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 Der goldene Hirsch (Waldvolk)

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Janine
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BeitragThema: Der goldene Hirsch (Waldvolk)   Fr Mai 08, 2015 7:14 pm



Der goldene Hirsch


Verbreitung:
Griechenland

Bekanntkeitsgrad:
***

Wahrheitsgehalt:
Legende (Religiöse Wahrheit im Waldvolk)



Einst durchquerte Artemis, die stolze Jägerin der Reinheit, den dichtesten Wald der griechischen Lande. Den Wald, den bald das tapfere Waldvolk regieren sollte. Im Begriff zu jagen eilten sie leichtfüßig zwischen den Bäumen her und hielten ihre majestätischen Bögen straff gespannt. Die Tiere des Waldes, die Rehe und Hasen, die Vögel und Mäuse, sie alle waren verzaubert von der Anmut der Jägerinnen und waren bereit für sie ihr Leben zu lassen. Doch Artemis war nicht hier, um ein Tier zu töten. Sie suchte einen Mann. Einst war es der Einzige, der sie jemals so liebte wie sie war und mehr begehrte als nur ihren Körper. Im Wald gestand der liebestolle Jüngling der Göttin seine unsterbliche Liebe und küsste den Boden vor ihren Füßen. Träumerisch schwor er ihr ewige Treue und Ergebenheit. Zur Strafe jedoch für seine närrischen Gefühle verwandelte Artemis den Knaben in einen Hirsch mit einem goldenen Geweih, der von sofort an als Schatz des Waldes gelten sollte. Doch solange die Sterne den Himmel erleuchteten, solange das Meer und das Land in einem innigen Tanz versanken, solange es Menschen auf dieser Erde gab, gab es die Gier nach Macht und Reichtum. In dem Wissen, der Hirsch würde in ständiger Angst vor Pfeilen und Dolchen leben, verließ Artemis den Wald und kehrte jahrelang nicht zurück. Es gab viele Jäger, die den Wald heimsuchten, doch keinem von ihnen gelang es den noch immer in Liebe entflammenden Hirsch zu erlegen. Niemandem. Die Göttin war erzürnt und aus diesem Grunde kehrte sie in den Wald zurück, um den Hirsch zu suchen. Als sie ihn fand und in seine Augen blickte, zeigte der Hirsch keine Angst und beugte sein Haupt als wolle er sich ergeben. Doch die Göttin der Jagd hatte nicht vor den Hirsch zu erlegen. Sie selbst verwandelte sich in eine hinreißende Hirschkuh und gab sich dem verhassten Jüngling hin. Artemis soll einen menschlichen Knaben geboren haben, den sie in dem Wasser einer tausend Jahre alten Quelle weihte und dem Wald als Geschenk übergab. Er selbst sollte ein Geschlecht begründen, welches die fähigsten Jäger der Geschichte hervorbringe. Es sollte den Namen "Waldvolk" erhalten und als Kinder der stolzen Jagdkönigin sollten sie ihren Vater erlegen. Der Mutigste unter ihnen soll den Wald auf ewig regieren und seine Krone an seine Erben weitergeben. Und tatsächlich war es der Sohn des Sohnes des geweihten Knaben, der den Hirsch erlegte und sein Blut in der Quelle vergoss. Und tatsächlich war er es, der das Waldvolk begründete und die fähigsten Jäger seines Blutes hervorbrachte. Noch heute wird das goldene Geweih unter den edlen Anführern des Waldvolkes vererbt und jedes Jahr am Todestag des liebenden Hirsches in der tausendjährigen Quelle geweiht.Seit jenem Schicksalstage jagt niemand aus dem Waldvolk mehr einen Hirsch.
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