beinahe verdrängt, dass die anderen auch noch existierten. Trotz einiger persönlicher Schwierigkeiten erklärte sich Silentia dazu bereit, den beiden mit einer Vision zu helfen. Dabei erkannte sie, dass Janine und Kanchenjunga den Rauchmann dann finden würden, wenn Sagarmatha ihnen einen Brief überreichte. Da dies nicht der Fall war, erkannten die beiden, dass der richtige Zeitpunkt noch nicht gekommen war und zogen sich zurück, während die Dreierfront weiter gen Nordfront zog. Ungefähr zum selben Zeitpunkt uerden der Maharadscha und seine Frau durch die Verstärkung der Griechischen Armee aus dem umstellten Palast gerettet und nach Helia gebracht. Zurück bleiben die asiatischen und ägyptischen Heerführer sowie Großwesir Sinder.
Was Antares Lager anging, kam Baghira nach Antares K.O.-Angriff allmählich zu sich und fand sich verschnürt und angekettet in der Luft schwebend wieder. Sie stellte Antares zur Rede, der mittlerweile von sich behauptete, ein Gott zu sein und eine neue Identität seiner selbst erschuf: Thone – Gott der Wut. Baghira vermutete, dass er besessen sei, blieb aber hilflos zurück.
Doch auch für Sulin in ihrem Schachtelgeschäft sah es nicht gerade rosig aus. Die Plünderungseinheit unter dem Drachen Fafnir zog durch die Gassen und befreite die leeren Wohnungen von Wertgegenständen. Auf ihrer Tour trafen sie auf das Schachtelgeschäft und versuchten, es aufzubrechen, wobei sie von Chochokpi aufgehalten wurden. Es entbrannte ein Kampf zwischen den Wikingern und Chochokpi, wobei dieser die Angreifer zwar zurückdrängen, allerdings nicht verhindern konnte, dass einige von ihnen in das Schachtelgeschäft eindrangen. Sulin, im absoluten Heimvorteil, schaffte es, die Eindringlinge voneinander zu trennen und mit Meuchelmorden außer Gefecht zu setzen. Der Wartezeit überdrüssig griff Fafnir selbst ins Geschehen ein und verwickelte die Halbgötter in einen Kampf um das Schachtelgeschäft.
Während Sulin mit der Unterstützung von Chochokpi um ihre Existenz kämpfte, erreichten die Halbgötter auf der Aztuura-Insel die prachtvolle Stadt Teno Picchu und konnten nach einem Vertrauenstest, bei dem sie sich an den Namen erinnern mussten, den Gwydion Enjia gegeben hatte (Veranice) zum Sapa Aztuura Akor vorgelassen werden. Nach der Audienz überließ Akor der Heilerin Enjia den grünen Schlüssel. Da die Gruppe es eilig hatte, machte sie sich sofort auf den Rückweg. In Lacaenea verabschiedeten sich die Helden von Mimiteh und Gwydion und reisten zurück nach Griechenland.
Der Kampf gegen Fafnir dauerte indessen die Nacht über an. Dabei wurde Chochokpi stark verletzt und das Geschäft angezündet, allerdings konnten die beiden den Drachen fürs Erste vertreiben. Selbstverständlich löschten Sulin und Chochokpi löschen das Feuer und kümmern sich um die Schäden.
Es vergingen einige Tage und Antares war damit beschäftigt, sämtlichen Nordsöhnen den Garaus zu machen. Dies führte allerdings dazu, dass sein Lager so gut wie unbesetzt war. Baghira, die sich wieder einigermaßen erholt hatte, nutzte die Chance zum Ausbruch. Ihr gelang es, zwei Wachen auszuschalten und durch Verwandlung und Erdbeherrschung zu fliehen. Als Antares erkannte, dass sie geflohen war, war es bereits zu spät und er schaffte es nicht mehr, sie aufzuspüren. Aus Wut tötete er die beiden Wachen.
Baghira gelang es, unbemerkt in Sabaylon anzukommen und sich zum Palast vorzukämpfen, wo sie erschöpft zusammen brach. Ein paar Soldaten schafften sie in die sicheren Innenmauern, wo sie ein paar Informationen preisgeben konnte, ehe sie bewusstlos wurde.
Außerhalb des schützenden Palastes, wurden die Kämpfe ausgedehnter und durch Griechenlands Hilfe konnten die verbündeten Streitkräfte weiter Richtung Norden vordringen, bemerkten aber nicht, dass der Feind nach Süden abzog und damit begann, die Stadt zu umwandern.
Währenddessen kam die Griechenland-/Aztuura-Gruppe endlich an ihrem Zielort an. Zahra erhielt den blauen Schlüssel von Vadenta, während dieser seine Klinge Rabenfeuer von Kamui zurückbekam. Als die Truppe sich über die Embleme auf nach Helia machen wollte, konnten sie zumindest kurzzeitig erkennen, dass Vadenta das Set der Superba komplettieren konnte. In Helia angekommen, kontaktierten sie aufgrund der Idee Naylas Janine, die sich mit Lambha Pahar auf den Weg nach Helia machte und die Gruppe dort abholte. Durch Lambhas Emblem kehrten alle zurück nach Sabaylon, von wo aus es sie ins asiatische Lager verschlug.
Der Großteil der Gruppe war wieder vereint und so konnte der 1. Kriegsrat seit Langem abgehalten werden. Dabei stellten sie auch fest, dass Antares und Baghira noch nicht wieder aufgetaucht waren. Am nächsten Morgen erhielt Kanchenjunga einen Brief mit Informationen über ein rauchendes Wesen, welches die nördlichen Gebiete tyrannisierte. Zusammen mit Zahra, Leatrice, Nayla, Octavian, Zeilon, Mara, Jokka und Enjia brachen Kanchenjunga und Janine auf. Auf dem Weg entdeckten sie ein Schlachtfeld, auf dem einer der Soldaten ihnen berichtete, dass der Gott der Wut dort gekämpft habe, ehe er starb. Danach trafen sie in einem Feldlager ein, wo sie Antares wieder trafen. Nach einem kurzen Gespräch erkannten sie in Antares den Rauchmann. Es kam zum prophezeiten Kampf zwischen Antares und Kanchenjunga, nachdem dieser Antares damit provozierte, mit seiner Freundin eine Affäre zu haben. Im Endeffekt stellten alle Anwesenden fest, dass es sich bei Chloes angeblicher Todes-Vision um ein Missverständnis handeln musste. Kanchenjunga musste übel einstecken, doch starb er daran nicht. Im Gegenteil: Er konnte sich aufrappeln ehe er es in einer fulminanten Aktion schaffte, den Rauchmann zu besiegen. Als Kanchenjunga Antares gerade den Gnadenstoß versetzen wollte, rettete Janine ihrem Freund das Leben, indem sie einen versprochenen Gefallen bei Kanchenjunga einlöste, welcher ihn davon abhielt, sein Opfer zu töten. Nachdem der Kampf vorbei war, halfen die meisten dabei, den zerstörten Körper des Tyrannen wieder zu reparieren.
Die nächsten Tage wurden besonders für Janine ein Horror. Antares schwebte nach wie vor in Lebensgefahr, jedoch schafften es weder Enjia noch Kamui, die beide ihr Bestes taten, die seltsamen Risse in seinem Körper zu flicken, die augenscheinlich die Wut verursacht hatte. Janine verbrachte währenddessen ihre gesamte Freizeit bei ihrem Freund und pflegte ihn hingebungsvoll. Zahra entdeckte derweil einen Soldaten, der den roten Schlüssel von Antares vom Schlachtfeld bringen wollte und nahm diesen an sich. Plötzlich tauchten Sagarmatha und der verwundete Kanchenjunga erneut im Lager auf, wobei das Auftauchen von Letzterem nicht unbedingt Freude bei den Anwesenden auslöste. Sagarmatha erklärte den anderen, dass sie Janine dabei helfen möchte, ihre wahren Fähigkeiten auszuschöpfen und dass sie dazu mit sich im Reinen sein musste, weshalb sie sich mit Kanchenjunga versöhnen sollte. Während Janine weiterhin Wache an Antares Bett hielt, tauchte Junga bei ihr auf und die beiden versöhnen sich wieder. Sagarmatha besprach indessen mit den anderen wie sie Antares möglicherweise aus dem Koma erwecken und Janines wahre Fähigkeiten herauskitzeln konnten. Anschließend zogen sich die beiden Asiaten wieder zurück.
Bis zum nächsten Morgen hatten sich die Halbgötter um Enjia herum einen Plan einfallen lassen, um Janine unter Druck zu setzen. Mit der Erklärung, er wäre nicht mehr zu retten und dem vorgegebenen Plan, Antares von seinem Leiden zu erlösen, schafften sie es, Janine so weit zu provozieren, das sie ihre Fähigkeit nun richtig einsetzen konnte. Während Antares Kraft von Wut genährt wurde, wuchs Janines Kraft an Liebe und der Angst, etwas Geliebtes zu verlieren. Durch Janines daraus resultierenden Aura-Behandlung erwachte Antares von seinem Krankenbett und spie dabei die letzten Reste der in sich verankerten Wut aus sich heraus. Noch ein paar Tage bestand Janine darauf, dass Antares sich ausruhte bis er allmählich wieder auf dem Weg der Besserung war. Dann suchte sie das Gespräch mit ihrem Freund und beichtete diesem ihre Schuld, die sie mit Kanchenjunga auf sich geladen hatte. Er verzieh ihr und das alte Glück war wieder repariert.
Das alliierte Heer musste in dieser Zeit viele Verluste hinnehmen, schaffte es aber erstmals seit Beginn des Krieges, die Nordsöhne im Norden zurückzudrängen. Als Antwort darauf errichteten diese eine Verteidigungslinie, um weiteren Angriffen zu trotzen.
Was die Alliierten nicht wussten: Das Nordische Heer hatte an der Nordfront Truppen abgezogen und schickte diese nun Richtung Süden, um an Sabaylon vorbei im Land einzufallen.
Was die Halbgötter anging, beschloss die Gruppe, bestehend aus Janine, Antares, Zahra, Enjia, Zeilon, Leatrice und Mara, sich nun mit Sulin zu treffen und Baghira zu finden, die seit dem Rauchmannzwischenfall verschwunden war, damit Antares, der noch immer nicht wieder voll bei Kräften war, sich mit ihr versöhnen konnte. Mit Hilfe von Erdbeherrschung und diversen Wölkchen schaffen es die Halbgötter, die Mauer Sabaylons zu überwinden und von dort aus auf die Dächer der Stadt zu gelangen. Die Gruppe eilte unbemerkt zum Schachtelgeschäft, wo es ein Widersehen mit Sulin, Chochokpi, Chloe und Seyao gab.
Nach einer kurzen Rast im Geschäft wurde überlegt wie sie in den umstellten Palast gelangen konnten, in dem sie Baghira vermuteten. Der Plan zur Infiltration des Palastes stand, nachdem Sulin einen Laden für Feuerwerkskörper erwähnte und Zeilon den Vorschlag machte, diesen zur Ablenkung der nordischen Palastwachen in die Luft zu jagen. Zeilon und Sulin sprengten das Geschäft in die Luft und zogen die Aufmerksamkeit der Wachen auf sich, während die anderen Halbgötter die frei gewordenen Lücken nutzen, um über den Luftweg in den Palast einzudringen. Zeilon und Sulin folgten ihnen nach einem Spießrutenlauf durch die nordischen Horden, während Chochokpi auf dem Luftweg durch geisterhafte, angriffslustige Skeletthunde vom Palast abgetrieben wurde. Als die Halbgötter den Palast erstürmten, fanden sie sich inmitten der letzten, verbliebenen Soldaten Sabaylons wieder, die direkt zum Angriff übergingen, um den Palast zu verteidigen, aber glücklicherweise von ihrem Leutnant gestoppt werden konnten, ehe sie den Halbgöttern wirklichen Schaden zufügen konnten. Mit Ausnahme von Chochokpi, der immer noch von den unheimlichen Hunden gejagt und zudem auch noch aus den Wolken heraus mit Pfeilen attackiert wurde, betraten die Halbgötter das Lazarett auf der Suche nach Baghira und wurden fündig. Die Asiatin hatte sich mittlerweile wieder einigermaßen gefangen, musste jedoch von Enjia geheilt werden, um wieder vollständig mobil zu sein. Antares Anwesenheit weckte Baghiras Trauma und ließ sie beinahe einen Zusammenbruch erleiden, bis dieser sich von ihr entfernte. Als die Gruppe das Lazarett verließ, begann Baghira urplötzlich damit, Antares zu attackieren und atmete den verdächtig bekannten Rauch aus. Antares ließ die Angriffe über sich ergehen bis sich die Wut verflüchtigte. Die Flucht aus dem Palast erfolgte über den Luftweg, wobei auch Chochokpi sich retten konnte, als seine unheimlichen Angreifer sich zurückzogen, nachdem die fliegenden Halbgötter sich näherten. Nach diesen Angriffen zog Chochokpi sich alleine zurück und leckte seine Wunden. Die Truppe (selbst Sulin) wählte das Lager der Erhabenen des Himmels als nächsten Zielort und konnte Octavian, der sich dort eingenistet hatte, und Baghira endlich wieder vereinen, wobei ersterer Antares bittere Rache schwur. Die Halbgötter suchten im Lager erst einmal Sagarmatha auf, um Rat zu erbitten wie mit den Schlüsseln weiter zu verfahren ist. Diese empfing eine Vision, welche die fünf Schlüssel und die Höhle des Geistes zeigte. Die Gruppe hatte endlich ein Ziel und beschloss, zur Höhle aufzubrechen.
Die Halbgotttruppe bereitete sich also auf den Besuch der Höhle vor, wobei die Schlüsselträger Sulin, Janine, Antares, Zahra, Enjia und zusätzlich noch Mara und Zeilon die Höhlengruppe bilden. Sie begaben sich zur Höhle und betraten diese, wobei sie in eine andere Welt eintauchten.
Die Götterabkömmlinge fanden sich zuerst in einem arachnenverseuchten Wald wieder und kämpfen sich durch die garstigen Gliederfüßer. Nachdem alle Spinnen erledigt waren, trug die Höhle sie zum nächsten Ort: Eine unterirdische Ruine. Die Gegner dort waren die beiden Schlächter Rotauge und Hunger, wobei ein kurzer heftiger Kampf entbrannte, bei dem Rotauge schnell und effektiv ausgeschaltet wurde. Mara kämpfte ironischerweise gegen den Hunger und hätte ihn vermutlich leicht besiegen können, ließ sich aber durch zu langsame Reaktion und zu zaghaftes Vorgehen kurzzeitig in eine bedrohliche Situation bringen. Aber zusammen mit Sulin schaffte sie es letztlich doch noch, das Ungetüm zu erschlagen.
Als nächstes verschlug es die Truppe in die sengend heiße Wüste Ägyptens, wo ihr Gegner vor allem für Antares eine Überraschung war, nämlich er selbst als Gott der Wut, Thone.
Janine stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch und schaffte es erst sich dazu durchzuringen, gegen Thone zu kämpfen, nachdem dieser Antares verletzt hatte. Antares selbst zog gegen Thone deutlich den Kürzeren und büßte einen Arm ein, wobei Enjia es unter einigen Schwierigkeiten schaffte, ihn wieder zu flicken. Gegen den schmerzresistenten und unfassbar starken Gegner schien kein Kraut gewachsen zu sein und nach Janine und Antares musste auch Zeilon übel einstecken, aber durch Enjias Heilkünste und gute Zusammenarbeit schafften sie es, den Tyrannen am Ende doch zu schlagen, jedoch gab es keine Zeit zum Ausruhen, denn die Höhle verschlug sie umgehend nach dem Sieg über Thone in die Nordbezirke Helias, wo Kanchenjunga alias Venator sie bereits erwartete. Angesichts dieser Bedrohung schienen die Motivation und in Janines Fall die Nerven endgültig blank zu liegen, sodass außer Mara niemand mehr dem Auftragsmörder überhaupt noch Widerstand leistete, was letzten Endes in einer vernichtenden Niederlage gipfelte. Die Halbgötter fanden sich nach ihrem Tod glücklicherweise unversehrt vor dem Höhleneingang wieder. Nachdem sie ihre Niederlage verdaut hatten, suchten sie nach einer Lösung für ihr Problem und kamen zu dem Schluss, das ihr Scheitern nicht an ihren Gegnern, sondern vielmehr an ihrer eigenen Anzahl gelegen hatte, weshalb bei dem nächsten Besuch der Höhle nur die Schlüsselträger in diese eintraten und Mara und Zeilon vor dem Eingang zurück blieben. Statt neuen Gegnern gab es nun nur ein altes, imposantes Tor mit mehreren Schlüsselöffnungen, welche zu den Farben der Schlüssel passten und somit die Reihenfolge festlegten. Nachdem das Tor geöffnet wurde, betraten die Halbgötter einen seltsamen, antiken Raum, der von uralten Energien erfüllt zu sein schien und entdeckten den Herrscherstab. Ehrfürchtig näherten sich die Halbgötter dem Artefakt und betrachteten es vorsichtig. Obwohl es nicht besonders eindrucksvoll erschien, entfaltete es bereits einen Teil seiner ungeheuren Kraft, als Zahra ihn berührte, woraufhin ihre Energie geradezu zu explodieren zu schien. Mit neuer Hoffnung ausgestattet verließen die Halbgötter den Saal, als sich ihnen ein dunkel gekleideter Wanderer in den Weg stellte. Vorsichtig nahmen die Halbgötter eine defensive Position ein, doch der Wanderer versicherte ihnen, in friedlicher Absicht gekommen zu sein. Gleichzeitig erklärte er auch, dass der Stab für einen Sieg wahrscheinlich nicht ausreichen würde. Auf die Frage nach seiner Identität offenbarte sich der Wanderer als niemand Geringeres als der Gott Vishnu selbst. Vishnu erklärte den Halbgöttern, was es mit dem Herrscherstab wirklich auf sich hatte.
Einst überreichten die Götter den Menschen das Chronoszepter, damit es ihnen in Zeiten großer Not beistehen sollte. Als Bote sollte dabei ein asiatischer Dieb namens Benjiro fungieren, der die beiden Einzelteile des Zepters sowie die heiligen Schlüssel nach Helia bringen sollte, um seine Seele zu retten. Bei der Überführung ging jedoch etwas schrecklich schief und um seine Familie zu retten, gab Benjiro die Regenbogenperle an eine Bande Bergräuber ab. Den Herrscherstab selbst lieferte Benjiro wie versprochen in Helia ab, woraufhin die Schlüssel unter den Staatsoberhäuptern aufgeteilt und der Herrscherstab in der Höhle versiegelt wurde.
Damit war klar, dass der Herrscherstab zwar mächtig, aber leider noch unvollkommen war und erst nach Vereinigung mit der Regenbogenperle zum Chronoszepter den Krieg entscheidend beeinflussen würde. Vishnu erklärte den Halbgöttern, dass die Perle in Helia zu finden sei und auch, was beim Umgang mit dem Zepter zu beachten sei. Die Wirkung des Zepters beträfe alle, die es zum Aktivierungszeitpunkt nicht berühren und nicht mindestens auf dem Niveau eines Gottes stehen. Die Fähigkeiten des Zepters dürften ferner nur einmal aktiviert werden. Anschließend teleportierte er die Schlüsseltruppe sowie Mara und Zeilon zurück in ihr Lager.
Nach einem Tag Bedenkzeit machten sie sich auf den Weg nach Helia und begaben sich ins Goldene Tröpfchen, wo es ein Wiedersehen mit Zaltana, Scarlett, Robin und dem Teacup-Schweinchen Trüffel gab. Nach einer mehrtägigen Ruhepause, in der die Halbgötter ihr eigentliches Vorhaben vergessen zu haben schienen, hielt ausgerechnet Zaltana ihnen einen Vortrag und trat ihnen verbal in ihre Hintern, um sie wieder in die Gänge zu bringen, woraufhin sie nach Informationen zur Perle suchten und sich den Schwarzmarkt als erstes Ziel auswählten. Janine, Kamui, Antares, Zahra, Enjia und Zeilon suchen schließlich gemeinsam den Schwarzmarkt auf, wobei Janine sich als Venator verkleidete, um nicht aufzufallen.
Erstes Ziel war ein Kontakt von Zahra, welcher aber nur bedingt hilfreich war, aber im Austausch für die Entsorgung mehrerer Ilya-Büsten immerhin eine vielversprechende Adresse ausspucken konnte. Die Halbgötter verließen den Schwarzmarkt im Endeffekt nicht ganz freiwillig, da eine wütende Meute die Tänzerin Janine tatsächlich mit Venator verwechselte und die Gruppe davonjagte. Nächstes Ziel war ein Auktionshaus, in welchem die Gruppe die Perle zu finden hofften, wobei sie mit der versnobten Auktionärin Masako Nagao aneinandergerieten, welche die Halbgötter des Gebäudes verwies, aber zumindest noch eine vielversprechende Information preisgab. Deshalb verschlug es die Halbgötter schlussendlich in einen besonders exklusiven Nachtclub, die Nachtrose, in dem sich ein gewisser Meister Tao aufhalten sollte, der unter Umständen weiterhelfen konnte. Die Halbgötter spürten den verdächtigen Tao auf und gaben sich als Kunstsammler aus, eine Farce, die der Gangster jedoch durchschaute. Ihn interessierten jedoch die wahren Beweggründe der Halbgötter, weshalb er Janine und Antares zu sich einlud. Da Janine ihn zur Weißglut trieb und keine brauchbaren Informationen liefern konnte, schmiss er die beiden hochkant raus. Die anderen blieben in der Zwischenzeit nicht untätig und während Kamui vor dem Gebäude wachsam blieb, brachen die anderen in das Gebäude ein und schlichen sich vorbei an massiven Eisentüren, bewaffneten Kriminellen und gefährlichen Hunden direkt ans Ziel und konnten die Regenbogenperle finden, welche Enjia an sich nahm. Erleichtert kontaktierte die Gruppe Annapurna und Octavian, nachdem sie die übrigen Halbgötter im Tröpfchen aufgesucht und sich von Zaltana verabschiedet hatten. Anschließend teleportierten sie sich nach Asien zurück, bereit für den letzten Kampf. Anschließend teleportierten sie sich nach Asien zurück, bereit für den letzten Kampf. Die Palastmauern von Sabaylon fielen den stetigen Angriffen der Nordsöhne schlussendlich zum Opfer und wurden endgültig überwunden, wobei sich die letzten Soldaten dem Unvermeidlichen stellten…
Im Lager der Asiaten bereiten sich die Halbgötter auf den Angriff vor (Antares, Janine, Kamui, Zahra, Baghira, Octavian, Aurora, Juan, Mara, Leatrice, Zeilon, Enjia, Jokka).
Mit Herrscherstab und Regenbogenperle im Gepäck brachen die Halbgötter nach Sabaylon auf und gerieten auf dem Weg dorthin zwischen die Fronten einer Schlacht vor den Stadtmauern, wobei sie Tzatziki erkannten, die gegen eine rothaarige Kriegerin antrat.
Tzatziki ließ ihr Leben, als die Kriegerin sie mit einem geschickten Angriff halbierte und sich danach flink aus dem Staub machte. Die Halbgötter wichen dem Schlachtfeld weiträumig aus und gelangten dadurch in das Innere der Stadt. Als die Gruppe das Chronoszepter zusammensetzte, wurden sie von einer großen Truppe der Nordsöhne entdeckt und attackiert.
Bevor sie jedoch in Stücke gerissen worden wären, gelang es ihnen, das vollständige Zepter zu berühren und zu aktivieren, woraufhin Blitze über den Himmel zuckten und eine Schockwelle über das ganze Land fegte. Nachdem sich der Staub gelegt hatte, offenbarte sich die Macht des Zepters, die sich darin äußerte, dass es die Zeit anhielt. Diesen Umstand machten sich die Halbgötter zu Nutze und töteten die zahlreichen aber wehrlosen Nordsöhne in der Stadt. Nach der erfolgreichen Säuberung Sabaylons und des Palastes fanden sich die siegreichen Helden vor Sulins Schachtelgeschäft wieder. Eine mysteriöse Gestalt in strahlend weißer Kluft erschien unbemerkt auf einem unbeschädigten Dach und entfesselte einen mächtigen Zauber, bei dem das vergossene Blut der Nordsöhne sich selbstständig machte und als gewaltiger Strom durch die Gassen der Stadt floss. Es sammelte sich anschließend im Stadtzentrum, wo es sich in den Boden brannte und unter den erstaunten Blicken der Halbgötter das Zeichen der Gestirne hinterließ. Die Helden beschlossen zum Lager zurückzukehren und Sagarmathas Rat zu erbitten. Ein geisterhaft anmutender Reiter, der am Himmel kreiste, entdeckte als erstes das Massaker an den Nordsöhnen und das mysteriöse Zeichen am Boden. Sofort trat er den Rückzug an.
Währenddessen erreichten die Halbgötter das Lager wieder und berichteten von ihrem Erfolg
Sagarmatha nutzte ihre Visionen und konnte sehen, dass der geisterhafte Reiter zu seiner Anführerin zurück gekehrt war, die gleiche Kriegerin, die bereits Tzatziki erledigt hatte.
Er berichtete ihr von dem tödlichen Phänomen in der Stadt, woraufhin die Kriegerin zu dem Schluss kam, dass entweder eine Seuche oder eine höhere Macht am Werk war. Sie trommelte ihre restlichen Truppen zusammen und beschloss, den Rückzug anzutreten, um sich in der Heimat neu zu formieren, schwor aber zurückzukehren. Erleichtert genossen die Halbgötter den Moment des Sieges, erinnerten sich aber ebenfalls an das Blutphänomen und befragten Sagarmatha auch dazu, welche ihre seherischen Fähigkeiten abermals einsetzte. Sagarmatha erkannte nur eine strahlend weiße Gestalt auf einem Dach, welche jedoch den Spieß umdrehte und Sagarmatha direkt auf ihre Neugierde ansprach, woraufhin ihre Augen zu bluten begannen (Lhotse, der die Vision direkt mit verfolgte, ereilte das gleiche Schicksal) und sie gezwungen war, die Vision abzubrechen. Durch diese Erscheinung beunruhigt, aber nicht entmutigt, blieb den Halbgöttern die Wahl zwischen dem Wiederaufbau von Sabaylon, einer weltweiten Schlüsselrückgabe, einer griechischen Militärdiktatur oder einer selbstmörderischen Reise in den hohen Norden, um einem weiteren Krieg vorzubeugen, wobei der Wiederaufbau von Sabaylon das Rennen machte
Eine Erkundungstour durch Sabaylon sollte mögliche Schlafplätze ausfindig machen, jedoch war der Palast des goldenen Drachen, der während des Turniers der Vier Himmel den Halbgöttern gute Dienste erwiesen hatte, durch den Krieg total zerstört worden. Glücklicherweise blieb der Jadeturm in bewohnbaren Zustand, weshalb die Erhabenen des Himmels ihn zusammen mit den Halbgöttern bezogen. Nun konnte der Frieden kommen.
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BeitragThema: Re: Chronik   Di Jun 04, 2013 8:37 pm

Hilfe für den Wiederaufbau



Nachdem sich unsere Halbgötter eine Weile von den Strapazen des Krieges erholt und mit den Erhabenen des Himmels gemeinsam ein paar unbeschwerte Tage genossen, wurde einigen von ihnen klar, dass es nicht ewig so harmonisch weitergehen konnte. Und obwohl sich mehrere Leute für den Wiederaufbau Sabaylons einsetzen wollten, wussten auch diese, dass dies keine endgültig Lösung sein konnte. Aus diesem Grund suchten sie eines Tages Großwesir Sinder auf, um ihn um Rat zu bitten. Er war der Meinung, die Halbgötter hätten mehr als genug für die Stadt getan und erst nach einer ernsthaften Bitte hinsichtlich der Tatsache, dass sie Sabaylon noch weiterhin helfen wollten, rückte der Großwesir mit der Sprache heraus. Für den Wiederaufbau der Stadt, so Sinder, würden sie viele Jahre brauchen, da ihnen die helfenden Hände ausgegangen waren. Allerdings könnte man diese Zeit verkürzen, wäre ein neutral gesinnter Naga-Clan dazu bereit, bei den Aufbauarbeiten mitzuhelfen. Die Gruppe fackelte nicht lange und erklärte sich dazu bereit, mit der Königin des Clans zu verhandeln. Janine, die ganz aus dem Häuschen war, ihre großen Idole zu treffen, von der ihre Kampftanz-Technik ursprünglich abstammte, regte die nervöse Gruppe dazu an, sofort aufzubrechen und die Sache zu erledigen.
Im Dschungel schließlich wurden sie fündig und von zwei männlichen Naga-Kriegern überrascht, die sie nach anfänglicher Skepsis auf Bitten der Halbgötter zu ihrer Königin führte: Serpentia. Eine außerordentliche Schönheit mit langem Haar und makelloser Haut. Sie gab der Gruppe gleich zu verstehen, dass sie zwar nicht unbedingt erfreut über ihren Besuch wäre, allerdings nicht abgeneigt sei, beim Aufbau der Stadt zu helfen, sofern sie im Gegenzug auch etwas Hilfe für ihr eigenes Problemchen bekam. Seit einiger Zeit schon, versuchte ein negativ gesinnter Naga-Clan, den neutralen Nagas ihr Revier streitig zu machen. Auf die Spitze getrieben wurde die Fehde, als Königin Serpentias treueste Beraterin, Natterlie, zum Opfer des Feindes-Clans wurde. Nun verlangte die Königin Vergeltung, indem sie den Halbgöttern auftrug, den Clan auszurotten oder zumindest die feindliche Königin zu vernichten. Dann sei sie bereit, Sabaylon zu helfen.
Ehe über dieses ziemlich waghalsige Vorgehen abstimmen zu können, plädierte Janine, die sich insgeheim schon lange nach dem Golddiadem einer Naga-Königin sehnte, dafür, sofort eine Trainingseinheit zu starten und der Königin den Garaus zu machen.
Dies erntete wenig Begeisterung bei ihren Mitstreitern, doch da Janine bereits zugesagt hatte, blieb ihnen keine andere Wahl als der quirligen Tänzerin die Chance zu geben, sich als Naga-Coach zu beweisen. Nach Janines spezieller Tanz-Trainingseinheit, in der ihre Mitstreiter versuchen sollten, sich mit pinken Schaumstoffwaffen kämpferisch zu umtanzen, wagten sich Janine, Kamui, Antares, Mara, Zeilon, Enjia, Sebastian, Zahra und Leatrice schließlich in die Höhle des Löwen bzw. der Schlangen. Von Sinder vor Gorgotauren gewarnt, bewegten sie sich auf leisen Sohlen durch die gefährlichen Sumpfgebiete des Dschungels, welche sie durchqueren mussten, um zum Feindes-Clan zu gelangen. Doch je tiefer sie in die Sümpfe gerieten, desto schlechter wurde die Luft und raubte der Gruppe regelrecht den Atem. Schuld daran war ein massiger Gorgotaurus, der den Weg der Gruppe zwar kreuzte, sie allerdings zu ihrem Glück nicht bemerkte. Erst als er von dannen zog, wurde die Luft wieder angenehmer und die Gruppe konnte weiter in Richtung Naga-Gebiet ziehen.
Zwischen den Büschen erhaschten sie einen Blick auf einen männlichen Naga-Krieger, dem sie folgten. Als sie bereit waren, ihn unauffällig anzugreifen, tauchte aus dem Hinterhalt ein zweiter Naga-Krieger auf, der sich auf die Angreifer stürzte. Nach einem heftigen Kampf gingen die Halbgötter allerdings als Sieger der Sache hervor und erreichten nach einem weiteren kurzen Fußmarsch den zwei Etagen hohen Mamortempel von Königin Nerodia. Auch diese stellte sich mit ihrer schwarzen Haarpracht und der elfenbeinfarbenen Haut als absolute Schönheit heraus, doch hinter dieser Schönheit steckte eine Biestigkeit, die ihres gleichen sucht. Verhandlungen waren zwecklos, doch die Gruppe hatte Glück, dass sich im Tempel neben der Königin nur zwei Dienerinnen befanden, die aber beide auf keinen Fall zu unterschätzen waren. Ein wilder Kampf entbrannte, in dem sich Kamui und Enjia ganz und gar auf ihre Funktion als Heiler konzentrieren mussten, da ihre Freunde den Nagas erst absolut nicht gewachsen schienen. Besonders Janine hatte ihre Probleme, da sie an Antares Seite zuerst als Einzige gegen die Königin gekämpft hatte und kaum einen Treffer landen konnte. Die anderen, die gegen die Dienerinnen kämpften, hatten mehr Erfolg, auch wenn auch sie einige böse Treffer einkassieren mussten. Doch schlussendlich gelang es unter anderem Mara, einer Naga den Todesstoß zu verpassen und auch Leatrice war in der Lage, einer Naga sowohl das Leben als auch ihre Zunge zu entnehmen. Am Ende wurde die Königin durch eine gemeinsame Angriffsstrategie schließlich ebenfalls getötet, woraufhin Antares ihren Kopf abtrennte, um ihm Königin Serpentia buchstäblich auf dem Silbertablett zu servieren. Zufrieden aber maßlos erschöpft zogen die Halbgötter von dannen, allerdings nicht, ohne nicht vorher die wertvollen Naga-Gegenstände an sich zu nehmen, die später halbwegs demokratisch unter ihnen aufgeteilt wurden.
Mehr jedoch, das wussten nun auch die letzten Gruppenmitglieder, konnten sie vor Ort für die Asiaten in Sabaylon nichts tun. Die Nagas begannen, beim Aufbau zu helfen und die Halbgötter beschlossen schlussendlich, doch noch nach Norden aufzubrechen.
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BeitragThema: Re: Chronik   Sa Okt 26, 2013 10:27 pm

Showdown im hohen Norden



Man hätte den Halbgöttern sicher gewünscht, dass sie wenigstens eine ruhige Fahrt haben würden, wenn sie sich schon selbstlos in den Norden begaben, um ganz Asien zu retten. Doch das Schicksal meinte es weniger gut mit ihnen als die Glückwünsche ihrer Freunde, die sehnsüchtig auf den Erfolg der Mission warteten. Inmitten der langen Reise in die immer kälter werdenden Gefilde des eisigen Ost-Gumegas wurden die Halbgötter Zeuge von dem Schrecken, über die sich selbst die Piraten der Meere nur munkelnd unterhielten. Während Janine in der Ferne am Himmel eine derart alles umfassende Schwärze sah, die den Augen der anderen verborgen blieb, begannen ihre Freunde an Bord langsam aber sicher den Verstand zu verlieren. Während die einen in Panik ausbrachen, versteckten sich die anderen unter Deck um Schutz zu suchen vor der Macht, die aus allen ein winselndes Häufchen Elend machte. Angetrieben vom schwarzen Himmel, den Janine sah, steuerten diejenigen, die noch halbwegs die Kontrolle über sich selbst und ihre Handlungen besaßen, das Schiff hinaus aus den Grenzen der Gefahrenzone. Nicht auszumalen, was passiert wäre, wenn sie wirklich geradewegs in das Gebiet des schwarzen Himmels hineingefahren wären, zumal selbst die Nähe dieses seltsamen Ortes manche an den Rande der Verzweiflung trieb. War es etwa eine Ebene der Verzweiflung hier auf dem Ozean oder noch etwas viel Schrecklicheres? Diese Fragen würden sich den Halbgöttern erst einmal noch nicht beantworten, zumal ihre Gedanken, sobald sie wieder klar waren, den Söhnen des Nordens galten. Doch, wo Schatten ist, da muss auch Licht sein. Die erdrückende Schwere des schwarzen Himmels ließ zwei einsame Seelen zueinander finden und so gaben Enjia und Zeilon alsbald bekannt, dass die beiden von nun an ihren Weg gemeinsam gehen würden.
Auf dem Festland angekommen, stellte die Gruppe zu ihrem Leidwesen fest, dass sie die Kälte maßlos unterschätzt hatten. Das erfuhr auch Mimy, die sich an Bord versteckt gehalten hatte, um mitzureisen und den hohen Norden kennenzulernen. Offenbar wusste sie, dass die Halbgötter es niemals zugelassen hätten, dass sie mitkam, doch nun war sie da. Kälte und Hunger zerrten stark an ihren Kräften, worauf sie ziemlich zügig den Entschluss fassten, dass der Aufenthalt in provisorischen Iglus sie irgendwann umbringen würde. So zogen sie los und entdeckten nach einigen Tagen Fußmarsch durch die Eiswüste, wo sie auf gefährliche Eismonster stießen, ein kleines Dorf am Meer.
Dort begann ihr erster Kampf gegen eine nicht zu unterschätzende Tochter des Nordens und des Meeres, Undine. Sie nutzte ihren Heimvorteil und zudem die tückische Begabung der Hypnose, um sich Aurora zu Eigen zu machen und mit ihr als Waffe gegen die Halbgötter anzutreten. Mit gemeinsamer Stärke und taktischer Zielsicherheit jedoch gelang es unserer Gruppe, die Meereshexe zu bezwingen und Aurora aus ihren Fängen zu befreien. Nach Undines Tod nahmen die Halbgötter das Dorf ein, töteten (auf Wunsch einiger und zum Leidwesen anderer) jeden möglichen Krieger und verschanzten die übrigen in ein großes, abgeschlossenes Gebäude.
Lange warteten die Halbgötter nicht und nutzten die Gefangenen dazu, sich Informationen über den Verbleib von Sulins altem Feind Fafnir zu beschaffen, der offenbar in den Kreisen der Nordsöhne als Legende galt, die hoch in den eisigen Bergen in einer Höhle leben sollte.
So brachen eine Hand voll Halbgötter, darunter Sulin, Nayla, Mara und Chochokpi auf, um eben diese Höhle aufzusuchen. Tatsächlich fanden sie die legendäre Drachenhöhle, doch mit einer Sache hatten sie nicht gerechnet. Im inneren der Höhle herrschten derart hohe Temperaturen, dass sie die Mengen an dem sich dort befindlichen Gold derart erhitzten, dass eine einzelne Berührung mit einem Goldstück bereits schwere Verbrennungen auslösen könnten. Und Fafnir, nun, der hatte sie bereits erwartet. Es entbrannte ein furchtbarer Kampf, in dem manche Krieger beinahe ihr Leben eingebüßt hätten, doch am Ende stellte es sich als Glück heraus, dass das klaffende Loch, welches entstand, als Fafnir Nayla durch die Wand schleuderte, in eine angrenzende Tropfsteinhöhle führte, in der die Temperaturen so human waren, dass die Halbgötter sich dem Kampf doch wieder gewappnet fühlten und Fafnir schließlich bezwingen konnten.
Erfolgreich kehrten sie in das eroberte Dorf zurück, wo sich bereits das nächste Problem auftat. Aufgrund der Tatsache, dass sie auch noch die Mäuler der Zivilisten stopfen mussten, wurden die Nahrungsvorräte knapp und die Eiswüste bat nur wenig Vegetation, um Nachschub zu beschaffen. Die Rationen wurden weiter gekürzt, die Mägen waren leer. Aus diesem Grund plante Antares, der sich als General dazu berufen fand, die Gruppe zu leiten, eine Nahrungssuche. Er sprach mit Aurora und Leatrice seinen hinterhältigen Plan ab, der beinhaltete, dass sie sich unauffällig von der Gruppe abzweigen und ins Dorf zurückkehren sollten, um alle Zivilisten zu ermorden.
Als die komplette Gruppe ins Dorf zurückkehrte, hatten die Frauen Antares Plan bereits in die Tat umgesetzt und obwohl viele Halbgötter ziemlich betroffen waren, freuten sie sich doch über die wieder größer werdenden Essensrationen.
Eine weitere kleine Erkundungstour verwickelte die Halbgötter gleich in zwei weitere Kämpfe. Ein Schneesturm sonderte Antares und Janine von der Gruppe ab und führte sie in einen winterlichen Nadelwald, in dem sie einer gehässigen Eis-Beherrscherin, Nanna, ausgeliefert waren, die sie aus einem Versteck heraus stets attackierte. Als sie sie jedoch nach einer langen Suche endlich fanden, machten sie ihr schnell den Garaus.
Währenddessen fanden sich die übrigen Halbgötter in einem Kessel voller Ruinenteile wieder, wo ein bereits mehr oder weniger bekannter Feind auf sie wartete: Gata. Mit seiner Skelett-Armee und hoch zu Ross auf seinem mystischen Geisterpferd hielt er die tapferen Halbgötter ziemlich auf Trab, die mit jedem wirkungslosen Angriff immer verlorener dastanden. Es war beinahe ein Wunder, dass sie ihn doch noch bezwingen konnten, nachdem er sie spüren gelassen hatte, was es hieß, ein Meister der Untoten zu sein.
Die nächsten Tage verliefen einigermaßen ruhig, doch offenbar waren Erkundungstouren im Norden ein allgemeines Todesurteil für jeden Krieger. Diesmal jedoch traf es nicht diejenigen, die aufgebrochen waren, sondern diejenigen, die zurückblieben.
Es begann mit einem urplötzlich explodierenden Hafengebäude, ehe sich unter anderem Vangis, Sebastian und Mara einem grandiosen Krieger entgegenstellen mussten und das zu allem Überfluss noch ohne ihre göttlichen Kräfte. Während Ragnus, Feldherr und Verlobter der nordischen Prinzessin, vorbildlich zeigte, welche enormen kriegerischen Kräfte der hohe Norden bot, wurden die Halbgötter zusätzlich von unsichtbaren Bolzen eines unsichtbaren Himmelskriegers attackiert, der sich alsbald als der Diplomat Arik herausstellte, der ihnen in Funabashy den Krieg erklärt hatte.
Mit einer List gelang es der Gruppe jedoch im letzten Moment, die beiden zu stoppen, obwohl einige von ihnen übel zugerichtet wurden.
Als alle wieder versammelt waren, wurden sie sich schnell einig, dass sie das Dorf verlassen mussten, da Ragnus und Ariks Ankunft vermuten ließen, dass die Nordsöhne nun wussten, dass sie hier waren. Und irgendwann würden die beiden Toten gewiss vermisst werden. Zudem flößte eine Vision seitens Silentia der Gruppe ziemliche Angst ein, in der sie sahen, dass der schreckliche Uwogin und die rothaarige Kriegerin, die Tzatziki auf dem Gewissen hatte, einen Wettkampf daraus machten, wer die Feinde wohl als Erstes erledigen würde.
Also brachen sie auf zu einer auf einem Plateau befindlichen Höhle auf, die die Erkundungs-Gruppe gefunden hatte und zu der es nur einen Zugang gab. Dort konnten sie zumindest zwei Nächte lang ruhen.
Doch dann geschah das Unfassbare. Vangis, der sich seine Wachschicht mit Mimy teilte, behielt die Ebene gut im Blick. Allerdings zeigte Mimy, deren Absichten bisher weiterhin unklar waren, nun ihr wahres Gesicht. Sie hypnotisierte Vangis ohne ihn auch nur eines Blickes zu würdigen und nahm ihm die Erinnerung an ihre Worte, wobei sie seinem Unterbewusstsein einredete, er wäre Schuld an dem, was passieren würde. Die bisher als Unschuldige bekannte Mimy hatte Uwogin offensichtlich auf irgendeine Weise eine telepathische Spur hinterlassen, der sie direkt zur Höhle führte. Erst als es zu spät war, weckte sie scheinheilig ihre Freunde und teilte ihnen mit, dass Uwogin bereits hier war und sie ihn nicht bemerkt hatte, da Vangis eingeschlafen war. Sofort stürzten sich die Halbgötter in den Kampf und doch konnten sie nicht vermeiden, dass ihre vermeintliche Freundin Mimy von Uwogin in Stücke gerissen wurde und einzig und allein ihr Blut nun den Schnee verfärbte.
Entsetzt von dem, was passiert war, entbrannte ein brutaler, schier aussichtsloser Kampf gegen eine Kampfbestie, die seinesgleichen sucht. Einige Halbgötter wurden mühelos außer Gefecht gesetzt und manche sahen bereits den eigenen Tod vor ihren Augen, doch Kamui, der sich vorgenommen hatte, das Monster zu besiegen, gelang es mit Hilfe seiner listenreichen Freunde, ihn soweit zu verletzen, dass er gelähmt war. Anschließend überließ er ihn einem Nadelwald und seinen hoffentlich hungrigen Einwohnern, da er der Meinung war, einen schnellen Tod hätte er nicht verdient.
Als Kamui wieder zu seinen Freunden flog, fiel ihm jedoch auf, dass sich Mimys Blut auf dem Schnee bewegt hatte und, ähnlich wie in Asien, nun das Zeichen der Kultisten in den Schnee brannte.
Wütend und traurig zugleich über Mimys Verlust (zumal sie nicht wussten, dass sie Mimy selbst zu verdanken hatten, dass Uwogin sie überhaupt gefunden hatte), zogen sie gleich los in die nächste Stadt, um ihren Job endlich zu erledigen. Vangis hatte nun sehr unter der Wut der anderen zu leiden, da sie ihn für Mimys Tod verantwortlich machten.
Es stellten sich jetzt nunmehr die Fragen, warum Mimy Uwogin hergerufen hatte, obwohl sie daran starb und was wirklich hinter dem angeblich machtlosen Antlitz der Vermummten steckt. Doch davon bekamen ihre „Freunde“ schließlich nichts mit.
Die Halbgötter hatten allerdings Glück im Unglück, da es sich bei der nächsten Stadt, auf die sie stießen, um die Hauptstadt des nordischen Reiches handelte, Midviken.
Da Jokka in der Lage war, Trugbilder von Arik und Ragnus zu erstellen, konnten sie sich Eintritt in die Stadt verschaffen und bis zum Markt vordringen. Dort jedoch stießen sie auf ein Schwarzgelocktes Problem, welches sich Nadia nannte, Ariks Frau. Diese war zufällig mit der rothaarigen Prinzessin der Nordsöhne, Juna, auf dem Markt, um sich mit neuen Pelzen einzudecken, als sie ihren vermeintlichen Mann sah und ihm in die Arme fallen wollte. Schnell versuchte die Gruppe zu entkommen, doch im Gegensatz zu Nadia witterte Juna, dass an den Neuankömmlingen etwas faul war und folgte ihnen.
Schon bald saßen sie in der Falle der Menschenmassen, die selbstverständlich ihrer Prinzessin helfen wollten. Mit ihrer unnatürlich starken Glorie und den helfenden Walküren entpuppte sich Juna als eine der gefährlichsten Gegnerinnen, mit denen es die Gruppe jemals zu tun bekam.
Viele Zivilisten starben bei dem Gemetzel oder wurden unter den Trümmern einstürzender Häuser begraben. Lediglich Ariks jüngsten Sohn konnte Janine retten, gerade dann, als Nadia, unter einer Hauswand begraben, dahinschied. Längst nicht alle Walküren konnten besiegt werden, doch als Antares mit letzter Kraft auf Juna zustürmte und diese tötete, kurz bevor er wahrscheinlich getötet worden wäre, gingen auch die übrigen Walküren und die Glorie zugrunde.
Allerdings konnten sie sich nicht lange an ihrem Sieg über die Prinzessin freuen, da eine Armee bereits auf sie wartete, um sie in den Palast des Königs zu bringen.
Um ihre Verwundeten zu schützen, blieb ihnen nichts anderes übrig, als mitzugehen und sich dem König zu stellen. Da sich bisher alle Nordsöhne als fiese Kampfmaschinen entpuppten, rechnete man schon damit, dass auf dem nordischen Thron gewiss kein Exemplar eines Mannes sitzen würde, dessen Bauchumfang dem eines Daidalos glich.
Doch der König, der auf dem Thron eines mit vier Kristallsäulen ausgestatteten Thronsaales saß, war weder ein großer Krieger noch ein Daidalos. Es handelte sich um einen alten Mann, der derart krank und gebrechlich wirkte, dass man sich kaum vorstellen könnte, er sei für das Leid eines ganzen Landes verantwortlich. König Hargon hieß der Mann, der den Halbgöttern weiß machte, sie umbringen zu wollen und dabei selbst an seinen Hustenanfällen zu ersticken drohte.
Doch alles sollte sich ändern, als ein Diener ihm mitteilte, seine geliebte Tochter sei im Kampf gegen die hier befindlichen Halbgötter gefallen. Dies brachte ihn so in Rage, dass er Vangis mit einem Schlag kampfunfähig machte, womit keiner gerechnet hätte. In Sekundenschnelle schien der König immer jünger zu werden und damit auch wieder robuster und stärker.
Die Halbgötter fühlten sich reingelegt und griffen den Mann Hals über Kopf an. Tatsächlich schafften sie es auch, ihn zu töten, doch sie freuten sich zu früh, denn der König stand wieder auf, als wäre nie etwas gewesen. Zudem verfügte er über viele, sehr treffsichere und gefährliche Angriffe, die die Halbgötter ziemlich auf Trab hielten. Allerdings kamen Enjia und Zeilon auf die Idee, dass der Schlüssel für Hargons Untergang vielleicht nicht in ihm selbst, sondern in etwas außerhalb seines Körpers lag, da er mit der bloßen Tötung seines Körpers anscheinend nicht sterben konnte. Zuerst nahm Janine den Thron ins Visier, der zu ihrer Überraschung ebenfalls das Kultisten-Symbol beherbergte, was nun wieder einmal die Frage aufwarf, ob die Kultisten vielleicht schon den ganzen Norden infiziert hatten. Der Thron ließ sich problemlos zerstören, doch das Symbol hielt allen Angriffen stand. Als Beweismittel steckte Janine es jedoch vorsichtshalber einmal ein. Da neben dem Thron als einziges die Kristallsäulen auffällig waren, begannen insbesondere Mara, Janine und Enjia sich diesen anzunehmen und sie zu zerstören. Offenbar lagen sie damit gar nicht so falsch, da Hargon plötzlich versuchte, sie besonders an der Zerstörung der letzten Säule zu hindern. Neben Vangis erlitten auch Kallos, Enjia und Janine einen K.O.-Treffer, wobei Letztere es noch schaffte, die letzte Säule zu zerstören, ehe sie in Ohnmacht fiel. Die Übriggebliebenen, insbesondere Zeilon, erledigten schließlich den König, der aufgrund der zerstörten Kristallsäulen nicht länger unsterblich war und befreiten den Norden aus den Klauen des kriegerischen Herrschers.
Erschöpft und müde machten sie sich auf den Nachhauseweg, wobei Baghira, Octavian und Mara dort blieben, um sich um die Verwaltung zu kümmern, ehe asiatische Abgeordnete diese Aufgabe für sie übernahmen.
Am Strand von Funabashy wurden sie bereits von Sagarmatha und den anderen Asiaten empfangen, die sich sehr über das Wiedersehen freuten.
Als sie Sagarmatha von dem Kultisten-Symbol auf dem Thron berichteten und Janine ihr ihr Mitbringsel zeigte, erlangte diese eine Vision der Vergangenheit, die zumindest einige Fragen klären sollte.
Die strahlende Gestalt, der Sagarmatha bereits einmal blutende Augen zu verdanken hatte, tauchte im Thronsaal auf und setzte im Bruchteil einer Sekunde sämtliche Palastwachen außer dem König selbst außer Gefecht. Dieser glaubte bereits, sein letztes Stündlein habe geschlagen, doch die Gestalt wollte nicht mehr als mit ihm zu verhandeln. Sie erzählte ihm von einem Eiland, welches fremde Schätze und große Krieger berge und nur darauf wartete, vom nordischen Reich erobert zu werden. Als Lockmittel schenkte die Gestalt dem König Schätze aus Asien. Dieser zeigte sich begeistert und willigte ein, dem Eiland den Krieg zu erklären, woraufhin die Gestalt das Symbol der Kultisten in den Thron brannte. Dann endete die Vision.
Nun war klar, dass die Gestalt daran schuld war, dass die nordischen Krieger hier eingedrungen waren und das plötzliche Dahinscheiden sämtlicher Wachen zeigte, dass hier ein Feind am Werk war, der nicht zu vergleichen war mit all den anderen Feinden, denen sie bisher gegenüberstanden.
Was nun folgen würde, was unklar. Fakt war jedoch, dass die Halbgötter erst einmal Ruhe und etwas Training brauchten, um sich von all den Strapazen zu erholen. Und dies alles wollten die Erhabenen des Himmels ihnen bieten.
Immerhin hatten Antares, Vangis, Janine, Nayla, Kamui, Aurora, Baghira, Octavian, Mara, Zeilon, Enjia, Silentia, Kallos, Jokka, Chochokpi, Sebastian, Zahra, Sulin und Leatrice ganz Asien gerettet.
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BeitragThema: Re: Chronik   Mo Dez 23, 2013 1:01 am

Angst um Kanchenjunga



Der Frieden in Asien war wieder hergestellt, doch das göttliche Blut, welches in den Adern unserer Gruppe floss, gönnte den Halbgöttern keine Ruhepause. Ihr eigener Ehrgeiz trieb sie dazu, weiter zu trainieren und sich einige Kampftechniken von ihren asiatischen Freunden anzueignen. Doch der beginnende Frieden sollte nicht die einzige Veränderung sein, die sich nach dem Krieg zeigte. Besonders die Finalisten des Turniers der vier Himmel, die dem asiatischen Team angehörten, gingen hier und da wieder ihren gewohnten Berufen nach. Während Sagarmatha am Hof des Großwesirs präsent war und den gebrechlichen Herren mit politischen Ratschlägen tatkräftig unterstützte, ging der bei den Halbgöttern nicht ganz so beliebte Attentäter Kanchenjunga seinen ganz eigenen Geschäften nach… Ein neuer Auftrag wurde ihm gestellt von einem Kunden, der offenbar eine hohe Summe für Venators Sieg zahlen wollte. Selbstverständlich hielt der König der Attentäter den Auftrag wie immer geheim und von unseren Halbgöttern wusste anfangs nur Janine, dass er überhaupt aufgebrochen war. Diese war natürlich mehr als unglücklich darüber, Kanchenjunga gleich wieder hergeben zu müssen, war sie doch erst kürzlich selbst aus dem Norden zurückgekommen, doch er versprach seiner Tänzerin, nicht länger als zwei Wochen zu fort zu sein. So zog er von dannen und ließ Janine mit ihrer Sehnsucht allein.
Nach drei Wochen, in denen sie Kanchenjunga nicht einmal mehr per Emblem erreichen konnte, hielt Janine es nicht mehr aus und trommelte ihre Freunde zusammen, um ihnen ihr Leid zu klagen. Selbst Manaslu, Kanchenjungas engste Vertraute, wenn es um Mord-Aufträge ging, fand seine lange Abwesenheit doch recht ungewöhnlich und machte von dem Kuvert Gebrauch, welches der Attentäter ihr stets überreichte, ehe er loszog. Es enthielt meist den Namen des Auftraggebers oder zumindest den Ort, an dem man diesen aufsuchen konnte und nach jedem erfolgreichen Auftrag vernichtete Kanchenjunga ihn ungelesen wieder. Doch erstmals war Manaslu gezwungen, ihn zu öffnen. Die Spielhalle „Aleacta“, die sich einst in Griechenland befand, nun aber nach Sabaylon umgezogen war, sollte der Anlaufpunkt für die Gruppe sein, in der sie nach einem gewissen „Kiryu“ fragen sollten.
Antares, Kamui, Chochokpi, Zeilon und Enjia wollten ihre Freundin nicht allein in die Höhle des Löwen gehen lassen und begleiteten sie, obwohl sich die meisten von ihnen an der Abwesenheit Kanchenjungas gar nicht zu stören schienen. Doch ernüchternder Weise wurde ohnehin nur Janine zu „Kiryu“ vorgelassen, während die anderem im Vorzimmer der schlecht besuchten Spielhalle warten mussten. Über das, was dort drin geschah, mochte Janine am liebsten auf ewig schweigen. Fakt war, dass ihr ein maskierter Mann begegnete, der behauptete, „Kiryu“ zu sein und sich die Gunst ihrer Lippen gegen Informationen über Venators Verbleib erkaufte. In ihrer ganzen Verzweiflung ließ sich Janine auf den Handel ein und wurde bitter enttäuscht, denn der Mann war nicht der, für den er sich ausgab. Kaum hatte sie ihren Teil der Abmachung erfüllt, betrat der echte „Kiryu“ den Raum und bot der Tänzerin die wirklichen Informationen als Entschädigung für das unzüchtige Verhalten seines Komplizen an: Er habe Venator damit beauftragt, Vadenta, der sich als König in Griechenland eingenistet hatte, zu vernichten.
Janine fiel aus allen Wolken und sah ihren Junga schon verloren, doch sie wollte sich mit diesem Gedanken nicht abfinden und wäre wahrscheinlich Hals über Kopf allein nach Griechenland aufgebrochen, wenn ihr ihre Freunde nicht auch hier treu zur Seite gestanden hätten.
Kaum betraten die Halbgötter die griechischen Gefilde, wurden sie darauf aufmerksam, was sich nicht alles in ihrer Abwesenheit geändert hatte: Die Grenzkontrollen wurden sehr stark verschärft und überall waren Soldaten über Soldaten positioniert. Allen voran glänzte das Haupttor von Persopolis von einem Übermaß an Wachposten, die die Halbgötter nur zum König vorließen, weil sie angaben, ein wichtiges Relikt, den blauen Schlüssel von Griechenland, zurückgeben zu wollen.
Dieses Mal empfing Vadenta die Halbgötter in seinem Palastgarten und entpuppte sich wie eh und je als derjenige, der am eindeutig längeren Hebel saß. Er nahm den Schlüssel an sich und wies insbesondere Janine mit der Auskunft, er habe Venator getötet, in ihre Schranken zurück. Als diese vor Entsetzen gar nicht mehr sprechen konnte, verhandelten ihre Freunde weiterhin um Informationen. Denn wie immer war das Glück auf der Seite der Dummen und Vadenta wusste nicht, wem er den Anschlag auf seine Person zu verdanken hatte. Ganz im Gegenteil zu den Halbgöttern, die mit dieser Information mehr Details aus Vadenta heraus zu kitzeln versuchten. Schließlich zeigte der neue König ein Fünkchen Nachgiebigkeit und gab zu, dass Kanchenjunga zwar sehr wohl noch lebte, aber wohl nicht mehr lange. Er habe ihn nur halbwegs am Leben gelassen, um Informationen über seinen Auftraggeber aus ihm herauszuquetschen, doch bisher hatte der Attentäter geschwiegen. Vadenta erlaubte Janine schließlich, den abgemagerten und innerlich beschädigten Kanchenjunga aus dem Verließ zu entwenden und zurück nach Sabaylon zu bringen, sofern er sich nie mehr auf griechisches Gebiet wagte. Im Gegenzug enthielt Vadenta Informationen über den Verbleib des mysteriösen Auftraggebers „Kiryu“.
Gerade als die Halbgötter wieder aufbrechen wollten, ließ Vadenta sie wissen, dass er die heutige Aktion zwar großherzig gewähren lassen würde, doch warnte die Halbgötter auch davor, dass er sie, sollten sie sich seinen Plänen in den Weg stellen, vernichten würde. So zogen die Halbgötter mit Kanchenjunga und einem riesigen Kloß im Hals von dannen in Richtung Sabaylon.
Dort wurde der Verletzte erst einmal liebevoll von Janine aufgepäppelt. Doch als er wieder das Nötigste um sich herum mitbekam und von Janines Bericht erfuhr, erschrak er fürchterlich und beauftragte seine Tänzerin, „Kiryu“ sofort vor Vadentas Wissen über ihn zu warnen. Diese verstand gar nicht, was seine Sorge bedeutete, zumal sich „Kiryus“ Vertreter als absolut widerlicher Stinkstiefel entpuppt hatte, doch sie kam Kanchenjungas Bitte nach und warnte „Kiryu“, sodass er und seine Leute schnell genug verschwinden konnten, ehe die Spielhalle von einem mysteriösen, grünen Kometen in Stücke gesprengt wurde…
Warum Kanchenjunga diese Leute retten wollte, ist unklar. Doch ehe sich die Halbgötter einem neuen Rätsel stellen wollten, mussten sie erst einmal mit ihren ganz eigenen Problemen zurechtkommen, denn einige einstige Verbündete mussten feststellen, dass sich der neue Feind genau unter ihnen befand…
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BeitragThema: Re: Chronik   So März 09, 2014 7:42 pm

Wie Feuer und Eis



Immer eisiger wurde die Stimmung innerhalb der Halbgotttruppe, was nicht weiter verwunderlich sein sollte, wenn man bedenkt, wie lange sie nun schon auf engstem Raum zusammenlebten und das zu allem Überfluss sogar noch mit dem asiatischen Turnierteam. Da konnte es hier und da schon einmal zu Streitigkeiten kommen. Doch leider blieb es nicht bei kleinen, verbalen Auseinandersetzungen. Es bahnte sich eine Eiszeit an zwischen zwei Fronten. Immer öfters gerieten Mara und Antares heftig aneinander und dabei sollte es nicht immer nur auf verbaler Ebene kriseln. Hier und da drohten sie sich gegenseitig mit Handgreiflichkeiten. Da Mara sich zudem auf Vangis Seite schlug, der, wie die Halbgötter glaubten, für den Tod Mimys verantwortlich war, fühlte sich Kamui angegriffen, der sehr unter Mimys Verlust litt. Da Janine ihre Rolle als Diplomatin sehr ernst nahm, nutzte sie das nahende Friedensfest, welches eigentlich besonders in Helia gefeiert wird, um eine kleine Fete vorzubereiten, die all ihre Freunde wieder näher zusammenschweißen sollte. Gemeinsam mit Kanchenjunga, den sie mehr oder weniger dazu verpflichtet hatte, ihr zu helfen, mietete sie das Untergeschoss eines kleinen Ladens, welches sie festlich und gemütlich herrichtete. Alles hätte wunderbar werden können, wenn Janine einen bestimmten Faktor berücksichtigt hätte: Annapurna. Die nämlich liebte Dramen jeder Art und ein Drama, welches dazu führen könnte, dass es dem ihr verhassten Antares an den Kragen ging, konnte sie nicht einfach so ignorieren. Erst setzte sie Mara den Floh ins Ohr, Antares habe gedroht, sie bei Gelegenheit zu töten und spielte der Atlanterin vor, eine so gute und besorgte Freundin zu sein. Als nächstes stahl sie eine Flasche Gift aus Lambha Pahars persönlichen Vorräten und entfernte das Etikett, ehe sie es fein säuberlich als Geschenk verpackte. Sie wusste, dass das Friedensfest unter anderem dazu bestimmt war, seinen Liebsten etwas zu schenken. Und dieses Geschenk sollte Mara niemals mehr vergessen…
Das Fest war im vollen Gange, als endlich die Päckchen ausgetauscht wurden. Auch Antares war so großzügig gewesen, Mara etwas zu schenken: Ein Magenband, um auf ihre Gefräßigkeit anzuspielen. Doch dieses Geschenk sollte von Mara niemals geöffnet werden, denn in einem unbeobachteten Moment tauschte Anna das Geschenk gegen das Gift ein. Auf gute Zureden hin, öffnete Mara die Flasche und bekam schon vom bloßen Geruch des Giftes Atemnot. Ganz so schwerwiegend hatte sich Anna die Wirkung zwar nicht vorgestellt, aber sie erfüllte ihren Zweck: Die Gruppe spaltete sich in zwei Lager und schon bald sollte ein Kampf entbrennen.
Dieser begann am See des Jadeturms und beide Parteien waren gewillt, die jeweils andere dem Erdboden gleich zu machen. Anna setzte natürlich auf Antares Tod, denn wenn er erst einmal aus dem Weg wäre, würde Kanchenjungas und Janines Liebe nichts mehr im Wege stehen und was tat man nicht alles für den besten Freund der Welt? Dazu kam, dass auch Lambha Pahar Antares drohte, da dieser fest davon überzeugt war, er hätte das Gift aus seinen Vorräten gestohlen.
Der Kampf der beiden Halbgottgiganten Mara und Antares löste eine wahre Kettenreaktion aus. Da Maras Angriffe Antares in Gefahr brachten, konnte Janine nicht anders, als ihrem Freund beizustehen. Und als Janine wiederum in Gefahr war, musste sich auch Kamui gegen Mara stellen, obwohl auch sie ihm eigentlich wichtig war. Vangis, der hingegen Mara unterstützte, erlebte gegen Kamui eine schwere Niederlage und auch Mara konnte trotz großem Durchhaltevermögen, der geballten Macht dreier gegen sie gerichtete Halbgötter nicht Stand halten.
Zwar überlebte sie den Kampf und wurde von Enjia versorgt, doch hatte die Auseinandersetzung einen Keil in die Gruppe getrieben.
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BeitragThema: Re: Chronik   So März 09, 2014 7:42 pm

Der große Angelwettbewerb



Obwohl die neuesten Streitereien die Gruppe ziemlich entzweit hatten und die Stimmung innerhalb der Mauern des Jadeturms eher düster war, erlebte die Hafenstadt Funabashy einen neuen Frühling. Gewerbe wurden wieder aufgenommen und die von den Nordsöhnen verursachten Schäden restlos getilgt. So eine Leistung, fanden die Bewohner der beschaulichen Seestadt, musste gefeiert werden. Aus diesem Grund riefen sie zu einem großen Angelwettbewerb aus, an dem jeder teilnehmen konnte, der Lust hatte, sich mit einem Fischerboot in die Fluten zu stürzen und einen möglichst großen Fisch an Land zu ziehen. Zweier-Mannschaften sollten gebildet werden, die drei Gebiete zur Auswahl hatten: Das offene Meer, anliegende Flüsse oder ein Riff.
Aurora, Zeilon, Kallos, Vangis, Janine und Antares erklärten sich dazu bereit, an der lustigen und mal etwas anderen Herausforderung teilzunehmen. Zum Missfallen einiger unter ihnen kam Aurora auf die Idee, die Zweierteams auszulosen. So kamen die Paarungen Antares/Aurora, Vangis/Kallos und Zeilon/Janine zustande, über die – wie man sich denken kann – nicht alle furchtbar begeistert waren. Während sich Aurora und Antares gleich mit Sack und Pack und vor alle Dingen vielen verschiedenen Ködern in Richtung offenes Meer begaben, entschieden sich Kallos und Vangis für das Riff. Janine und Zeilon wollten ihr Glück in den Flüssen versuchen, obgleich Janines Vorschlag, einen „Flusswal“ zu fangen, nicht ganz in Zeilons Interesse lag.
Vangis und Kallos fingen gleich zwei Fische, wobei sie mit dem Zweiten glatt den dritten Platz belegten.
Bei den feurigen Halbgöttern auf hoher See herrschte lange Zeit flaute, doch irgendwann gelang es ihnen, einen waschechten Hai an Bord zu ziehen und den zweiten Platz zu ergattern.
Sieger des großen Angelwettbewerbs und damit Gewinner eines königlichen Zahns pro Person waren schließlich höchst unerwarteter Weise Janine und Zeilon, die zwar keinen Flusswal, aber trotzdem einen ziemlich großen Brocken an Land ziehen konnten.
Wer hätte das schon gedacht?
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BeitragThema: Re: Chronik   So März 09, 2014 7:43 pm

Der Fluch der Kuchisake Onna




Matsumoro, ca. 200 Jahre vor unserer Zeit…
Eine wunderschöne Frau mit langem, rabenschwarzen Haar, strahlend grünen Augen und lieblichen, rosigen Wangen kniet vor dem Koi-Karpfen-Teich ihres Gartens und steckt sich gerade eine weiße Blüte ins Haar, als es an ihrer Tür klopft. Daria Matsumoro hieß die Schönheit, die die Männer in ihr Haus einlud, welche ihren Mann aufsuchen wollten, Masao Matsumoro, den großen Samurai-Krieger und Volksheld, um sich von ihm unterweisen zu lassen. Freundlich wie sie als gute Ehefrau und Gastgeberin nun einmal war, bereitete sie den Männern Tee zu. Dabei erwarb sie die Avancen eines jungen Kriegers, der sich Darias Schönheit nicht entziehen konnte. Sie jedoch liebte nur das Herz eines einzigen Mannes, Masaos, den sie verehrte wie einen König, der er für sie war. Als ihre Blüte aus ihrem Haar zu Boden fiel, kam es zu einer unschuldigen Berührung zwischen Daria und dem Krieger, die Masao mitbekam, als er gerade das Haus betrat. Mit knappen Worten wimmelte er seinen Besuch ab und stürzte sich in seiner rasenden Eifersucht auf seine Frau. Ohne zu zögern, zerschnitt er ihr Gesicht zu einer hässlichen Fratze, auf dass sie niemals mehr jemand schön finden möge, und verließ sie.


Noch heute, 200 Jahre nach diesem tragischen Ereignis, streift Daria als fürchterliche Kuchisake Onna, durch die Straßen der nach ihrem grausamen Mann benannten Stadt, auf der Suche nach Gerechtigkeit und Erlösung.
Von dieser Begebenheit ahnten unsere Helden allerdings nichts. Sie hatten gerade ihre ganz eigenen Probleme mit dem noch immer andauernden Streit, aber auch mit dem gefassten Entschluss, Asien endgültig den Rücken zu kehren. Da besonders Janine unter dem Abschied von Kanchenjunga litt, sprach Kallos die Idee auf, die Tänzerin aufzumuntern, indem man sie auf ein Straßenfest mitnahm, von dem er gehört hatte. Stattfinden sollte es in der Kleinstadt Matsumoro, die es zu Ehren ihres Volkshelden feierten, welcher die Stadt einst zu einem friedlicheren Ort gemacht hatte. Während Kallos und Kamui sich Antares und Janine anschlossen und etwas Spaß haben wollten, floh Aurora, die eindeutig genug von Janines Trauerkloß-Gehabe hatte, tiefer in die Stadt hinein. Dabei begegnete sie einer fahlen Dame, die mit einem blutroten Kimono bekleidet war und starr auf einen verlassenen Spielplatz hinaus blickte. Magisch von ihrer Melancholie angezogen, kam sie mit der Frau ins Gespräch, die Aurora ihr wunderschönes Gesicht präsentierte und ihr die Frage stellte, ob sie schön sei. Wie verzaubert antwortete die Piratin mit einem ehrlichen „Ja“, woraufhin die Frau ihr Gesicht entblößte und eine entsetzlich entstellte Fratze präsentierte. Auf die zweite Frage „Immer noch?“ konnte Aurora nur noch mit einem angewiderten „Nein!“ reagieren, wodurch die Dame, eine waschechte Kuchisake Onna, Aurora angriff und mit ihrer Schere markierte. Durch einen Feuerangriff gelang es Aurora, das Monster auf Abstand zu halten und zur Poststation zu fliehen, in deren Nähe unsere anderen Helden gerade Zeuge davon wurden, dass eine zerstückelte Männerleiche gefunden wurde. Während Janine gerade einen korpulenten Wachmann bezirzte, um Informationen darüber zu erhaschen, dass es noch weitere Morde in der Stadt gab, erreichte die panische Aurora Kallos, Kamui und Antares und erzählte ihnen von ihrem Erlebnis. Janine wiederum erfuhr, dass es mehrere, komplett zerstückelte Männerleichen gab, aber auch einige, in zwei Teile gespaltete Kinder. Als ihr die Informationen vorerst reichten, gesellte auch sie sich zu der Gruppe um Aurora, die sehr bald auf das Weinen eines jungen Knaben aufmerksam wurde, dessen Mutter seit einigen Tagen vermisst wurde. Janine nahm den weinenden Hiro erst einmal in den Arm und aus seinen Erzählungen folgerten die Halbgötter, dass es – egal, um was es sich bei der Frau aus Auroras Schilderungen handelte – , auf jeden Fall noch mehrere Exemplare davon gab. Sie versprachen, Hiros Mutter zu suchen, tauschten noch ein paar Informationen mit Passanten aus und machten sich gerade auf den Weg, tiefer in die Stadt hinein, als sie bemerkten, dass Kallos sich unbemerkt von der Gruppe entfernt hatte. Dieser wollte dem Rufen seiner empathischen Fähigkeiten Folge leisten und geriet prompt selbst in die Fänge einer Kuchisake Onna, die allerdings einen weißen Kimono trug. Aurora, die dank einem Angriff der roten Kuchisake Onna einen fluoreszierenden Fleck am Mundwinkel trug, wurde zum Magnet für all diejenigen Kuchisake Onna, die sich ansonsten in der Stadt aufhielten, sodass es in einer Nebenstraße zu einem regelrechten Aufstand jener Wesen kam, die besonders Antares mit seiner immensen Feuerkraft auf Abstand halten konnte. Auch Kallos stieß an dieser Stelle den Göttern sei Dank unbeschadet zu der Gruppe. Auch die rote Kuchisake Onna erschien wieder auf der Bildfläche, als die Weißen beinahe alle unschädlich gemacht wurden. Kamui wagte es als Erster, diplomatisch auf die rote Dame einzureden und auch Janine folgte seinem Beispiel. Auf diese Weise reimten sich die beiden eine Geschichte zusammen, die der wahren, damaligen Begebenheit ziemlich nahe kam und Janine lag mit ihrer Vermutung, Matsumoro sei nicht ganz der strahlende Held, für den ihn alle hielten, nicht so ganz falsch. Bei Erwähnung seines Namens sauste die rote Kuchisake Onna zu Matsumoros Schrein, in den die Halbgötter ihr folgten. Dort trafen sie auf einen Priester, der ihnen erzählte, für was man Daria, die Frau Matsumoros, in dieser Stadt hielt: Eine treulose Seele, die Verrat an ihrem Mann geübt hatte. Nach diesen Schilderungen tauchte Daria wieder aus der Geisterebene auf und zerfleischte den Priester. Wieder versuchte Kamui, ihr gut zuzureden, doch der Blick Darias war streng auf etwas gerichtet, was an der Wand neben einem großen Portrait hing, welches sowohl sie als auch ihren streng blickenden Mann im Hintergrund zeigte. Es handelte sich um eine Klinge, die wohl Matsumoro selbst gehört hatte und – das schlussfolgerte Kamui aus dem traurigen Blick der Kuchisake Onna – dafür gesorgt hatte, dass Daria entstellt wurde. Den Halbgöttern wurde schmerzlich bewusst, dass Daria um Erlösung flehte, die Kamui ihr gewährte, indem er sie mit eben dieser Klinge tötete und von ihrem Leiden befreite.
An dieser Stelle wurden die Halbgötter Zeugen von Darias Erinnerungen, die sie wie einen Film beobachten konnten. Nun erfuhren sie ihre ganze, herzzerreißende Geschichte, die damit endete, dass sich eine lächelnde Daria vor den Helden verbeugte und schließlich in einem Silberhauch verschwand, ebenso wie das Mal an Auroras Mundwinkel.
Das Abenteuer endete damit, dass Kallos und Kamui nach einem kurzen Moraldisput mit Janine, Antares und Aurora Hiro aufsuchten, der sich wohl bereits bewusst geworden war, dass seine Mama tot war und ihm Darias Geschichte erzählten, damit die junge Generation irgendwann die Wahrheit und nicht mehr die Lüge über falsche Heldenverehrung verbreitete.
Daraufhin konnten die Halbgötter endlich nach Helia weiterziehen.

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BeitragThema: Re: Chronik   So März 09, 2014 8:04 pm

Vom Regen in die Traufe



Man sollte meinen, unsere Halbgötter hätten nach dem Krieg in Asien, dem Showdown im hohen Norden und nach der blutigen Auseinandersetzung mit einer verrückten Scheren-Schwingerin langsam aber sicher genug von derartiger Aufregung. Allerdings währte die anfängliche Willkommens-Ruhe in Helia nicht wirklich lange. Zaltana, der Wirt des Goldenen Tröpfchens, der Stamm-Taverne unserer Helden, erzählte ihnen erst einmal, wie sehr sich Griechenland doch unter der Herrschaft von Imperator Vadenta verändert hatte. Während mittlerweile sogar Frauen zum Arbeiten gezwungen wurden, wurden alle Berufe verboten, die nicht der Bereicherung des Vaterlandes dienten. Ferner erfuhren sie auch von einem Sondereinsatzkommando unter der Leitung von Hauptmann Dante, welches legal in Helia nach flüchtigen Verbrechern suchte, um diese ins Griechische Reich zurückzubringen. Allen voran ein brutal wirkender Gewaltverbrecher namens Marek, dessen Steckbrief Zaltana den Halbgöttern vorlegte. Auf ihn sollten es die griechischen Soldaten besonders abgesehen haben. Aus diesem Grund war es nicht sehr verwunderlich, dass es die Halbgötter auf die Straßen zog, als ein junger Mann in die Taverne gelaufen kam und laut verkündete, dass die Stadtwache den Verbrecher gestellt hatte.
Sofort zogen Janine, Kamui, Antares, Enjia, Zeilon und auch seine Schwester Sulfa los, um sich das Spektakel anzusehen und einen Blick auf Marek und diese seltsame Armee-Abteilung zu werfen. Doch als sie den Schauplatz nördlich des großen Marktplatzes erreichten, wurden sie nur noch Zeuge davon, wie Marek die helianischen Stadtwachen brutal ermordete. Erst als Hauptmann Dante, ein muskulöser Glatzkopf mit gefährlichen Flammen-Abbildern um die Augen, das Feld betrat, konnte Marek Einhalt geboten werden. Dante nämlich raubte Marek seine göttlichen Fähigkeiten, indem er eine spezielle Art von Kette um seinen Hals schwang und ihn so zur Ergebenheit zwang. Janine fiel gleich auf, dass Dante und auch seine Assassinen eine unglaublich gewaltige Aura besaßen, wenn man bedachte, dass sie nur Menschen waren. Kurzerhand beschlossen sie, Marek zu helfen, da sie nicht tatenlos zusehen wollten, wie Vadentas Streitmacht einen Erfolg errang. Ein sehr unbedachter Entschluss, stellte sich rasch heraus, denn alle Soldaten waren sehr harte Nüsse und schwer zu knacken. Trotz eines Sieges über Dante und seine Männer, mussten die Halbgötter sogar schwere Wunden in Kauf nehmen. Die Assassinen waren ohne Frage Meister der Nahkampfkunst und im Verborgenen schossen sogar meisterhafte Schützen mit Säure-Pfeilen auf unsere Helden. Am Ende hatte sich Marek nicht einmal für die Hilfe bedankt und sich aus dem Staub gemacht. Janine hatte lediglich noch spüren können, dass es sich bei ihm um einen Sohn des Ares handeln musste. Und dieses Mal kamen die Halbgötter leider nicht so glimpflich mit ihrer Kurzschlusshandlung davon. Sie hatten sich des Verrats am Griechischen Reich schuldig gemacht und nun wurden auch auf sie Kopfgelder ausgesetzt.
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Janine
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BeitragThema: Re: Chronik   Sa Mai 10, 2014 9:31 pm

Die Widerstandsbewegung



Nachdem etwas Ruhe in den Alltag der Halbgötter eingekehrt war, die trotz dem hohen Kopfgeld, welches auf sie ausgesetzt war, nur selten Scherereien bekamen, sorgte ein neuer Bekannter für Aufruhr: Marek, der Sohn des Ares. Zuerst wollten sich die meisten von seiner vulgären, chauvinistischen Persönlichkeit fern halten, doch schon bald mussten unsere Helden feststellen, dass Marek auf ihrer Seite stand, wenn es um einen gewissen blonden Imperator ging, den er mindestens genauso verabscheute wie unsere Halbgötter es taten. So kam es auch, dass bald einige Gerüchte an die Ohren unserer Helden drangen, die von Rebellen erzählten, die sich im nordöstlichen Teil der Stadt verschanzt haben sollen. Nach einigen Überlegungen, machte sich Chochokpi spontan auf den Weg dorthin, um vielleicht etwas herauszufinden. Von einem redseligen, dennoch dubiosen Passanten erfuhr er, dass sich in letzter Zeit einige vermummte Gestalten durch die Straßen bewegten, die hauptsächlich in Richtung der Ruinen strömten. Mutig machte sich Chochokpi auf die Suche nach denjenigen, von denen der Passant gesprochen hatte und wurde tatsächlich fündig. In den tiefsten Tiefen Helias, an einem Ort, den kein Einwohner freiwillig mehr besuchen würde, dort stieß er auf die Rebellen. Mehr noch! Auf den geheimen Widerstand gegen Vadenta höchstpersönlich. Nachdem der Drachenähnliche das Vertrauen des Mannes errungen hatte, mit dem er sich unterhielt, versprach er, das nächste Mal seine Verbündeten mitzubringen, die sich der Widerstandsbewegung anschließen wollten. Denn sich allein diesem Wahnsinnigen zu stellen, wäre das Todesurteil für jeden einzelnen Halbgott, sie wie es auch beinahe Venators Todesurteil gewesen wäre.
Selbstverständlich wurden einige Halbgötter hellhörig, als Chochokpi mit derartigen Neuigkeiten herein geschneit kam und ohne zu zögern folgten sie ihrem Freund, um den geheimen Widerstand kennenzulernen.
In der Ruine angekommen, in der Chochokpi auf den ersten Rebellen getroffen war, wurden unsere Helden durch eine Luke in das Kellergeschoss einer alten Taverne geführt, die genug Platz für viele Feldbetten, Weinfässer und Tische bot, an denen Strategien besprochen wurden. Hier fanden viele Flüchtlinge Zuflucht, deren Glück es war, Vadentas Schergen entkommen zu sein. Auch alte Bekannte fanden sich unter ihnen. Xiares, der Schlächter des griechischen Turnierteams und nicht zuletzt der geheimnisvolle „Kiryu“, der den Kopf der Bewegung bildete. Er und seine Männer waren aus Asien geflohen, als der „grüne Stern“ ihr Versteck in Sabaylon vernichtete. Um die Bereitschaft seinerseits, mit unseren Helden zu verhandeln, zu zeigen, enthüllte „Kiryu“ vor den Halbgöttern sein wahres Gesicht. Verblüffung stand in den Gesichtern der Halbgötter geschrieben, als sich „Kiryu“ als der Mann entpuppte, der Vadenta damals in Persopolis verraten hatte – Oberst Taisa.
Er war es auch, der unserer Gruppe gemeinsam mit einem ehemaligen Griechischen Offizier – Teros – und Xiares, von den Veränderungen im Griechischen Reich erzählte. Nicht nur, dass das Heer enorm aufgerüstet wurde, nein, es wurde offenbar auch der gesamte griechische Führungsstab umbesetzt. Dieser beherbergte nunmehr ausschließlich jene Leute, die Vadenta für fähig und treu empfand. Dabei handelte es sich um einen älteren, aber kronloyalen General namens Ethyeos, der den Süden des Landes verwaltete, um General Rhodos, der mit eiserner Faust den Norden unter Kontrolle hielt, als auch einen dem Widerstand gänzlich unbekannten General Raxus, der das Kommando über Atlantis als auch über Persopolis selbst inne hatte. Immer größer wurde Vadentas Einfluss, der sogar bis nach Helia reichte, indem er die Arbeitslosen aus den Gossen abzog, um ihnen in Griechenland Nahrung und Unterkünfte im Gegenzug für harte Arbeit anzubieten.
Allen war klar, dass der Widerstand noch in den Kinderschuhen steckte, doch gemeinsam wollten sie darum kämpfen, dass Vadenta so schnell wie möglich von Thron geschubst würde. Aus diesem Grund gab Taisa unseren Helden die Aufgabe, vertrauenswürdige Verbündete für ihre Sache zu gewinnen, während sich jeder um eine gute Strategie bemühte, die dazu beitragen sollte, eine enorm wichtige Sache bestmöglich zu erledigen: Daidalos zu finden und in Sicherheit zu wissen. Denn Griechenland brauchte einen König – und das sollte niemals Vadenta sein!
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BeitragThema: Re: Chronik   Fr Jun 13, 2014 10:20 pm

Mimikry



Während sich ihre Freunde mehr oder weniger mit kleinen, lästigen Kopfgeldjägern herumschlugen, hätte es für Antares und Kamui ein ganz entspannter Tag werden können. Die Sonne schien, der Wein im Tröpfchen schmeckte köstlich und niemand schien in irgendeiner Weise auf Ärger aus zu sein. Auf dem Marktplatz trafen Janine, Kamui und Kiara, die zusammen beim Tanz-Training gewesen waren, auf Antares, der seiner Familie etwas zeigen wollte. Aus diesem Grund war Kamui allein zurück ins Tröpfchen gegangen und traf dort zu seiner großen Verwunderung auf… Antares. Dieser saß dort und lauschte dem Gespräch zweier geschwätziger Damen, die über einen Mann namens Titus tratschten, der offensichtlich seit dem Turnier der vier Himmel ein krankhaftes Faible für unseren temperamentvollen Ägypter hatte. Angeblich lehne er, obwohl er nicht mit Schönheit oder Charisma gesegnet wurde, die Liebe der einzigen Frau ab, die jemals sein Herz erobern wollte und wünschte sich stattdessen, Antares Leben zu führen an seiner Stelle mit seiner Familie. Als Kamui Antares jedoch erreichte und ihn darauf ansprach, was er überhaupt hier zu suchen hatte, wo er doch gerade mit Janine und seiner Tochter wegmarschiert war, begann der Ärger. Denn Antares hatte Janine seit heute Morgen nicht mehr gesehen… Kamui beharrte darauf, dass der Mann, der Janine abgeholt hatte, genau so ausgesehen hatte wie Antares, woraufhin die Männer ihrer ersten Verdächtigung folgten. Steckte etwa Titus hinter dieser „Entführung“? Zur Sicherheit versuchten die Männer, Janine per Emblem zu erreichen, doch derjenige, der sich am anderen Ende der Leitung meldete, was tatsächlich Titus, der ganz offen zugab, Janine und Kiara in seiner Gewalt zu haben. Wenn das mal nicht nach einer Falle roch?
Sofort jedoch quetschten die Männer die beiden Frauen in der Taverne aus und erfuhren dank ihnen den Wohnort des vermeintlichen Doppelgängers, die sie sofort aufsuchten. Es war ein Leichtes, in die Wohnung einzubrechen, doch niemand war darin aufzufinden. Wirklich niemand, allerdings viele sehr beunruhigende Sammler-Gegenstände, die sich allesamt um Antares drehten. Titus besaß ein ganzes Regal voller Figuren vom Turnier, darunter einige Raritäten. Er besaß Bücher in Hieroglyphen-Schrift, die er als gebürtiger Grieche wahrscheinlich nicht einmal lesen konnte. Dazu kamen Portraits von Antares, auf denen er stolz posierte, kämpfte oder Müsli aß. Auch Antares-Bettwäsche, einen Antares-Bettvorleger, eine selbstgebastelte Janine-Puppe, Antares-Salatbesteck, Antares-Kissen und einen Antares-Toilettendeckel nannte Titus sein Eigen.
Nach kurzem Suchen kam Antares auf das, was von Anfang an hätte offensichtlich sein sollen: Unter dem Antares-Bettvorleger befand sich eine Luke, die in einen ehemaligen Keller führte, den Titus allerdings zu einem Wirrwarr an aneinandergereihten Antares-Fanräumen ausgebaut hatte, in denen man offensichtlich Rätsel lösen musste, um weiter ins Herz des Komplexes vorzudringen.
Im ersten Raum fanden die Halbgötter eine Original-Nachbildung von Antares Wohnzimmer aus seiner Kindheit vor, in dem sich nicht nur alle Möbel an ihrem Platz befanden, sondern neben ihnen noch eine Figur seines Vaters, der Antares als Baby im Arm hielt und ihn anscheinend mit der Hand sanft berühren wollte. An der Wand gegenüber war ein Wandbild mit derselben Szene zu sehen. Dort allerdings ballten beide Männer die Hände zu Fäusten. Die Lösung des Rätsels war, die Figuren so zu verschieben, dass sie mit dem Bild übereinstimmten. Das Beunruhigende an der Sache was jedoch, warum Titus wusste, wie es in Antares Kindheit ausgesehen hatte und wer ihm dieses Wissen vermittelt hatte…
Im nächsten Raum wurde es nicht besser, denn dort wurde eine Szene aus Kamuis oder Janines Erinnerungen nachgestellt: Den Moment, an dem sie sich kennengelernt hatten und Janine Kamui eigentlich am Ohr hätte ziehen müssen. Klar war, dass man genau diese Geste mit den Figuren darstellen musste, doch das war nicht das einzig Beunruhigende in diesem Raum. Diesmal war kein Bild an die Wand gemalt worden, sondern ein roter Schriftzug mit den Lettern: Kenne deine Feinde. Ob Titus also etwas gegen Kamui hatte? Und woher kannte er die Erinnerung, die er und Janine doch mit niemandem derart lebhaft geteilt hatten?
Der nächste Raum jedoch war weitaus plausibler. Er zeigte die Spitze der Pyramide, auf der Makalus und Antares Kampf im Turnier stattgefunden hatte. Die Figur des Makalu trat Antares gerade gegen die Brust, doch auf dem Bild an der Wand trat Antares Makalu gegen die Brust. Also stellte der Ägypter die Figuren so um, dass sie dem Wandbild entsprachen, woraufhin er einen Mechanismus auslöste, der dafür sorgte, dass die Antares-Figur seine Faust nach vorn schlug und Makalus Kopf wie eine Melone zerplatzen ließ. Offenbar war Titus nicht zufrieden gewesen mit dem Ausgang der Prüfung. Dennoch öffnete dieses Manöver die Tür für den Raum mit der letzten Prüfung. Dabei handelte es sich um einen vollkommen leeren Raum mit schwarzem Boden und schwarzen Wänden. Lediglich eine höhnisch grinsende Figur von Kanchenjunga stand mitten im Raum, vor ihr ein Schwert, welches auf Antares wartete. Er durfte den Asiaten töten, denn dieser stand auch auf Titus Abschussliste. Antares bewies jedoch innere Größe, indem er nicht seinen Zorn auslebte, sondern das Werk vollbrachte, aus dem alleinigen Grund, schnell zu seiner Familie zu gelangen. Und genau diese wartete im nächsten Raum, der einer Kirche glich. Janine lag gefesselt und mit ausgepeitschtem Rücken auf dem mit Blumen geschmückten Altar neben einer Spritze und einer Peitsche. An ihrer Seite stand Titus und hielt Kiara im Arm. Wie weit er das Maß des reinen Fan-Daseins überschritten hatte, sah man seiner Erscheinung an. Er hatte sich operieren lassen, um seinem Idol ähnlicher zu sein und doch gab er nur noch eine groteske Gestalt ab, die Antares nicht einmal im Mindesten ähnlich sah. Ganz anders, als Kamui ihm auf dem Markt begegnet war…
Doch zu Antares und Kamuis Verwunderung war Titus nicht der einzige Feind im Raum. Neben ihm stand in roten Hotpants und mit einer fein gekämmten, grauen Perücke, an die Wolfsohren angebracht wurden, ein weiblicher Kamui und sie gingen jede Wette ein, dass dies die Frau war, die sich so nach Titus Herzen sehnte.
Als Antares seine Familie in Titus Gewalt sah, wollte er schon drauf losstürmen, doch da seine schlechte Kopie ihre Finger bedrohlich an Kiaras Hals hielt, traute er sich nicht, sich weiter vor zu wagen. Stattdessen stellte Antares Fragen, die Titus seinem Idol gerne beantwortete. Er hätte einen Packt mit einer Frau, die sich als „Großen Geist“ betitelte, sagte er und die ihn mit Informationen über Antares und Janines Vergangenheit versorgte. Im Gegenzug hatte er den Auftrag bekommen, Antares zu vernichten und seinen Platz einzunehmen. Sogar die Übergabe von Antares Aura an Titus hatte der „Große Geist“ ihm versprochen, woraufhin er ohne Bedenken eingewilligt hatte. Als die Sprache auf Janine kam, lachte Titus und ließ Antares wissen, er hätte für die Bestrafung gesorgt, für die Antares in seinen Augen längst sorgen sollte. Als Antares ihm daraufhin drohte, nahm Titus schließlich die Herausforderung an.
Ehe die Männer sich versahen, hatte Titus Janine die auf dem Altar liegende Spritze verpasst, bei der es sich, wie die Halbgötter später erfahren sollte, um eine konzentrierte Dosis von Pandoras Vermächtnis handeln sollte. Kiara reichte er an den weiblichen Kamui weiter, ehe er Janine wie ein Bündel schulterte und in einen anliegenden, leeren und ausgestatteten Raum verschwand, in den Antares ihm eilig folgte. Der weibliche Kamui jedoch lenkte die Aufmerksamkeit des echten Kamuis auf sich und verschwand mit Kiara in einen anderen leeren Raum.
Während Antares allein gegen Titus kämpfen musste, der sich in einen Nebel tauchte und tatsächlich die beinahe identische Gestalt von Antares annahm und vom „Großen Geist“ als Hilfsmittel einen jeden Angriff absorbierenden und zurückwerfenden Schild zur Seite gestellt bekommen hatte, war der weibliche Kamui nur auf ein Gespräch mit dem echten Kamui aus. Dabei erfuhr er etwas, was ihn mehr beunruhigte als all das, was er heute in den Räumen gesehen hatte. Das Mädchen wollte niemandem etwas zur Leide tun, doch Titus hätte sich stark verändert, nachdem er den „Großen Geist“ angetroffen hatte und Kamui zu sein, wäre ihre einzige Chance gewesen, bei ihm zu sein, da Titus selbst sagte, sie sei nicht gut genug für eine Janine. Als Kamui das Mädchen fragte, was genau dieser „Große Geist“ vorhabe, gestand das Mädchen, dass Antares gar nicht das oberste Ziel dieser fremden Macht ist, sondern Kamui. Sie sagte, er sei derjenige, mit dem alles enden würde und dem auf gar keinen Fall etwas passieren durfte. Ehe sie sich jedoch erklären konnte, wurden ihre Augen jedoch matt und aus heiterem Himmel brach sie sich selbst das Genick. Kamui bekam es nur noch mit der Angst zu tun, schnappte sich Kiara und sprintete in den Raum, in dem die anderen verschwunden waren, um nach Antares und Janine zu sehen.
Der Ägypter hatte in der Zwischenzeit eingesehen, dass er gegen Titus Schild nicht ankam und versucht, seinen Gegner mit Worten davon zu überzeugen, sein Spielzeug wegzulegen, um sich als würdig zu beweisen, Antares Platz einzunehmen. Da Titus trotz Einfluss des geheimnisvollen „Großen Geistes“ noch immer Antares größter Fan war, nahm er die Herausforderung an, woraufhin es für Antares ein Leichtes war, ihn zu überwältigen. Er tötete ihn nicht, um weitere Informationen aus ihm herauszuquetschen. Doch als er wissen wollte, wer dieser „Große Geist“ war, wich das Leben aus Titus wie es zuvor aus seiner Freundin gewichen war. Plötzlich und wie von Geisterhand.
Zwar war Antares Familie gerettet, doch zurück blieben viele Fragen.
Wer war dieser „Große Geist“ und warum war er an Antares Tod interessiert?
Woher kannte er ihre Erinnerungen und über welch große Mächte verfügte er?
Und die schlimmste Frage, die in Kamuis Brust brannte und über die er schwieg:
Was wollte der „Große Geist“ von ihm und was in Hades Namen sollte mit ihm enden?
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BeitragThema: Re: Chronik   Do Jun 19, 2014 10:09 pm

Das Bergheim-Horror-Kabinett



Falls ihr glaubt, unsere Halbgötter seien nur gut darin, Köpfe abzuhacken und sich irgendwelchen Ärger einzuhandeln, habt ihr euch gewaltig getäuscht. Denn eines Abends, als Janine, Kamui, Octavian, Vangis, Jokka und Kallos gerade mit Alkohol an der Bar des Tröpfchens den Tag ausklingen ließen, wurden sie auf zwei junge, hübsche Frauen aufmerksam, die auf die Namen Melida und Pia hörten und ziemlich deprimiert schienen. Schnell kamen sie mit ihnen ins Gespräch und erfuhren, dass die beiden Schwestern Trübsal bliesen, weil sie aus dem Haus ihrer Kindheit vertrieben worden sind. Es habe ihrer geliebten Großmutter gehört, die kürzlich verstorben war, aber nie daran gedacht hatte, ein Testament auszustellen. So wurde es zum Verkauf angeboten. Da Melida und Pia sich nicht einigen konnten, wer das Haus schließlich beziehen sollte und eine allein sich das Haus auf dem riesigen Grundstück nicht leisten konnte, wurde es ihnen vor der Nase weggekauft. Als die beiden beschlossen, es zusammen zu beziehen, war es bereits zu spät und ihr Kindheitshaus auf dem günstig gelegenen Grundstück fiel in die Hände des alten Bergheims und seines Sohns Niklas. Bei den beiden handelte es sich um Trickbetrüger, die durch dubiose Machenschaften einen guten Haufen Geld gescheffelt hatten, welches sie jetzt dazu investieren wollten, das in ihren Augen veraltete Haus abzureißen, um auf dem Grundstück eine prachtvolle Villa zu errichten. Niklas, der ohne eigene Persönlichkeit lebte, Bettnässer war und seinem Papa alles nachplapperte, fand die Idee natürlich großartig. Ganz im Gegensatz zu Melida und Pia.
Da die Mädchen nicht wussten, wie sie gegen die Männer vorgehen sollten, es allerdings bekannt war, dass der alte Bergheim und Niklas nichts mehr fürchteten als Geister, war es für die Halbgötter eine beschlossene Sache, die Männer nach allen Regeln der Kunst aus dem Haus heraus zu gruseln.
Sie brachen ein in das Haus und führten allesamt schaurig schöne Pläne durch. Während Janine den eingenässten Niklas als schöne Engelsgestalt aus seinem Bettchen lockte, verursachte Jokka bei eben diesem Panik, indem sie aus dem Kinderzimmer ein Puppen-Horror-Kabinett zauberte. In der Küche des Hauses wartete Octavians Geisterschwester Nora, die eine Drohung mit Tomatensoße an die Wände schmierte und später Niklas und seinen Vater aus dem Haus vertrieb. Im Keller trat Octavian als der lebendige Tod auf und Vangis als die gruseligen Hände, die aus dem Erdreich Niklas Füße umklammert hielten. Während Kamui draußen schaurig jaulte, kümmerte sich der unsichtbare Kallos darum, den alten Bergheim in Grund und Boden zu gruseln, bis die beiden, verfolgt von Kamui, dem wölfischen Ungetüm, das Haus schreiend verließen und sich schworen, niemals wiederzukommen.
Melida und Pia waren überglücklich und bekamen das Haus sogar geschenkt, da die Bergheims nicht einmal mehr ihr Geld zurückhaben wollten. Sie konnten in dem Haus ihrer Kindheit wohnen bleiben und belohnten unsere Halbgötter mit Kostbarkeiten aus dem Edelsteinschmuck ihrer Großmutter.
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BeitragThema: Re: Chronik   Fr Sep 19, 2014 1:11 am

Tropische Liebe



Das Leben könnte so schön sein! Nachdem die Halbgötter endlich genug vom angespannten Kopfgeld-Klima in Helia und genug von Vadentas Machenschaften in Griechenland hatten, beschlossen sie, die Aztuura-Insel zum ersten Mal gemeinsam zu bereisen. Das feindliche Griechenland war ein recht großes Hindernis, was es zu überwinden galt, doch geschickt konnte sich die Halbgott-Gruppe an Wachtürmen und Grenzwällen vorbeischleichen. Als sie endlich die Küste erreichten, segelten sie mit der Feuerseele in Richtung offenes Meer davon. Dass sie unschön empfangen werden würden, sollten sie sich jemals dazu entschließen, zurückzukehren, zeigte ihnen ein einschlagender grüner Stern, der die Gruppe fatal an die Gerüchte um die Spielhalle in Sabaylon erinnerte, in der einst Kiryu mit seiner Widerstandsbewegung hauste. Und die Silhouette, die einige im Rauch der grünen Explosion zu sehen geglaubt hatten, machte das Ganze nicht beruhigender.
Doch solche Gedanken mussten erst viel später Einzug in die Gedanken unserer Halbgötter finden, denn fürs Erste stand Urlaub in Lacaenea an und niemand hätte geglaubt, dass das Dorf der Voodoo-Priester bei diesem Besuch so viel Liebe ausstrahlen würde. Bis auf ein paar Stürme auf hoher See verlief die Seefahrt ruhig und die Feuerseele blieb von Ungeheuern unangetastet.
Endlich in Lacaenea angekommen, begann das Schauspiel der Liebe:
Zeilon kümmerte sich rührend um seine mittlerweile hochschwangere Enjia und machte ihr sogar einen Heiratsantrag.
Kamui und Mimiteh fanden endlich zueinander und versprachen, von nun an gemeinsam zu reisen, da ihnen eine weitere Trennung unmöglich schien.
Und zu guter Letzt wurde Janine ein zweites Mal von Antares schwanger.
Alles schien perfekt zu sein und die Liebe schien unseren Halbgöttern wirklich wohlgesonnen zu sein. Doch was die anderen zu viel haben, haben andere stets zu wenig. Dazu zählte auch Amores, ein Mann, der seit der Ankunft unserer Halbgötter am Hafen verweilte und seufzend aufs Meer hinaus blickte. Irgendwann beschlossen Mara, Vangis und Janine sich seiner anzunehmen und erfuhren, dass einer der Seestürme sein komplettes Schiff zerstört und alle Besatzungsmitglieder seiner Crew außer ihm in den Tod gestürzt hatte. An Bord des Schiffes jedoch befand sich ein Amulett, ein kostbares Artefakt, welches er seiner Liebsten zur Hochzeit schenken wollte, die sein Schwiegervater mit kritischen Augen bedachte. Und ohne dieses verschollene Familienerbstück seiner Liebsten fürchtete er, würde er nie die Erlaubnis seines Schwiegervaters einholen, seine Tochter zu ehelichen.
Natürlich konnte das die Tochter der Liebe nicht zulassen und so trieb Janine Mara und Vangis dazu an, mit ihr auf einem von Auroras Ruderbooten zu der Stelle zu fahren, an der das Schiff gesunken war, um das Amulett zu bergen.
Das Schiffswrack und auch das Amulett selbst waren relativ schnell gefunden und dank einer Kombination aus Janines Luft- und Maras Wassermagie konnte sogar Janine abtauchen und unter Wasser atmen. Dann jedoch bekamen es die Halbgötter mit gefährlichen Abgrundhaien zu tun, die Wasserbeherrschung außer Kraft setzten und Janines Luftblase zum Platzen brachten. In Windeseile wollten die Halbgötter den Haien entkommen und während Janine einen Hai an der Oberfläche ablenkte, entkamen Vangis und Mara durch ein Riff an die Oberfläche.
Nach einer aufregenden Erlebnistour in ein untergegangenes Schiffswrack, welches nunmehr der Friedhof für Amores Schiffsbesatzung war, konnten sie dem einsamen Liebenden wenigstens sein Amulett zurückgeben, woraufhin er sich freudig auf den Weg nach Teno Picchu begab, um seiner Geliebten endlich den Hof zu machen.
Ja, es war wirklich eine sehr harmonische Zeit, doch es wäre ungewöhnlich für das Leben unserer Halbgötter, wenn es so harmonisch bleiben würde. Und so war ein heftiger Küstensturm in Lacaenea nur der Auftakt für ein viel größeres Abenteuer, welches unsere Gruppe erwarten sollte und dieses Begann mit dem Besuch von einer alten Freundin und Rivalin von Aurora…
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BeitragThema: Re: Chronik   So Sep 21, 2014 11:36 pm

Kapitän Fasans Schatzgrotte



Der Besuch kündigte sich mit dem erschrockenen Ausruf eines außer Fassung geratenen Voodoo-Priesters an: Piraten! Piraten in Sicht! Sofort witterten die Halbgötter Gefahr für das Küstendorf Lacaenea und begaben sich auf Gefechtsstation, als sich das abschreckend anmutende Schiff dem Steg näherte. Die Stimmung war angespannt, als die rothaarige Kapitänin das Schiff verließ, der nicht nur ein Auge, sondern gleich noch eine Hand und ein Bein fehlten. Sofort war Aurora an Ort und Stelle bereit, ihr Revier zu verteidigen und die beiden Piratinnen begannen, einander hämische Sprüche an den Kopf zu werfen. Gerade als die Situation zu eskalieren drohte, fielen sich die beiden plötzlich in die Arme und gaben preis, dass sie die Halbgötter ganz schön an der Nase herumgeführt hatten, denn bei der Rothaarigen handelte es sich um Auroras alte Freundin und Rivalin Kapitän Violett, die man überall als die „Rückenstecherin“ kannte. Als Aurora Violett darauf ansprach, was sie eigentlich hier nach Lacaenea verschlug, rückte die Rothaarige mit sehr interessanten Informationen heraus.
Angeblich sei sie in den Besitz einer als verschollen gegoltenen Schatzkarte gekommen, die einst Kapitän Fasan selbst gezeichnet haben sollte. Für diejenigen, die von diesem legendären Piratenkapitän noch nie etwas gehört haben sollten: Vor ungefähr 80 Jahren besegelte er Gumega und häufte dabei Berge an Schätzen an. Seine Gier nach Gold war schier unermesslich und all seine Schätze sammelte er auf einer geheimen Insel in einer Schatzgrotte. Doch gleichzeitig zerfraß sie auch seine Seele, denn irgendwann misstraute er sogar den treuesten seiner Piraten. Aus diesem Grund bat er den Gott Leel um Hilfe und erbat eines seiner Albtraummonster, der seiner Schatzinsel als Wächter dienen sollte. Leel ließ sich auf diesen Handel ein, sofern Kapitän Fasan ihm dreizehn seiner treuesten Männer überließe. Getrieben von seinem Misstrauen schickte er die geforderten Männer in den Tod, woraufhin Leel ein schreckliches Ungeheuer auf die Schatzinsel schickte, das Fasans Goldschatz bewachen sollte. Als Kapitän Fasan seine Insel jedoch besuchte, bemerkte er rasch, dass er eine Klausel im Vertrag mit Leel hätte erwähnen sollen: Und zwar, dass er selbst die Kontrolle über das Ungeheuer erlangen würde. Da dies nicht der Fall war, wurde er selbst von dem Albtraummonster getötet, welches angeblich heute noch immer auf der Insel Wache stehen sollte. Vor seinem Tode fertigte der Kapitän jedoch noch eine Karte an, damit er den Weg zur Insel nicht vergaß. Durch Fasans Tod galt sie lange Zeit als verschollen, doch nun war sie Violett tatsächlich in die Hände gefallen und sie bat Aurora, von der sie wusste, dass sie als Halbgöttin sicher mit der Kreatur fertig werden würde, gemeinsam mit ihr den Schatz zu suchen und ihn dann gerecht unter sich aufzuteilen.
Da auch Aurora dem riesigen Goldschatz, der irgendwo auf sie warten sollte, nicht widerstehen konnte, sammelte sie ihre Gefährten Antares, Janine, Juan, Mara und Enjia um sich und erklärte sich bereit, gemeinsam mit Violett zur Schatzgrotte zu segeln.
Das Los fiel auf Violetts Schiff, die ‚Jacare Macabre‘, als es darum ging, mit welchem Schiff sie wohl reisen wollten, weshalb sich die Halbgötter Violetts Kommando unterordnen mussten. Am vereinbarten Tag segelte die Gruppe los und erreichte nach einigen Stunden die Schatzinsel, die viele Meilen westlich von Lacaenea lag. Im dichten Nebel wirkten die gefährlichen Klippen gleich viel bedrohlicher, weshalb der Gruppe nichts anderes übrig blieb, als Janine und Mara als Späher loszuschicken, die sich aus der Luft und im Wasser nach der Schatzgrotte, dem Ungeheuer, aber vor allem nach einer geeigneten Bucht umsehen sollten, in die das Schiff bedenkenlos hineinsegeln konnte. Schnell wurde vor allem Janine bewusst, dass die Insel ziemlich unbewohnt schien: Ein wahres Ödland voller Trostlosigkeit. Doch immerhin fanden die beiden Frauen eine hinter Klippen verborgene Bucht, in die die ‚Jacare Macabre‘ hineinsegeln konnte.
In der Bucht angekommen, entdeckten sie einen Fluss, der ins Landesinnere führte, doch Auroras geschultes Auge sah sofort, dass die Strömung viel zu stark war, als dass sie mit Ruderbooten hätten herumpaddeln können. Doch auch dafür hatte Violett eine Lösung, die den meisten Halbgöttern gar nicht zusagte… Denn eingepfercht in eine spezielle untere Kammer des Schiffes führte sie ihr geliebtes und (angeblich!) zahmes ‚Herzchen‘ mit: ein riesiges Krokodil, welches beinahe so lang war wie Violetts Schiff selbst! Und auf dem Rücken dieses Monstrums wurden sie schließlich glücklicherweise unangeknabbert bis zur Schatzgrotte transportiert, die Juan im Nebel ausmachen konnte.
Als sie diese schließlich betraten, trauten sie ihren Augen kaum: Der Raum schien vor Gold überzuquellen und es wirkte beinahe so, als fließe es aus einem angrenzenden Raum heraus, in dem noch viel mehr von den glitzernden Schätzen gab. Vom Ungeheuer war weit und breit keine Spur, weshalb der Tatendrang umso größer war. Violett verabschiedete sich mit dem Versprechen, mit ein paar ihrer Crew-Mitglieder wiederzukehren, die ihnen beim Verladen des Goldes helfen sollten.
Kaum hatte sich Violett aus dem Staub gemacht, wurde die Freude der Halbgötter von einer grellen, quäkenden Stimme durchbrochen und ein seltsames Wesen kroch hinter einem Berg von Gold hervor. Sein Oberkörper und sein Kopf schienen einigermaßen menschlich zu sein, doch sein Unterkörper war der einer Made. Er miss gerade einmal 1,50m und löste bei den schwangeren Frauen keineswegs Furcht, sondern vielmehr Muttergefühle aus, denn sowohl Enjia als auch Janine fanden den Kleinen furchtbar niedlich. Das gefiel dem Wesen, welches sich selbst als ‚Madenkönig‘ bezeichnete gar nicht, immerhin sei er die gefürchtete Kreatur des Leel!
Niemand konnte oder wollte den kleinen Kerl ernst nehmen, doch es sollte sich schon bald herausstellen, dass er doch etwas auf dem Kasten hatte. Er veranlasste Maden dazu, sich in die Köpfe von hier herumliegenden Leichen zu nisten, die sich wie Untote erhoben und die Gruppe angriffen.
Da es sich bei diesen Wesen nur um fremdgesteuerte Leichen handelte, waren sie relativ leicht zu besiegen und sogar Juan als Mensch hatte keine Probleme mit ihnen. Da es nun allen Halbgöttern mit dem Madenkönig reichte, begannen sie, auch ihn anzugreifen. Überraschenderweise ging er trotz seiner enormen Geschwindigkeit relativ schnell zu Boden und die Siegesfreude war schon groß, als wieder einmal gezeigt wurde, dass man sich bloß nie zu früh freuen sollte.
Aus einer schwarzen Substanz, die aus dem Körper des Madenkönigs herauslief und ihn verschlang, erhob sich ein gigantisches, groteskes Madenwesen – die wahre Gestalt des Madenkönigs! Und die sollte nun beweisen, warum sie es verdient hatte, sich als Kreatur des Leel zu bezeichnen.
Er rief keine Untoten mehr. Stattdessen kämpfte er mit seinen langen, sensenartigen Armen und mit Giftfäden, mit denen er die Halbgötter in Kokons einzuwickeln versuchte. Das Gift lähmte und verlangsamte jeden, mit dem es in Berührung kam, sodass das ohnehin viel zu schnelle Wesen noch schneller und gefährlicher wurde. Diesem Wesen war besonders Juan nicht mehr gewachsen, weshalb er zu fliehen versuchte. Doch mit Schrecken stellte er fest, dass alle in einem Bannkreis gefangen waren und das es kein Entrinnen gab. Wie in aller Welt war also Violett so mir nichts dir nichts wieder aus der Höhle rausgekommen?!
Während Juan gezwungen war, sich hinter Goldhaufen zu verstecken, kämpften seine Gefährten erbittert gegen das Monster, dessen Schwachstelle sie erst entdeckten, als sie schon einige Treffer einstecken mussten. Gemeint war der Madenrücken der Kreatur, denn nur diesem schienen ihre Angriffe überhaupt erst etwas auszumachen. Mit vereinten Kräften gelang es den Halbgöttern schließlich doch, den Madenkönig zu bezwingen und damit auch den Bannkreis zu zerstören. Mit einem gewaltigen Knall explodierte das Ungetüm und spritzte die Gruppe mit einem ekelhaften Gemisch aus Maden und Schleim voll. Und als wäre es nicht das Schlimmste gewesen, schien beinahe der gesamte Goldschatz im Erdreich zu versickern, als hätte sich Leel seine Entschädigung für den Mord an seinem Diener abgeholt. Wie gewonnen, so zerronnen!
Etwas bedrückt, aber erleichtert, da sie den Madenkönig bezwingen konnten, verließen die Halbgötter und Juan die Höhle.
Leider hatte das Gift des Madenkönigs die Geschwindigkeit der Halbgötter stark reduziert, weshalb sie gefühlte Stunden brauchten, um sich von der ebenfalls schneckenlangsamen Enjia heilen zu lassen. Während dies geschah, befahl Violett, die wieder zurückgekehrt war, ihren Piraten, nachzusehen, ob von dem Schatz wenigstens noch ein bisschen übrig war und alles zu bergen, was sie bergen konnten. Aurora sprach ihre Rivalin natürlich sofort darauf an, warum sie in der Lage gewesen war, den Bannkreis zu verlassen. Und diese antwortete ganz verwundert mit einer Gegenfrage: Ob sie es ihnen nicht gesagt hatte? Schließlich trug sie einen Talisman, der sie vor solchen Flüchen schützte. Aurora machte diese Antwort rasend, doch leider war sie zu langsam, um Violett eine zu verpassen und auch zu langsam, um zu verhindern, dass diese sich die einzig übrig gebliebene Schriftrolle einsteckte, die aufzufinden war.
Als alle wieder einigermaßen auf den Beinen waren, fuhren sie auf der Jacare Macabre zurück nach Lacaenea. Sie verabschiedeten sich von Violett und gingen an Land, jeder mit einem angemessen hohen Anteil des verbliebenen Schatzes.
Nur leider war die Schriftrolle nun in Violetts Händen … oder?
Als Antares Aurora darauf ansprach, grinste diese nun und fischte die besagte Schriftrolle aus ihrem Stiefel.
Tja, auch eine Rückenstecherin sollte der Kapitänin der Feuerseele niemals den Rücken zukehren.
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Janine
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BeitragThema: Re: Chronik   So Okt 26, 2014 9:06 pm

Die große Jagd



Nachdem unsere Halbgötter noch ein paar restliche Urlaubstage im friedlichen Lacaenea verbracht hatten, siegte ihn ihnen dennoch der Drang, sich in Abenteuer zu stürzen. Urlaub war ganz nett, aber kein Halbgott war dazu geboren, auf der faulen Haut zu liegen. Und sicherlich wären sie schon eher aufgebrochen, wenn sie geahnt hätten, wie viele neue Freunde sie an dem Ort erwarten würden, der als nächstes auf ihrer Route lag – Eldorado, die Hauptstadt der Dschungeljäger. Doch um die zu erreichen, mussten sie sich erstmal mehrere Tage lang durch das Dickicht des Urzeit-Dschungels kämpfen und es war wirklich ein Wunder, dass sie nur von Unwettern, ungewollten Schwangerschaften, Grippe-Symptomen und hysterischen Touristen überrascht wurden und nicht etwa von gefährlichen Bestien, die zweifellos zu genüge in diesen Wäldern hausten. Letztere – die Touristen – waren nicht ohne Grund hysterisch, denn offenbar wurden sie von einem Irren verfolgt, der glaubte, sie haben ihn gestohlen, obwohl sie doch nur ganz harmlos auf dem Weg nach Lacaenea waren und dabei nur zufällig an dem bis auf die Unterhose ausgeraubten Mann vorbeikamen, der sich flink ein Leopardenfell übergeworfen und sie prompt verfolgt hatte. Und auf diese Weise stieß die Gruppe auf den quietschfidelen Helden Picus, bekannt unter dem Ruhm verheißenden Namen Epicus! Nachdem er feststellte, dass auch die Halbgötter nichts mit dem Raub seiner Sachen zu tun hatten, schloss er sich ihnen an. Schon als sie beinahe in der Stadt angekommen waren, wurden sie plötzlich von einem Rudel Sechsbeiniger Jaguars überrascht, die allerdings von den Dschungeljägern und ihren Reittieren in die Flucht geschlagen wurden. Diese waren selbst auf Jagd und eskortierten unsere Helden die letzten Meter nach Eldorado.
In Eldorado selbst – eine beeindruckende Baumhaus-Stadt – trafen sie dann nicht nur auf beeindruckende Dschungeljäger, die ihren ganzen Alltag beinahe schon rituell meisterten, sondern auf zwei weitere neue Freunde, die sich ihnen bald anschließen sollten. Zum einen war da Vlad, ein schauriger Geselle, der sein Herz allerdings am rechten Fleck trug und zum anderen begegneten sie dem zarten Blumenkind Milaileé, die jedermann sofort ins Herz schloss. Mit ihren neuen Bekanntschaften verbrachten die Halbgötter ein paar schöne Tage in einer ganz anderen Lebensweise, die allerdings besonders die Natur liebenden Halbgötter faszinierend fanden, obgleich sie in geschlechtergetrennten Unterkünften hatten schlafen müssen.
Dann eines Morgens stand ein großes Ereignis an, was besonders Kamuis Herz höher schlagen ließ – die große Jagd! Alljährlich versammelten sich die Dschungeljäger auf ihren Reittieren und ritten los, um Jagd auf die Bullthonoten zu machen, die sich jedes Jahr auf den Weg zum Ort ihrer Kinderstube machen, um dort ihre Nachkommen zur Welt zu bringen. Es handelte sich nicht nur um gefährlich große, sondern äußerst wohlschmeckende Kreaturen, die die Vorratskammer der Dschungeljäger für viele Wochen füllen sollte. Wird die Jagd erfolgreich beendet, glauben die Dschungeljäger an die Gunst der Götter oder aber im Falle des Scheiterns an schlechte Omen.
Gerade als sich die Jäger auf den Weg machen wollten, schlossen sich Kamui, Mara, Antares, Kallos, Leatrice und Vlad der Gruppe an und zogen mit ihnen mit, obwohl es dem arroganten Häuptlingssohn Octiburon so gar nicht passte. Der war der Meinung, diese „Laien“ würden das ehrenvolle Ritual doch nur beschmutzen. Doch Jurdann, der erster Jäger und somit der Anführer der Gruppe, gewährte unseren Halbgöttern sich anzuschließen.
Nach wenigen Minuten Fußmarsch stießen sie auf die ersten Anzeichen, die darauf schließen lassen, dass die Bullthonoten – oder „Bullis“, wie die Dschungeljäger sagten – ganz in der Nähe waren. Unter anderem ein frischer Haufen Kot mit einer bullischen Duftnote – mhmmm!
Milaileé, die diese Jagd schon immer als grausam empfand, war der Gruppe heimlich gefolgt, wurde allerdings von Leatrice erspäht, sodass sie sich zwar anschloss, allerdings schwor, kein Tier umzubringen. Auf einer Lichtung wurde die Bulli-Horde schließlich ausgemacht, doch ehe unsere Halbgötter und die Jäger einen Angriff starten konnten, geriet die Horde in Aufruhr und trampelte los. Eilig hasteten die Dschungeljäger den führenden Exemplaren hinterher und verschwanden im Dschungel, während unsere Halbgötter ihrerseits ein paar Exemplare aufhielten, um sie an Ort und Stelle zu erlegen. Es war ein harter Kampf, der viel Team-Arbeit erforderte, doch nicht allein die Bullis machten unseren Halbgöttern das Leben schwer, sondern zusätzlich ein Grüppchen Raizabasilisken, die es ebenfalls auf die Bullis abgesehen hatten und schnell ausgeschaltet werden mussten, ehe sie das Bulli-Fleisch mit ihren giftigen Bissen verdarben. Und zu allem Überfluss zog auch noch ein heftiges Gewitter auf.
Es entbrannte ein Kampf, der die Halbgötter lange Zeit hart in Anspruch nahm und nicht wenige mussten Verletzungen einbüßen, denn auch ohne die zusätzliche Bedrohung durch die Raizabasilisken, war mit den großen Wildschweinen nicht zu spaßen. Es war eine anspruchsvolle und gefährliche Jagd, doch am Ende erlegten die Halbgötter drei Exemplare und präsentierten sie stolz den Jägern. Ihnen wurde Respekt gezollt, zumindest von Seiten Jurdanns, doch Octiburon machte sich über die angeblich winzige Größe der Bullis lustig. So ein Mistkerl…
Die Jagd war also erfolgreich und es wurde Zeit, erhobenen Hauptes ins Dorf zurückzukehren und von ihrem Erfolg zu berichten, doch als sie Eldorado erreichten, brannte die Hütte der Gast-Frauen lichterloh und sofort gerieten die Angehörigen in Panik. War den Frauen etwas passiert?!
Zum Glück waren alle in Sicherheit. Angeblich hatte ein monströser Blitz in die Hütte eingeschlagen, doch es waren alle frühzeitig entkommen. Nur die Hütte war nicht mehr zu retten, sodass die Frauen von nun an bei den Männern Unterschlupf finden mussten.
Erst das Unwetter in Lacaenea…
Dann der Blitzeinschlag in Eldorado…
Manche abergläubische Seele würde glatt behaupten, die Götter waren zornig und wollten irgendetwas bestrafen. Oder irgendjemanden… Aber das war natürlich reine Spekulation.
Oder?
Octiburon war anderer Meinung. Für ihn stand fest, dass die Götter zornig darüber waren, dass die Halbgötter ihre heilige Tradition durch ihr Mitmischen beschmutzt hatten. Es stand den Halbgöttern also nun ein einflussreicher Dschungeljäger entgegen, dessen Wunsch es war, sie alle schnellstmöglich zu vertreiben.
Wenn das mal nicht für neue Konflikte sorgte.
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BeitragThema: Re: Chronik   Sa Nov 29, 2014 9:10 pm

Eine schwere Entscheidung



Und als sei Octiburon nicht bereits derjenige, der für genug Konflikte sorge, so stand eines Tages wieder eine alte Freundin auf der Matte: Riana. Begleitet wurde sie von Sethos und beide Halbgötter gliederten sich gerade rechtzeitig in die Gruppe ein, um Zeuge des nächsten Dilemmas zu werden. Über den Schankwirt Bartuuq, der mit seinen Gästen plauderte, erfuhren die Stammkunden der Schenke rein zufällig von den neuesten Missständen, die derzeit im Dschungelgebiet herrschten. Dass die Dschungeljäger in Eldorado nicht die einzigen ihrer Art waren, war den Halbgöttern bekannt, doch nicht, dass es Clans gab, die sich sogar untereinander bekriegten. Und doch kam es innerhalb von drei Clans immer wieder zu Streitigkeiten, die derzeit so ausarteten, dass sogar in Eldorado deshalb Unruhen herrschten. Das Oberhaupt der Dschungeljäger, Salbaria, sah sich gezwungen einzugreifen und befahl das Ende der Fehde. Trotz der Androhung harter Strafen, gab keine der drei Fraktionen nach und die Auseinandersetzungen wurden immer rücksichtsloser und blutiger. Da die Dschungeljäger aus Eldorado jedoch nicht in der Lage waren, alle drei Clans auf einmal auszulöschen, wusste keiner so recht, wie sie wieder Ruhe in den Dschungel einkehren lassen sollten.
Die Halbgötter sahen ihre Chance, Octiburons Hetzreden auf sie entgegenzuwirken, indem sie sich dem Problem selbst annahmen, doch da es sich um eine komplexere Mission handelt und zwischen den verschieden gesinnten Halbgöttern ohnehin selbst genug Konflikte herrschten, kam Vangis auf eine erlösende Idee: Ein Anführer und zwei Berater mussten her und nach einer demokratischen Wahl fiel die Wahl auf Kamui, der von nun an das Entscheidungsoberhaupt der Halbgötter darstellen sollte, sofern er nicht in Streitfragen von seinen Beratern Zahra und Sethos überstimmt werden würde. Abgehalten wurde die Wahl von einer bisher unparteiischen Seele, die auf den Namen Melody hörte. Eine besonnene Visionärin, die sich selbst als Orakel bezeichnete und sich gern der Gruppe anschließen wollte. Natürlich wurde sie mit offenen Armen empfangen, doch viel Zeit der Ruhe ließ der neue Anführer seiner Gruppe nicht. Kamui nahm sich fest vor, seine Aufgabe als neuer Anführer zu meistern und den Konflikt der Clans diplomatisch zu lösen. So teilten sich die Halbgötter in drei Gruppen auf, die jeweils mit einem Diplomaten und ein paar Verteidigern ausgestattet waren und statteten den folgenden, am Streit beteiligten Gruppierungen einen Besuch ab:
Den Jondar im Südosten,
Den Ivaer im Süden
und den Utgar im Südwesten.
Milailees Team, bestehend aus Kamui, Mara, Vangis und Leatrice reisten zu den Jondar, die sich als sehr gastfreundliche Ureinwohner des Dschungels entpuppten, die ebenfalls in einer kleinen Baumhaussiedlung wohnten, die wir eine Miniatur-Ausgabe von Eldorado wirkte. Sie waren während den Verhandlungen mit Milailee stets freundlich und gaben ihr die Auskunft, die sie brauchte, um Verhandlungen vorzuschlagen. Leider stellte sich heraus, dass die Jondar auch eine dunkle Seite hatten. Da sie keine Jäger, sondern vielmehr Sammler waren, waren die Nahrungsvorräte oft knapp, was dazu führte, dass sie zum Kannibalismus übergegangen waren und sich an Menschen bedienten, wenn sie Nahrung zum Überleben brauchten.
Team Kallos, bestehend aus Marek, Zahra und Sethos gelangten in das höher gelegene Dschungel-Dorf der Ivaer im Süden, welches von hohen Palisaden-Zäunen umgeben war. Die Ivaer stammen ursprünglich nicht von der Aztuura-Insel, da ihre Vorfahren  vor bis etwa 200 Jahren noch reiche Händler und Seefahrer mit Wurzeln vom Festland waren, jedoch nach einem Unglück auf der unbekannten Insel festsaßen. Sie suchten damals Zuflucht im Dschungel, wo sie sich eine erhobene Position für ihr Lager aussuchten. Als andere Entdecker kamen, kehrten einige von ihnen in die alte Heimat zurück, aber ein Teil hatte sich an das Leben im Dschungel gewöhnt und blieb bei der Gemeinschaft, die im Laufe der Jahre zu den Stämmen der Dschungeljäger gezählt wurde. So gilt Eldorado auch für sie als Hauptstadt und der Anführer der Dschungeljäger auch als ihr Kopf. Die Tochter des Anführers hieß die Gruppe herzlich willkommen und führte sie in ihr bescheidenes Heim, um sich die diplomatischen Vorschläge von Kallos anzuhören. Dabei stellte sich jedoch ganz schnell heraus, dass auch die Ivaer keine rein weiße Weste hatten. Die Vorfahren der Ivaer taten sich schwer im Überlebenskampf im Dschungel, zudem waren sie durchaus verwöhnt von Festlandzeiten.  Beide Probleme ließen sich durch das Einfangen und Versklaven einheimischer Eingeborener regeln. Betroffen davon waren vor allem die Einwohner der Felsenstämme, die von dem abgelegenen Dorf der Ivaer einfacher zu erreichen und zu entdecken waren, aber auch die Nachbarstämme mussten in Notzeiten mit dem Verschwinden der ihren rechnen. Und so wurden unsere Halbgötter Zeugen davon, dass die Ivaer nicht gerade zimperlich mit ihren Sklaven umgingen.
Das letzte Team um Janine herum, bestehend aus Antares, Riana und Zeilon, machten sich auf den Weg in den Südwesten, wo sie gleich ehe sie das Dorf der Utgar überhaupt erst erreicht hatten, Zeuge davon wurden, dass dieser Clan keinen Wert auf Gastfreundlichkeit oder generell auf Besucher legte. Sie wurden angegriffen, wären beinahe in aufgestellte Fallen getappt und mehrmals aufgefordert zu gehen. Erst nachdem Janine beharrlich darauf bestanden hatte, mit dem Anführer verhandeln zu dürfen, wurde sie (und das nur in Begleitung von Zeilon) hineingebeten. Die Utgar stammten ursprünglich aus anderen Gebieten der Aztuura-Insel, wie beispielsweise aus dem Gebirge und aus Teno  Picchu selbst. Sie sind am ehesten als Aussteiger zu bezeichnen, die den Trubel der Zivilisation hinter sich lassen wollten und sich im Dschungel ein ruhiges Leben versprachen. Viele von ihnen waren auch perspektivlose Leute aus armen Gesellschaftsschichten, die nichts zu verlieren hatten. In der ersten Zeit fielen viele den Tücken des Dschungels zum Opfer. Um sich vor den Gefahren zu schützen, suchten sie Zuflucht im Untergrund und richteten sich ein unterirdisches Dorf ein, in das Janine und Zeilon geführt wurden, nachdem sie eine Wache von ihren guten Absichten überzeugt hatten. Die Utgar nahmen nur selten jemanden auf und wenn überhaupt, dann nur diejenigen, die ihre Ideale teilten. Darunter war auch mal ein Dschungeljäger, wodurch sie mehr über das Überleben im Dschungel lernten. Die dunklen Seiten dieser Aussteiger hatte die Gruppe schon gleich zu Beginn am eigenen Leib erfahren müssen, doch Unfreundlichkeit war längst nicht der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Die Utgar waren außerhalb ihrer Gemeinschaft nicht sehr gesellig. Sie wollten unter sich leben und nur unter sich bleiben. Fremde wurden in der Regel gar nicht erst empfangen und es war nicht akzeptabel, dass jemals ein Utgar die Gruppe verließ, was als größter Frevel der Utgar gilt und ohne Widerspruch mit dem Tode bestraft wurde!
So hatten drei Halbgott-Gruppen mit drei sehr unterschiedlichen Clans zu verhandeln, die alle irgendeinen gemeinsamen Nenner finden mussten, damit es nicht dazu kam, dass ein oder mehrere Clans vernichtet werden mussten.
Offenbar hatte sich ein Konflikt folgendermaßen zugetragen:
Ein Utgar hatte die Nase voll von den strengen Sitten und Gebräuchen seines Clans und suchte sein Heil in der Flucht. Dabei bat er um Schutz bei den Jondar, die ihn bei sich aufnahmen, denn er wusste, dass die Utgar ihn für seine Flucht tot sehen wollten. Tatsächlich machten diese sich auf die Suche nach dem Verräter und fanden eine Spur an der Grenze zum Gebiet der Jondar. Doch verletzten sie selbst dabei die Regeln, indem sie die Grenzen der Ivaer überschritten und sich unbefugt in deren Gebiet aufhielten, was nicht unentdeckt blieb. Die Ivaer versuchten durch einen Scheinangriff die Utgar zum Rückzug zu bewegen, doch missinterpretierten diese das Ganze als tatsächlichen Angriff und gingen selbst zur Attacke über. Allerdings gewannen die Ivaer und verschleppten einen Teil der Utgar als Entschädigung für ihre eigenen Toten, um sie als Sklaven innerhalb ihrer eigenen Reihen zu halten. Nur ein paar wenige kehrten ins Lager zurück, um die Geschichte (natürlich ganz subjektiv) zu berichten.
Der Anführer der Utgar hatte nun zwei Ziele vor Augen:  die Gefangenen Utgar von den Ivaer zu befreien und den Verräter bei den Jondar zu töten, weshalb sie beide Gruppen immer wieder in Kämpfe verwickelten, wobei die Utgar darauf setzten, Angriffe aus dem Hinterhalt zu führen.
Die Jondar verteidigten sich erbittert gegen die Angriffe und die Ivaer selbst nahmen die Situation auch nicht gerade gelassen auf und wurden selbst übermütiger, was das Verletzen der Grenzen anging, sodass sie sich sowohl in die Kämpfe der Utgar mit den Jondar einmischten um einfach und schnell Sklaven zu rekrutieren, als auch damit begannen, die Gebiete der beiden frei zu erkunden.
Als Gegenleistung legten die Utgar auch im Gebiet der Ivaer und der Jondar tödliche Fallen, was den Kontakt eskalieren ließ.
Selbstverständlich wollte jedoch keine der drei Gruppen seine eigenen Fehler eingestehen. Am meisten Glück hatte Milailee bei der Verhandlung mit den freundlichen Jondar, denn diese erzählten ihr, dass sie einen Flüchtling der Utgar bei sich aufnahmen, als die Utgar sie plötzlich angriffen. Dabei verunglückte ihr Verräter, der wenige Tage daraufhin starb. Nur glaubten die Utgar ihnen die Sache mit dem toten Verräter nicht und verlangten seine Übergabe. Zudem tauchten irgendwann auch noch die Ivaer im Gebiet der Jondar auf, um einige ihres Clans zu versklaven.
Das sahen Janines Utgar jedoch ganz anders. Die Verhandlungen mit diesem Clan waren ungleich schwieriger aufgrund ihrer feindlichen Grundhaltung, doch Janines grundlegende „Argumente“ wussten den Anführer der Utgar schließlich zum Reden zu bringen.
Angeblich suchten sie nämlich den Flüchtling, als die Ivaer sie grundlos attackierten. Die Utgar wehrten sich nur und dabei wurden einige von ihnen von den Ivaern verschleppt, woraufhin sie beiden Gruppen, den Jondar und den Ivaern den Kampf ansagten.
Sowohl die Jondar als auch die Utgar waren allerdings bereit, zumindest untereinander Frieden zu schließen, nachdem Janine den Utgar-Anführer davon überzeugt hatte, dass ihr Verräter wirklich tot war. Die Utgar verlangten von den Jondar lediglich den Kopf des Mannes als Beweis für seinen Tod und würden dafür die Kämpfe gegen die Jondar einstellen. Die Jondar zeigten sich kompromissbereit. Da jedoch keiner mehr wusste, welcher Kopf nun einst dem Utgar gehört hatte, wurde einfach irgendein beliebiger Kopf überbracht, den die Utgar allerdings als den Kopf ihres Verräters akzeptierten. Somit waren und blieben das einzige weitere Problem die Ivaer. Während die Utgar den Clan tot sehen wollten, beharrten die Jondar zumindest darauf, ihre Gruppenmitglieder zurückzubekommen.
Doch in den Verhandlungen seitens Kallos mit den Ivaern stellte sich schnell heraus, dass der Clan nicht kompromissbereit war, denn auch er hatte seine eigene Version der Geschichte.
Laut den Ivaern verletzten die Utgar das Grenzabkommen und bewegten sich unerlaubt im Gebiet der Ivaer. Als diese sie mit einem Scheinangriff vertreiben wollten, griffen die Utgar an, wobei einige Ivaer ums Leben kamen, weshalb es für sie selbstverständlich war, einige Utgar als Entschädigung gefangen zu nehmen. Bei späteren Forschungen gerieten sie in den Konflikt zwischen Jondar und Utgar und verloren an beide Gruppen Leute, was wieder dazu führte, dass sie sich bei den Einheimischen bedienen mussten.
An dieser Stelle verlangte die Tochter des Anführers als Vertreterin der Ivaer den Tod der Jondar und Entschädigungen seitens der Utgar.
Unsere Halbgötter konnten diesen Forderungen nicht nachkommen, zumal die Jondar und die Utgar bereits übereingekommen waren und beschlossen, dass es keine andere Möglichkeit gab, als das den Clan der Ivaer komplett auszulöschen, um für dauerhaften Frieden zu sorgen.
Diese Entscheidung schlug vor allem bei den gutmütigen Halbgöttern ein wie eine Bombe und einige kamen gar nicht damit zurecht, unschuldige Frauen und Kinder zu töten, doch Kamui beschloss mit seinem Machtwort als Anführer, dass genau dies geschehen musste.
So begannen sie damit, die Ivaer auf einen Schlag auszulöschen. Wer sich genau woran beteiligte, darüber sollte der Mantel des Schweigens gehüllt werden. Einige quälten sich durch, andere waren gelähmt vor Angst, wieder andere hatten ihren Spaß. Und doch lief es am Ende auf das unweigerliche Schicksal der Ivaer hinaus: Den kompletten Tod des Clans außer einer abtrünnigen Ivaer, einer Halbgöttin namens Keala, die sich den Halbgöttern anschloss und die Sklaven befreite, damit diese nicht auch vernichtet wurden und stattdessen heimkehren konnten.
Und wäre das nicht schon schlimm genug gewesen, trafen die Halbgötter auf den Dorfältesten, der sich aufgrund einer Unpässlichkeit an jenem schicksalshaften Abend früh zu Bett begeben hatte und bettelte um sein Leben. Seine Tochter hätte die Verhandlungen gar nicht führen dürfen. Doch für Gnade war es zu spät.
Der Dorfälteste starb mitsamt seiner Tochter und die Halbgötter verschwanden – das brennende Palisadendorf in ihrem Rücken – zurück nach Eldorado und mit ihnen ein schwerer Stein, der nun auf vielen Seelen lastete.
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BeitragThema: Re: Chronik   So Dez 14, 2014 8:47 pm

Gigantische Überraschung



Es dauerte tatsächlich einige Zeit, bis die Halbgötter die vergangenen Ereignisse einigermaßen verdaut hatten und selbst die Tage, die möglichst in Frieden und Harmonie verbracht wurden, waren kein Garant dafür, dass es wirklich in allen Gemütern wieder rosig aussah. Salbaria war den Halbgöttern selbstverständlich dankbar für ihre Hilfe, doch selbst die Belohnungen konnten sie kaum trösten. Aus diesem Grund beschlossen die Halbgötter, so schnell es ihnen nur möglich war, aufzubrechen, um neue Gefilde der Aztuura-Insel zu erkunden und alte Erinnerungen davon zu spülen.
Doch eine unbekannte Bedrohung meinte es nicht gut mit unseren Halbgöttern, die seelenruhig durch Eldorado spazierten und versuchten, die letzten Tage in der Baumhaussiedlung zu genießen.
Es begann mit einem seltsamen, dumpfen Donnern aus der Ferne, was man leicht für ein Gewitter hätte halten können, zumal Unwetter hier im Dschungel nicht selten vorkamen und die hohen Bäume oft noch bis kurz vor Ausbruch eines Unwetters die Sicht auf schwarze Gewitterwolken versperrten.
Jedoch ehe sich die Halbgötter, sowie alle Bewohner Eldorados, Erwachsene sowie Kinder, bewusst werden konnten, dass sich die lauten, dumpfen Geräusche gar nicht wirklich anhörten wie Gewitterschläge, sauste eine riesige, menschlich anmutende Hand plötzlich auf eine der Hängebrücken Eldorados nieder und riss sie mit Leichtigkeit aus ihren Angeln, sodass es unsere Halbgötter beinahe erwischt hatte. Wie aus dem Nichts war ein unheilvoller Gigant im Dschungel aufgetaucht, der es offenbar auf die Halbgötter abgesehen, jedoch kein Problem damit hatte, während seiner Angriffe die Stadt in den Baumwipfeln arg in Mitleidenschaft zu ziehen.  Reflexartig suchten die Halbgötter ihr Heil in der Flucht, doch da hatten sie nicht mit dem zweiten Giganten gerechnet, der prompt eine weitere Brücke in Fetzen riss und den Halbgöttern damit die Chance versperrte, von ihrer Plattform, auf die sie sich gerettet hatten, herunterzukommen. Sethos und Zahra waren schnell genug davon gelaufen und Kamui und Janine konnten deshalb entkommen, weil sie ihre Flügel nutzten und auch Mara, Zeilon, Enjia, Epicus und Vangis hatten Glück im Unglück, da sie sich zum Zeitpunkt des ersten Angriffes nicht bei den anderen befunden hatte. Der Rest jedoch saß unweigerlich fest. Während Kamui , Epicus und Janine alles daran setzten, Unschuldige in Sicherheit zu bringen oder die Giganten abzulenken, klügelte Riana einen Plan aus, um die Giganten in ihrer Zerstörungswut zu stoppen, in der sie bereits einige Gebäude vernichtet hatten. Janine und Sethos sollten ihre Geschwindigkeit dazu nutzen, Lianen um die Gelenke der Giganten zu binden und sie damit zu Fall zu bringen. Das gelang auch tatsächlich, doch lange konnten sie dadurch nicht gestoppt werden. Schließlich befragte Melody die Götter und bat sie um Rat. Dadurch erhielt sie den Tipp, dass die beiden Monster gegeneinander ausgespielt werden mussten.
Von nun an zogen alle Halbgötter an einem Strang und während Mara, Zeilon und Sethos am Boden agierten, lockten Janine und Kamui die Giganten mittels gewagter Luftmanöver zueinander, was sehr gefährlich war, da die Giganten offenbar gewillt waren, die Halbgötter nicht nur zu töten, sondern auch zu fressen!
Zahra kletterte mutig auf den Giganten selbst herum, erzielte jedoch nur den Erfolg, dass sich ein Gigant, um sie zu erwischen, selbst ins Gesicht schlug.
Schlussendlich gelang es den Halbgöttern wirklich, die Giganten gegeneinander aufzubringen, sodass einer den anderen erschlug und der Sieger mit klaffenden Wunden und beinahe am Ende seiner Kräfte zurückblieb.
Nun gingen alle Halbgötter auf Konfrontationskurs und griffen den geschwächten Giganten gemeinsam an, der es sogar noch mit dem Minimum seiner eigentlichen Energie geschafft hatte, den Großteil der Halbgott-Gruppe kampfunfähig zu machen.
Am Ende jedoch ging er zu Boden und seine letzte Amtshandlung bestand darin, Riana in seinen grässlichen Mund einzuführen. Ehe er sie jedoch verspeisen konnte, starb er, sodass sie geborgen werden konnte.
Die Giganten waren vernichtet, auch wenn das größtenteils nicht der Verdienst der Halbgötter war. Eldorado war stark in Mitleidenschaft gezogen worden und viele zentrale Gebäude waren nur noch Schutt und Asche.
Nun stellte sich jedoch die Frage, woher in Teufels Namen die Giganten überhaupt kamen und warum sie mir nichts dir nichts auf Eldorado und die Halbgötter losgegangen waren, zumal es Giganten ausschließlich auf dem Festland gab und noch nie einer auf der Aztuura-Insel gesichtet worden war.
Diese Fragen wurden beantwortet in einer Vision, die Melody erhielt , als sie einen der toten Giganten berührte. Sie sah eine Szene in Griechenland, in der die besiegten Giganten in Fesseln gelegt waren und ein griechischer Hauptmann untertänig zu einer in der Vision nicht sichtbaren Frau sprach. Er berichtete, der Fang der Giganten konnte zuverlässig von den Soldaten ausgeführt werden und dass die beiden Exemplare für den General keine Herausforderung gewesen seien. Die Frau schien zufrieden und wollte die Exemplare gleich auf die Aztuura-Insel verfrachten. Als der Hauptmann sie wissen ließ, dass das Schiff gleich für den Transport fertig sein würde, ließ sie ihn wissen, dass das gar nicht nötig war und auf seine Frage, wofür sie die Giganten eigentlich brauchte, antwortete sie, dass es ein kleiner Test sei, um die Spreu vom Weizen zu trennen…
Im Anschluss berührte die Frau die Giganten und teleportierte mit ihnen davon. Ein Blick aus ihrer Perspektive auf die toten Giganten verriet Melody, dass die mysteriöse Frau erst kürzlich hier gewesen war.
Und wieder einmal wurden Fragen beantwortet und gleich neue Fragen aufgeworfen.

- Wer war die offenbar mehr als mächtige Frau und warum wollte sie unsere Halbgötter testen?
- Was hat sie mit dem Griechischen Heer und allem Anschein nach mit Vadenta zu tun?
- Wie kann es sein, dass einfache griechische Soldaten zwei Giganten überrumpeln konnten und unsere Halbgötter nicht einmal mit einem fertig wurden?
- Und wer ist dieser mächtige General, von dem gesprochen wurde? Handelt es sich wirklich um den geheimnisvollen „Raxus“, von dem Riana auch einmal etwas gehört hatte?

Fragen über Fragen, doch die blieben erst einmal umgekehrt. Die Halbgötter wollten nach wie vor aufbrechen, wenn auch jetzt mit einem noch mulmigeren Gefühl in der Magengrube und dass die Dschungeljäger ihre beinahe gänzlich zerstörte statt für vorübergehend besucherfrei erklärten, kam ihnen da ganz gelegen.
Und so zogen die Halbgötter gen Kainai, wieder hinein in den dichten Dschungel.
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BeitragThema: Re: Chronik   Fr Dez 19, 2014 12:36 am

Metamorphose



Als unsere Halbgötter den Dschungel beinahe verlassen und das Gebirge beinahe erreicht hatten, wurden sie bereits Zeuge des nächsten Übels. Auf ihrem Weg fanden sich einzelne Leichen wieder, deren Köpfe abgetrennt von den Körpern überall verstreut lagen. Ihre Verwesungsstadien waren höchst unterschiedlich, jedoch traf auf alle Leichen zu, dass ihre Körper nicht beschädigt waren und sie nur am Hals angegriffen wurden. So begann die Gruppe zu rätseln. Einerseits war es für Raubtiere ungewöhnlich, ihre Beute nicht zu fressen, aber einen menschlichen Täter konnten sie ebenfalls ausschließen, da die Wunde am Hals keinem Schnitt, sondern eher einem Biss oder Kratzer glich.
Schnell stellte sich heraus, dass tiefer im Dschungel noch mehr Leichen, frischere Leichen, herumlagen und sie bildeten eine Spur in ein von Palisaden eingezäuntes Dorf, welches offenbar einem Dschungelclan gehört haben musste: Den Nambi, wie sie später erfuhren. Dort wurde die Gruppe mit einem Schreckensszenario überrascht: Alle Dorfbewohner waren wohl auf dieselbe Art und Weise getötet worden wie all die anderen Leichen. Die Halbgötter wollten der Sache nachgehen als ihnen ein Späher des Nachbarclans, der Tankar, direkt vor die Füße purzelte und ihnen erklärte, dass es auch in seinem Clan Todesfälle gab.
Nachdem die Halbgötter den Jungen davon überzeugt hatten, dass sie zumindest nicht die Verursacher der Misere waren, sondern helfen wollten, führte er sie in das Dorf der Tankar, wo die Halbgötter mit dem Ältestenrat sprechen konnten.
Von diesem erfuhren sie, dass auch die Tankar nicht wussten, wer für die Gräueltaten verantwortlich sein konnte, allerdings erzählten sie von einem längst ausgestorbenen, blutrünstigen Volk, den K’Thoga, die bekannt dafür waren, Köpfe rollen zu lassen, aber irgendwann selbst auf diese Art starben. Die Halbgötter gingen der Sache nach und ließen sich den Weg in die Richtung weisen, in der das Volk einst lebte.
Auf dem Weg dorthin begegneten sie einer Kriegerin der Elisch, eines weiteren Dschungelstammes, die ebenfalls Menschen auf diese Art und Weise verloren hatten. Sie ergänzte die Geschichte noch um die Erwähnung eines angeblichen Monsters aus Geschichten, die man Kindern erzählte, um sie zu ängstigen. Angeblich waren die K’Thoga Herren einer Bestie, der sie allerdings später aus unbekannten Gründen selbst zum Opfer gefallen waren und das einzige Überbleibsel sei eine überwucherte, unheimliche Hütte mitten im Dschungel.
Die Kriegerin bot sich als Führerin an und geleitete die Halbgötter zu der Hütte, die überraschenderweise gar nicht mehr überwuchert auf einer großen Lichtung stand und zu aller Beunruhigung aus menschlichen Schädeln gebaut wurde.
Zur Sicherheit schickten die Halbgötter die Kriegerin fort und untersuchten die Hütte von innen. Zu sehen waren in ihr nur verstörende Wandbilder einer seltsamen Metamorphose von Menschen, die sich in Bestien verwandelten und in der Mitte des Raumes befand sich die Steinstatue einer Bestie, die ihre Zunge in den Kopf eines Menschen bohrte.
Als wären die ganzen Bilder nicht schon unheimlich genug, erklang plötzlich der schrille Schrei der Jägerin aus dem Dschungel, doch als die Halbgötter sie erreichten, war es bereits zu spät und sie starb in den Zangen einer hybridartigen Bestie mit vielen, kurzen Beinen, dicken Schuppen und einer Menge Zungen. Die Bestie war gefunden und Antares, Mara, Riana, Leatrice und Zahra kümmerten sich gleich darum, sie möglichst schnell zur Strecke zu bringen, doch das war gar nicht mal so einfach. Erst dank Melodys Visionen von ihrer größten Schwachstelle, einem menschlichen Gesicht unterhalb ihres Bauches, gelang es den Kämpfern, diese zu erwischen und die Bestie zu erlegen. Epicus kümmerte sich während des Kampfes um Melodys Schutz und stand ihr auch dann zur Seite, als sie versuchten, das Rätsel der Wandbilder zu lösen.
Leider war es mit dem Tod der Bestie nicht getan, denn ein zweites, identisches Exemplar erschien auf der Bildfläche und erweckte das erste Biest wieder zum Leben, sodass sich die Halbgötter nun zwei Bestien gegenübersahen.
Zudem erklang in der Hütte ein hämisches Kichern, dem Epicus auf die Spur ging. Das Kichern führte ihn hinauf aufs Dach, wo er einem „alten Freund“ der Gruppe begegnete – Sunukkuhkau, dem Gebieter der Animales. Und während Melody die Halbgötter dank einer Vision darauf aufmerksam machte, dass die Bestien, die sich Mbwun’we nannten, synchron töten mussten, erzählte der redselige Feind auf dem Dach Epicus, wieso er in der Lage war, die Menschen in so etwas Abscheuliches zu verwandeln. Schuld war eine Pflanze, die die K’Thoga einst besaßen und da die Mbwun’we süchtig nach eben dieser Pflanze waren, sobald sie sich dank ihr verwandelt hatten, gehorchten sie den Befehlen der K’Thoga, sofern sie regelmäßig ihren „Stoff“ bekamen.
Das ging solange gut bis ein Blitz die Felder der K’Thoga und damit die Pflanzen zerstörten, auf die die Mbwun’we angewiesen waren. Da sich der Stoff in der Pflanze nur an einem einzigen anderen Ort wiederfand – im Hirn des Menschen – , wurden die K’Thoga selbst von ihrer eigenen Bestie vernichtet. Sunukkuhkau hatte diese Pflanze wiedergefunden und für seine eigenen Zwecke genutzt, um eine neue Zwillingsbestie zu erschaffen und sie auszutesten.
Während Epicus und Melody den Worten des Feindes lauschten, gelang es den anderen unter Antares vorbildlichen Kommando, die Biester auszuschalten, die sich nach ihrem Tod zurück in Menschen verwandelten.
Schockiert waren die Halbgötter, als sie feststellen mussten, dass Sunukkuhkau es offenbar gar nicht schlimm fand, dass seine Bestien besiegt worden waren, da er sie offenbar als nicht ausreichend brauchbares Experiment empfand und sich schwor, noch daran zu feilen.
Das wollten unsere Halbgötter zu verhindern wissen und den Feind vernichten! Als Riana nach ihm griff, griff sie allerdings durch ihn hindurch, als wäre er gar nicht da. Plötzlich löste das Trugbild sich auf und verschwand mit einem nachhallenden Kichern.
Ärgerlich, doch immerhin war die Bestie vernichtet und die Clans vorerst in Sicherheit.
Und somit setzten die Halbgötter die Reise fort ohne zu wissen, dass ihr Kampf beobachtet wurde und das nicht nur von Sunukkuhkau…
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